Der US-Verbraucherpreisindex ist im Juni gesunken. Historische Daten machen Anlegern nun Hoffnung auf weitere Kursgewinne.

Die US-Verbraucherpreise sind im Juni überraschend deutlich gesunken. Historisch folgte auf einen vergleichbar starken monatlichen Rückgang des US-Verbraucherpreisindex häufig eine positive Entwicklung des S&P 500 in den darauffolgenden Monaten.

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Unerwarteter Rückgang bei Inflation

Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) sank im Juni um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet. Im Mai waren die Verbraucherpreise noch um 0,5 Prozent gestiegen. Auf Jahressicht lagen die Verbraucherpreise im Juni 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch hier weicht das Ergebnis von der Prognose ab. Experten rechneten mit einem Anstieg um 3,8 Prozent.

Auch die Kerninflation blieb hinter den Erwartungen zurück. Der um Lebensmittel- und Energiepreise bereinigte Kern-CPI veränderte sich im Monatsvergleich nicht. Volkswirte hatten einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Im Mai hatte der Kern-CPI noch um 0,2 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht lag die Kerninflation bei 2,6 Prozent und damit ebenfalls unter der erwarteten Rate von 2,9 Prozent.

Der Rückgang der Gesamtinflation wurde vor allem durch sinkende Energiepreise begünstigt. Der Energieindex fiel im Juni um 5,7 Prozent, während die Lebensmittelpreise um 0,2 Prozent zulegten.

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Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Kommt jetzt die große Rally?

Jason Goepfert, Marktredakteur bei NextGen News, verwies auf der Social-Media-Plattform X auf historische Daten. In seinem Post teilte Goepfert eine Grafik, die Zeiträume zeigt, in denen der US-Verbraucherpreisindex zunächst ein Fünfjahreshoch erreichte und anschließend den stärksten monatlichen Rückgang seit mehr als fünf Jahren verzeichnete. Seit 1948 identifizierte die Auswertung 21 vergleichbare Signale.

Nach diesen Signalen stieg der S&P 500 in den folgenden drei Monaten durchschnittlich um 5,2 Prozent. Über sechs Monate erzielte der Index im Schnitt ein Plus von 7,2 Prozent. In beiden Zeiträumen legte der S&P 500 in 85 Prozent der Fälle zu. Nach neun Monaten lag der durchschnittliche Gewinn bei 7,8 Prozent, nach zwölf Monaten bei 9,9 Prozent. In diesen Zeiträumen entwickelte sich der Index jeweils in 80 Prozent der Fälle positiv. Die von Goepfert genannten Werte sollten Anleger jedoch vorsichtig interpretieren: Bei lediglich 21 Beobachtungen können einzelne Ausreißer den Durchschnitt stark beeinflussen. Zudem beschreibt die Statistik eine historische Korrelation und keinen kausalen Zusammenhang.

Die überraschend deutlich gesunkene US-Inflation spricht immerhin für eine positive Entwicklung am Aktienmarkt. Auch die historische Auswertung stimmt zuversichtlich: Nach vergleichbaren Signalen legte der S&P 500 in den folgenden drei bis sechs Monaten durchschnittlich zu. Entscheidend bleibt allerdings, ob sich der Trend bei der Inflation fortsetzt und wie sich Zinsen, Unternehmensgewinne und Konjunktur entwickeln. Anleger sollten die Statistik daher eher als unterstützenden Faktor und nicht als alleinige Kaufentscheidung betrachten.

Während die Rally des S&P 500 noch in den Sternen steht, bahnt sich bei drei Aktien ein Kurssprung an. Um welche Titel es geht, erfahren Sie im Aktienreport "Momentum-Raketen".

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Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet ein sinkender Verbraucherpreisindex für die US-Notenbank?

Ein sinkender Verbraucherpreisindex kann den Inflationsdruck auf die US-Notenbank verringern. Hält der Trend an, könnte das den Spielraum für eine weniger straffe Zinspolitik erhöhen; eine einzelne Monatszahl reicht dafür jedoch nicht aus.

Welche Aktien profitieren von einer sinkenden US-Inflation?

Häufig profitieren zinssensitive Wachstums- und Technologieaktien, weil niedrigere Inflationserwartungen den Druck auf die Zinsen verringern können. Entscheidend bleiben aber auch Bewertungen, Unternehmensgewinne und die Entwicklung der Gesamtwirtschaft.

Wie zuverlässig sind historische Börsenstatistiken?

Historische Statistiken können Muster sichtbar machen, sind aber keine sicheren Prognosen. Besonders bei einer kleinen Zahl von Vergleichsfällen können einzelne Extremwerte den Durchschnitt verzerren.

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