Elon Musk hält eine Fusion von SpaceX und Tesla für "eine gute Idee", doch KI-Experte Klaus Madzia schaut lieber auf die Zahlen. Und die sind bei SpaceX beeindruckend: Umsatz plus 161 Prozent, Milliardengewinn, KI als größter Motor. Wer ihm gegen den Trend gefolgt ist, liegt bereits rund 48 Prozent im Plus.
Elon Musk hates ausgesprochen: Eine Zusammenlegung von SpaceX und Tesla sei "eine gute Idee", sagte er in der Telefonkonferenz mit Analysten. Beide Konzerne haben Sonderausschüsse mit unabhängigen Verwaltungsräten eingesetzt, die eine Fusion prüfen. Musk hält sich wegen eines Interessenkonflikts heraus. Entstehen könnte einer der wertvollsten Technologiekonzerne der Welt.
SpaceX oder Tesla? Die Antwort ist eindeutig
KI-Experte Klaus Madzia, Autor des Börsenbriefs kiqreport, wird das derzeit oft gefragt. Seine Antwort: "Eindeutig: SpaceX." Die Fusionsfantasie findet er spannend, aber mehr noch interessieren ihn die Zahlen:
• Nettogewinn von Juli bis September: rund 3,8 Milliarden Euro, nach einem Verlust von etwa 0,95 Milliarden Euro im Vorjahr
• Umsatz: plus 161 Prozent auf rund 12,6 Milliarden Euro, über den Erwartungen der Wall Street
• KI-Sparte: rund 6,6 Milliarden Euro, inzwischen größte Erlösquelle, Kunden sind unter anderem Anthropic und Google
Madzias These: SpaceX wird zum KI-Infrastrukturkonzern, der Rechenleistung vermietet. "Schaufeln statt Goldsuche." Die Aktie sprang am 21. Oktober zeitweise um zehn Prozent auf etwa 144 Euro.
Bei Tesla dagegen sieht es anders aus. Wer wegen der Fusion kauft, wettet auf eine Übernahmeprämie, und die ist reine Spekulation: Musk nennt die nötige Zustimmung von 50 Prozent aller Tesla-Aktien selbst eine hohe Hürde, die Sonderausschüsse haben sich noch nicht auf Bedingungen geeinigt. "Bei Tesla bleibe ich vorerst Zuschauer", so Madzia.
Gegen den Trend gekauft
Im kiqreport empfahl Madzia SpaceX in der Schwächephase nach dem Börsengang, als viele Experten abrieten. Einstiegskurs: 97 Euro. Bei 144 Euro liegt die Position rund 48 Prozent im Plus. Neueinsteiger können den Kauf laut Madzia staffeln: eine Hälfte jetzt, die andere bei möglichen Rücksetzern.
Wie groß die Erwartungen sind, zeigt auch Musk: Im kommenden Jahr will er jedem Kind in den USA eine SpaceX-Aktie schenken, rund 72 Millionen Kinder, gut zehn Milliarden Dollar. Eine ganze Generation wird damit zu Aktionären.
Korrektur ja, Ende nein
Dabei ist die Börse nervös: US-Chipkonzerne verloren unlängst in einer Woche über eine Billion Dollar Börsenwert, die ING spricht von einer "KI-Korrektur". Doch TSMC meldet Rekordgewinne, Jensen Huang fast tägliche Chip-Bestellungen, und diese Woche wird er im Berliner Tempodrom bei der KI-Konferenz GTC gefeiert wie ein Rockstar. Wie real der Boom ist, zeigte auch die Lücke "PHP2Shell": KI-Modelle spürten kritische Schwachstellen auf, Behörden nahmen weltweit Seiten vom Netz. Sicherheit wird im KI-Zeitalter zu einem bestimmenden Thema.
Wer wartet, zahlt oft drauf
Auch Dell (plus 127 Prozent) und Amphenol (plus 36 Prozent) liefen im kiqreport bestens. Bei Aehr Test Systems, Ouster und Quantinuum zog Madzia die Reißleine: "Das gehört zum Handwerk." Seine Linie: "Wer Rücksetzer als Gelegenheit begreift, liegt am Ende vorn."
Die neue Ausgabe des kiqreport bringt zwei Neuempfehlungen aus den Bereichen Quantencomputer und Biotech. Wer SpaceX verpasst hat, kann beim nächsten Thema früher dabei sein als die Masse. Neugierig geworden? Dann testen Sie jetzt das 1-Monats-Abo für 48 Euro oder sichern Sie sich das Jahresabo für nur rund 41 Euro pro Monat. Investieren Sie in die KI- und Quanten-Gewinner von morgen!