17.01 Uhr - Eine mögliche Übernahme ermuntert Anleger zum Einstieg bei Kohl's. Die Aktien der US-Kaufhauskette steigen um knapp sieben Prozent. Insidern zufolge hat der Finanzinvestor Acacia bei dem Unternehmen vorgefühlt und Interesse signalisiert.

16.57 Uhr - Schwindende Hoffnung auf eine baldige Zulassung des Coronavirus-Impfstoffs von Valneva schickt die Aktien der Pharmafirma auf Talfahrt. Sie rutschen in Paris um sieben Prozent ab. Die Gesundheitsbehörde EMA wartet nach eigenen Angaben auf zusätzliche Daten, um über eine Zulassung des Vakzins entscheiden zu können.

15.57 Uhr - Die geplante fast 70 Milliarden Dollar schwere Offerte von Microsoft für Activision Blizzard schürt Übernahmefantasien bei europäischen Videospiele-Anbietern. Die Aktien von Ubisoft ("Far Cry"), Rovio ("Angry Birds") und CD Projekt ("Cyberpuntk 2077") steigen um bis zu zwölf Prozent.

15.53 Uhr - Die fast 70 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Microsoft beschert Activision Blizzard den größten Kurssprung seit mehr als 27 Jahren. Die Aktien des Anbieters von Videospielen wie "Call of Duty" oder "Candy Crush" steigen an der Wall Street um 33 Prozent auf ein Sechs-Monats-Hoch von 86,90 Dollar.

14.38 Uhr - Nach einer Verschnaufpause nimmt Zinn seine Rekordjagd wieder auf. Das unter anderem für Lebensmittel-Dosen benötigte Industriemetall gewinnt 2,3 Prozent und ist mit 42.235 Dollar je Tonne so teuer wie nie. "Viele Marktteilnehmer erachten den Zinnmarkt als chronisch unterversorgt", sagt Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann. "Die Unterversorgung wird durch die anhaltenden Logistikprobleme verschärft."

13.37 Uhr - Nach einem Gewinneinbruch im Schlussquartal geben Goldman Sachs-Aktien vor Start des US-Handels um zwei Prozent nach. Wie zuvor die US-Großbanken JP Morgan und Citigroup verfehlte auch Goldman Sachs die Markterwartungen, weil ein schwaches Handelsgeschäft ein Rekordergebnis bei Fusionen und Übernahme von der führenden US-Investmentbank überschattete. 13.51 Uhr - Der Auto-Ersatzteile-Händler Autodoc legt die Pläne für einen Börsengang einem Medienbericht zufolge auf Eis. Angesichts rückläufiger Bewertungen bei Technologieunternehmen habe Autodoc das Vorhaben zunächst aufgeschoben und suche nun einen Investor, schrieb das "Handelsblatt" unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Die von den Gründern gehaltene Firma halte Ausschau nach einem Geldgeber, der einen Minderheitsanteil übernehmen würde. Von Autodoc war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Autodoc wollte Insidern zufolge eigentlich schon vergangenes Jahr an die Börse. Im Sommer hatten mehrere mit der Sache vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters gesagt, das 2008 gegründete Unternehmen bereite für Herbst einen Börsengang vor und könne bei der Emission mit rund fünf Milliarden Euro bewertet werden. In der Zeitung hieß es nun, Autodoc behalte das Ziel einer Aktienplatzierung weiterhin im Auge. Die Bewertung beim möglichen Einstieg eines Investors sei unklar, werde aber wohl unter den fünf Milliarden Euro liegen. Das Blatt zitierte einen Autodoc-Sprecher mit der Aussagen: "Für ein Unternehmen, das zu den führenden seiner Branche in Europa gehört, gibt es zahlreiche Optionen, die wir uns fortlaufend anschauen und bewerten." Autodoc bietet mit mehr als 4000 Mitarbeitern über das Internet 2,5 Millionen Teile für 166 Automarken an.

08.05 Uhr - Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe nähert sich der schwarzen Null. Sie rentiert bei minus 0,013 Prozent, nach minus 0,024 Prozent am Vortag. Im Sog des Ausverkaufs bei den US-Bonds werfen Investoren auch deutsche Titel aus ihren Depots.

07.36 Uhr - Siemens-Aktien legen nach dem Verkauf der Straßenverkehrstechnik-Tochter im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um knapp ein halbes Prozent zu. Der italienische Infrastrukturkonzern Atlantia übernimmt Yunex Traffic für 950 Millionen Euro.

07.20 Uhr - Spekulationen auf eine mögliche geldpolitische Überraschung der US-Notenbank Fed treiben die Renditen von US-Staatsanleihen weiter an. Die richtungweisenden zehnjährigen US-Treasuries rentieren mit plus 1,855 Prozent und legen damit um mehr als sechs Basispunkte zu. "Es scheint eine geringe Chance zu bestehen, dass die Fed zu Beginn des Straffungszyklus etwas aggressiver vorgehen will", sagte Eugene Leow, Stratege bei der DBS Bank in Singapur. Die Fed tritt nächste Woche zusammen, nachdem sie zuvor in recht aggressiven Äußerungen die Bereitschaft der Zentralbank unterstrichen hat, angesichts der hartnäckig hohen Inflation zu handeln.

rtr/dpa-AFX