Steigende Zinsen gelten gemeinhin als Gift für Aktienkurse. Doch ist das immer so? Bei einigen Papieren gilt genau das Gegenteil.

Anziehende Inflation, wachsende staatliche Schuldenberge und ein harter Kampf um die Gunst der Gläubiger – all das schraubt die Zinsen derzeit in die Höhe. Wie überall in der Geschäftswelt gilt: Hohe Nachfrage treibt die Preise. Die Folge: Anleihen lohnen sich wieder. So rät der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock Investoren dazu, US-Staatsanleihen aufzustocken. Im Gegenzug hat er amerikanische Aktien diese Woche auf „Neutral“ abgestuft.

Doch die wachsende Konkurrenz am Kapitalmarkt durch Zinspapiere setzt keineswegs allen Aktien zu. Auf die Auswahl kommt es jetzt an. Denn die Regel, dass steigende Zinsen Aktienkurse drücken, stimmt in dieser Absolutheit schlichtweg nicht.

Der Vermögensverwalter HQ Trust hat den Zusammenhang zwischen Aktien- und Anleihekursen von 1978 bis heute genau untersucht. Das Ergebnis: Mitunter bringen Aktien in Phasen von Zinserhöhungen sogar mehr Rendite als zuvor. „Der Technologiesektor schlug den Gesamtmarkt in acht von zehn Zinserhöhungsphasen und erzielte dabei eine durchschnittliche Outperformance von 13,2 Prozent“, weiß Analyst Sebastian Dörr. Auch die Industrie- und Rohstoffbranche schnitten positiv ab, andere hingegen büßten tatsächlich ein. Im Einzelfall spielt jetzt die Verschuldung eines Unternehmens eine entscheidende Rolle. In der Top-Story der neuen Ausgabe von €uro am Sonntag finden Sie sechs Aktien, mit denen Anleger den steigenden Zinsen davonlaufen können.

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Foto: Börsenmedien AG

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