Die US-Arbeitsmarktdaten sind da und die Märkte haben mit Spannung darauf gewartet. Das wurde gemeldet und das bedeuten die Daten für Aktien, Fed, Zinsen, Gold und Bitcoin.
Nachdem die Börsen am Donnerstag massiv unter Druck geraten sind, richtet sich der Fokus der Anleger am Freitag auf die US-Arbeitsmarktdaten mit entscheidenden Auswirkungen für die Entscheidung der Fed im Dezember und damit für die Märkte.
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US-Arbeitsmarktdaten gemeldet
Konkret wurden im Oktober 165.000 neue Jobs (ohne Landwirtschaft) geschaffen, wie die offiziellen US-Behörden mitteilten. Das ist mehr als doppelt so hoch wie im Vorfeld erwartet (Prognose des Analystenkonsens bei 70.000). Auch die Daten für den September wurden von 29.000 geschaffenen Stellen auf 60.000 nach oben korrigiert.
Der US-Arbeitsmarkt ist also stärker als erwartet und entsprechend lag die Arbeitslosenquote mit 4,1 Prozent auch unter den Erwartungen von 4,2 Prozent. Gleichzeitig zogen die Stundenlöhne mit einem Plus von 0,4 Prozent etwas stärker an als geschätzt (0,3 Prozent erwartet).
Die Arbeitsmarktdaten sind insbesondere deswegen für die Fed relevant, da die Notenbank ein duales Mandat hat, das sich neben Preisniveaustabilität auf Vollbeschäftigung fokussiert. Ein weiter starker Arbeitsmarkt sorgt dafür, dass die Währungshüter die Zinsen weiter anheben können, um die Inflation zu bekämpfen, ohne die Beschäftigung negativ zu beeinflussen.
Das bedeuten die Daten für Aktien, Fed, Zinsen, Gold und Bitcoin
Infolge dieser Daten zeigten sich die Aktienmärkte tatsöchlich kaum bewegt. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass die Verkaufsbewegung vom Donnerstag und die Angst vor einer Drosselung des KI-Booms in den USA, das beherrschende Thema bleiben. Mehr bewegung gab es derweil bei den Währungen. Der Euro fiel gegenüber dem Dollar auf ein Tagestief.
Laut Fed Watch Tool stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember von zuvor 68 Prozent auf 72 Prozent. Gold und Bitcoin zeigten sich infolgedessen schwächer.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind die US-Arbeitsmarktdaten für die Fed wichtig?
Die Fed berücksichtigt neben der Preisstabilität auch die Vollbeschäftigung. Ein starker Arbeitsmarkt kann ihr ermöglichen, die Zinsen zur Inflationsbekämpfung weiter anzuheben, ohne die Beschäftigung negativ zu beeinflussen.
Wie fielen die US-Arbeitsmarktdaten im Oktober aus?
In den USA entstanden im Oktober 165.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft – mehr als doppelt so viele wie erwartet. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent, und die Stundenlöhne stiegen um 0,4 Prozent.
Was bedeuteten die Daten für Zinsen und Märkte?
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember stieg laut Fed Watch Tool von 68 auf 72 Prozent. Aktienmärkte bewegten sich kaum, während der Euro gegenüber dem Dollar auf ein Tagestief fiel und Gold sowie Bitcoin schwächer notierten.