Der Euro steht aktuell wegen der Sorge um eine Schuldenkrise innerhalb der Europäischen Union stark unter Druck. Doch welche Folgen hat das für Aktien und ETFs von Anlegern? Das passiert in Ihrem Depot.

Der Euro hat am Montag seine Talfahrt der vergangenen Wochen fortgesetzt. Zum Wochenstart fiel der Eurokurs bis auf 1,1161 Dollar. Damit kostete ein Euro erstmals seit Mai 2025 weniger als 1,12 US-Dollar. Seit Mitte August sackte die Gemeinschaftswährung um mehr als fünf Cent ab. Im Januar hatte der Eurokurs zeitweise noch über der Marke von 1,20 Dollar gelegen.

Doch diese Entwicklung ist kein Zufall und hat auch deutlichen Einfluss auf das Portfolio von Anlegern.

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Sorge um Schuldenkrise setzt Euro stark unter Druck

Denn die Sorge um eine Schuldenkrise in Europa wächst immer weiter, da Staaten wie Frankreich in einer wirtschaftlichen Krise stecken, die Verschuldung aber gleichzeitig auf hohen Niveaus bleibt. Entsprechend sind die Anleihezinsen bereits deutlich gestiegen, was wiederum die Sorge vor einer massiven zusätzlichen Zinsbelastung der Staatshaushalte steigert.

Ökonom Folker Hellmeyer kommentierte am Montag: “Die Eurozone fällt im Vergleich der westlichen Wirtschaftsräume weiter zurück. Die strukturellen Defizite werden nicht im erforderlichen Maße adressiert. Die Teilnahme an der 4. Industriellen Revolution ist wegen der verfehlten Energiepolitik bestenfalls unausgeprägt. Die Konkurrenzfähigkeit des Standorts bleibt insbesondere in Deutschland nicht gegeben. Die Notlage ist an den Geld- und Kapitalmärkten spürbar. [...] Die Schlinge um die Eurozone zieht sich zu!”

Doch dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Wirtschaft, sondern auch auf Portfolios von Anlegern.

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Was das jetzt für Ihre Aktien und ETFs bedeutet

Dabei sind diese allerdings im Gegensatz zu den wirtschaftlichen Implikationen positiv. Ein fallender Eurokurs sorgt für Aufwertung in Dollar und anderen Währungen gehandelter Aktien. Da viele Portfolios von Anlegern US-lastig sind, sorgen die Währungsbewegungen für zusätzliche Kursgewinne. Selbiges gilt für die in Dollar gehandelten Assets Bitcoin und Gold.

Auch ETFs wie der MSCI World profitieren von der Schwäche des Euros. Durch das US-Gewicht von über 70 Prozent besteht hier ebenfalls ein starkes Exposure gegenüber den Währungsschwankungen.

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Weiterführende Links

EUR/USD (WKN: 965275)

Häufig gestellte Fragen

Warum steht der Eurokurs aktuell unter Druck?

Die Sorge vor einer Schuldenkrise in Europa wächst, weil Staaten wie Frankreich wirtschaftlich unter Druck stehen und zugleich hoch verschuldet sind. Gleichzeitig sind die Anleihezinsen gestiegen, was die Sorge vor höheren Zinsbelastungen für die Staatshaushalte verstärkt.

Was bedeutet ein fallender Euro für Aktien und ETFs im Depot?

Aktien und andere Anlagen, die in US-Dollar oder einer anderen Fremdwährung gehandelt werden, gewinnen durch einen schwächeren Euro in Euro gerechnet an Wert. Für Anleger mit vielen US-Aktien kann die Währungsbewegung zusätzliche Kursgewinne bedeuten.

Welche ETFs und Anlagen profitieren von der Euro-Schwäche?

Der MSCI World profitiert von der Euro-Schwäche, weil US-Aktien mehr als 70 Prozent des Index ausmachen. Auch in US-Dollar gehandelte Anlagen wie Bitcoin und Gold können durch die Währungsbewegung zusätzliche Kursgewinne erzielen.

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