Die Manager des mit Note eins beurteilten Fonds suchen nach unterbewerteten Aktien. Trotz der starken Rally werden sie weiterhin fündig

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 15. Juli in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 30/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.

Das Wort „Renshō“ begegnet Lesern japanischer Finanzmagazine derzeit öfters. Übersetzt bedeutet es „aufeinanderfolgende Siege“ – eine treffende Formulierung für den Kursaufschwung des japanischen Aktienmarkts. In drei Monaten legte der MSCI Japan um elf Prozent zu, seit Jahresbeginn weist der Index ein Plus von 17 Prozent auf, innerhalb eines Jahres kletterte er um 36 Prozent. 

Trotz bevorstehender Zinserhöhungen spricht viel dafür, dass die Dynamik am Finanzplatz Tokio anhält. Laut dem im Juni veröffentlichten Tankan-Bericht der Bank of Japan stieg der Stimmungsindex für große Industrieunternehmen bereits das fünfte Quartal in Folge. Auch im Dienstleistungssektor hellten sich die Perspektiven einmal mehr auf. 

Für ein nachhaltiges Momentum sprechen zudem die Prognosen der Wertpapierhäuser. SMBC Nikko Securities beispielsweise erwartet bei 250 Large-Cap-Titeln für das laufende Geschäftsjahr einen Anstieg des Nettogewinns im Schnitt um über 19 Prozent. Bereits im Geschäftsjahr 2025/2026 hatten die Unternehmen Rekordgewinne verbucht. 

Auslöser der Rally in Tokio ist die Reform­agenda von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi. Mit milliardenschweren staatlichen Förderprogrammen und steuerlichen Vergünstigungen will sie die Unternehmen motivieren, ihre hohen Liquiditätsreserven nicht länger zu horten, sondern die Mittel in Forschung, Innovation und in die Herstellung global wettbewerbsfähiger Produkte zu stecken. Ihr Ziel: Bis zum Jahr 2040 will Takaichi das nominale jährliche Bruttoinlandsprodukt Japans von derzeit 4,2 Billionen auf etwa 6,8 Billionen US-Dollar steigern. 

Mit dem JPM Japan Strategic Value nutzen Anleger die sich daraus ergebenden Börsenchancen. Die beiden Fondsmanager Geoff Hoare und Yuki Suenaga investieren gezielt in japanische Titel, die noch unter ihrem inneren Wert notieren. Zu den Top-Positionen zählt Sony. Das Unternehmen verdient Geld mit Gaming, Musik und vor allem mit Bildsensoren, die in Digitalkameras, Robotern oder autonomen Fahrzeugen eingesetzt werden. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von um die 16 ist der Titel noch nicht zu teuer. 

Weiterhin Chancen sehen die Fondslenker auch beim Versicherungskonzern Tokio Marine. Die Aktie erzielte in drei Jahren 104 Prozent. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 sehen die Manager noch keinen Grund, Gewinne mitzunehmen. 

Fazit

 Japans Unternehmen sind guter Stimmung. Wirtschaftsreformen treiben nachhaltig die Börsenkurse. In drei Jahren legte der mit Note eins beurteilte JPM Japan Strategic Value um 87 Prozent zu.

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