Einen bitteren Einbruch vom 90er- zum 70er-Niveau erlebte die Vorzugsaktie von Volkswagen in der zweiten Juni-Hälfte. Seitdem arbeitet der DAX-Wert an einer Bodenbildung.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 05. August in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 33/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.

Es gibt ein erstes kleines Erfolgserlebnis zu vermelden: Die 38-Tage-Linie konnte zurückerobert werden. Wesentlich schwieriger wird es, die Barriere um 78/80 Euro zu überwinden. Das waagrechte Niveau ist langfristig bedeutend und wird zurzeit vom mittelfristig wichtigen 55-Tage-Durchschnitt verstärkt. Von oben nähert sich als zusätzlicher Belastungsfaktor ein gut dreimonatiger, zurzeit noch um 85 Euro verlaufender Abwärtstrend. Dass sich die Aktie in einer nachhaltigen Baisse befindet, zeigt am besten die 200-Tage-Linie. Dieser viel beachtete Gleitende Durchschnitt fällt nach einer längeren Seitwärtsphase wieder und bewegt sich zurzeit im Bereich von 91 Euro, dem niedrigsten Niveau seit Anfang 2011. 

Stürzt auch die Aktie selbst unter das am 1. Juli markierte 15-Jahres-Tief um 69 Euro, kommt eine ganz besondere Unterstützung auf den Prüfstand: Um 65 Euro befindet sich das logarithmische 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracment jener Aufwärtsbewegung, die sich vom Ausverkaufstief des Herbsts 2008 bis zu dem im März 2015 markierten Allzeithoch erstreckt. Nach einer Korrektur solchen Ausmaßes drehen Wertpapiere gern wieder nach oben. Käme es auch dort zu einem Durchbruch, stünden wohl noch deutlich tiefere Kurse auf der Agenda. Im Chartbild selbst wäre zumindest um 53/56 Euro eine waagrechte Haltezone auszumachen. Zuletzt ein Blick auf die Indikatorenlage: Der MACD sieht auf Monatsbasis eher negativ aus, könnte auf Wochensicht aber ein positives Signal liefern. Dazu bräuchte es wohlgemerkt eine anhaltende Stabilisierung des Aktienkurses. Die Volkswagen-Aktie ist gemessen am Double-Smoothed-Stochastics-Oszillator jedoch kurzfristig bereits wieder überkauft, dagegen weder auf Monats- und noch weniger auf Wochenbasis. Die Zeiten für VW-Aktionäre könnten also anhaltend holprig bleiben.

Bonus-Cap-Zertifikat auf Volkswagen

Die bessere Alternative

zu einer Direktanlage in die Aktie sollte der Kauf dieses Bonus-Cap-Zertifikats sein. Dieses ist mit einer Schwelle ausgestattet, die nicht nur etwa 20 Prozent unter dem aktuellen Niveau liegt, sondern zudem auch fünf Euro unter einer entscheidenden langfristigen Fibonacci-Unterstützung. Wird die 60er-Marke bis zum 18. Juni 2027 behauptet, dann gibt es mit der Position einen Gewinn von ­satten 28 Prozent. Im Gegenzug ist ein Aufgeld von 24 Prozent zu zahlen. Der auf die Aktie bezogene Stoppkurs wird bei 64,50 Euro platziert.

Sie wollen weitere starke Analysen lesen? Dann werfen Sie jetzt einen Blick auf das exklusive BÖRSE ONLINE Probe-Abo.

Weiterführende Links

*Hinweis auf Interessenskonflikte: 

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: VW Vz.