Gewinnen, wenn andere glücklich sind
· Börse Online Redaktion
Gleichzeitig verfolgt Knuckey beim Sycomore Happy@Work einen SRI-Ansatz, so dass sie nicht in Kernkraft, Rüstungs- und Tabakwerte investiert. Auch auf Öl und Gas werte verzichtet sie und Finanzwerte gewichtet sie stark unter, weil es dort an "guten Referenzen in den Bereichen Human Ca pital und ESG" fehle, wie sie betont. Gleich wohl rühmt sie Svenska Handelsbanken als "ausgezeichnetes Gegenbeispiel", weil die schwedische Bank in ihrem Portfolio einer der höchsten "H@W"Scores erziele.
Im Portfolio hält Knuckey vor allem französische Werte. In den beiden vergan genen Jahren hat sie diesen Anteil jedoch leicht von 81 auf 76 Prozent reduziert. Zu gekauft hat sie stattdessen asiatische Werte wie AIA Group und Tencent sowie US-Titel wie Applied Materials, Costco und Lowe’s. Überdies hat sie den Small und MidCap Anteil von 56 auf 47 Prozent gesenkt.
Erfolgreich war Knuckey zuletzt vor allem mit Technologie und Industriewerten. Als Beispiel nennt sie die italienische Technogym, die die jüngsten Olympischen Winterspiele in Pyeongchang offiziell mit Fitnessgeräten belieferte. Gut liefen auch der Online-Möbelhändler Maisons du Monde und der IT-Wert Sopra Steria, die beide aus Frankreich stammen.
Fazit: Die Kombination aus "Happy@Work" sowie nachhaltigen und traditionellen Kriterien ist ungewöhnlich. Bislang geht das Konzept des Sycomore-Fonds aber auf.
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