Sicherheit, Flexibilität und Zinsen – ein Tagesgeldkonto vereint das, was sich viele Sparer wünschen. Und das lohnt sich vor allem im Jahr 2026. Denn aktuell locken vor allem Direktbanken mit Zinsen jenseits der 3-Prozent-Marke. Wir haben verglichen und verraten Ihnen die drei besten Optionen im März.
Noch in den 2000er-Jahren konnte man in Banken Personen beobachten, die wild mit einem kleinen Heft herumwedelten. Das Sparbuch ist mittlerweile digitalisiert und trägt häufig eine Namensvariation des Tagesgeldkontos. Während die Nullzinsphase in den Jahren 2014 bis 2016 fast zum Aus für das Spar-Modell führten, steigen die Zinsen seit 2022 wieder deutlich. Dies führt auch dazu, dass viele Banken jetzt mit spannenden Sonderaktionen locken. Die BÖRSE ONLINE-Redaktion hat sich die drei besten Angebote im März 2026 genauer angeschaut und zeigt, warum diese sich lohnen.
Consorsbank: Seit Wochen auf Platz 1
Den Anfang macht die Consorsbank. Das Kreditinstitut ist als Direktbank und Tochterunternehmen der BNP Paribas S.A. bekannt. Somit gibt es zwar keine Filialen, allerdings hält sich das Unternehmen bereits seit mehreren Wochen auf dem ersten Platz der Tagesgeld-Vergleiche. Mit einer Verzinsung von 3,4 Prozent p.a. bietet die Online-Bank mehr als alle Wettbewerber und punktet zusätzlich mit einem kostenlosen Wertpapierdepot.
Reicht das Tagesgeld nicht aus, können ETF-Sparpläne somit ohne zusätzliche Sparplangebühr im ersten Jahr in das gratis Depot eingebucht werden. Der erhöhte Tagesgeld-Zins ist, wie üblich bei solchen Angeboten, auf drei Monate beschränkt und gilt ausschließlich für Neukunden. Damit sind alle Personen berechtigt, die in den vergangenen sechs Monaten weder eine Geschäftsbeziehung zur Consorsbank noch zum Wealth Management der BNP Paribas unterhalten haben. Nach Ablauf der Aktion winken wieder 0,8 Prozent p.a. auf Einlagen bis zu einer Million Euro.
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Distingo Bank: Starke Konkurrenz aus Frankreich
Mit der Distingo Bank findet sich auch ein französischer Vertreter in der Spitzengruppe. Als Tochter der CREDIPAR S.A. bietet sie in Deutschland zwar Sparprodukte an, fungiert jedoch nicht als klassische Bank mit eigener Niederlassung. Neukunden erhalten auch hier über einen Zeitraum von drei Monaten eine erhöhte Guthabenverzinsung. Diese ist mit 3,2 Prozent p.a. allerdings etwas geringer als bei der Consorsbank. Eröffnungs- oder Verwaltungsgebühren fallen natürlich keine an.
Die Distingo Bank nutzt die französische Einlagensicherung über den Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution (FGDR). Dadurch sind Einlagen (inklusive Zinsen) bis zu 100.000 Euro abgedeckt. Kommt das Angebot der Consorsbank nicht in Frage, bietet die Distingo Bank eine lohnende Alternative, zumal dort Einlagen von bis zu zehn Millionen Euro möglich sind. Allerdings sind gemeinschaftliche Tagesgeldkonten hier nicht möglich.
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Ikano Bank: Geldanlage statt Möbelhaus
Mit dem schwungvollen Namen Fleks Horten bietet auch die Ikano Bank ein kostenloses Tagesgeldkonto an. Die schwedische Direktbank, die einigen auch als „Ikea-Bank“ bekannt sein dürfte, hat sich an die dritte Stelle des BÖRSE ONLINE-Vergleichs geschlichen. Möglich wurde dies durch eine leichte Zinserhöhung auf 3,01 Prozent p.a. auf Einlagen bis zu 100.000 Euro. Diese Begrenzung entspricht auch der vollen Einlagensicherung pro Kunde.
Etwas anders handhabt die Ikano Bank mögliche Laufzeiten: Statt einer fixen Dauer von drei Monaten, setzt die Direktbank mit dem 15.06.2026 ein festes Enddatum. Wer sich hier schnell entscheidet, kann also deutlich mehr Zinsen ansparen. Das Fleks Horten-Konto bietet zudem für alle Neuanträge einen Bestandskundenzins von 1,51 Prozent p.a., wodurch auch nach Ablauf der Aktion noch immer ein akzeptabler Ertrag auf das Konto fließt.
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Immer sinnvoll: Darum lohnt sich ein Tagesgeldkonto
Ein Tagesgeldkonto bietet viele Vorteile. Vor allem Neukunden bekommen jetzt zahlreiche Angebote mit einer ordentlichen Verzinsung geboten. Dabei handelt es sich in der Regel um Direktbanken, wodurch auch die Kontoeröffnung dank Online-Ident-Prozessen selten länger als zehn Minuten dauert. Doch vor allem die Sicherheit lässt bei vielen Anlegern die Herzen höherschlagen: Anders, als etwa bei einer Inhaberschuldverschreibung oder einem riskanten Wertpapierportfolio, droht kein Totalverlust.
Denn Spareinlagen sind durch sogenannte Einlagensicherungsfonds bis zu einem gewissen Wert geschützt, in der Regel bis 100.000 Euro. Wie hoch dieser liegt und welche Konditionen gelten, geben die Banken in der Regel auch auf den jeweiligen Aktionsseiten direkt bekannt. Das heißt, in den seltensten Fällen muss das Kleingedruckte beachtet werden, da es sich bei Tagesgeldkonten zwar um Anlagemöglichkeiten mit einem geringen Zinssatz handelt, diese jedoch kaum bis gar kein Risiko beinhalten. Möchten Sie Ihr Geld kurzzeitig vermehren oder es „parken“, ohne einen Realverlust in Kauf zu nehmen, sind vor allem die drei Angebote der Consorsbank, Distingo Bank und Ikano Bank aktuell empfehlenswert.
Weitere Tagesgeldangebote finden Sie täglich aktualisiert im Tagesgeld-Vergleich von BÖRSE ONLINE
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