In der neuen Welt-Unordnung setzen Staaten und Verbünde wie die EU auf strategische Unabhängigkeit. Die Analyse des Autonomie-Trends – und wie Anleger daran verdienen.
Die globale Wirtschaft ist im Umbruch. Lange galt die Idee, dass Handel, Vernetzung und offene Märkte automatisch Wohlstand schaffen. Heute zeigt sich: Sicherheit, Abhängigkeiten und politische Macht zählen wieder stärker. Staaten und Unternehmen denken um - und investieren in jene Bereiche, die für ihre Handlungsfähigkeit entscheidend sind.
Dazu gehören vor allem Energie, Halbleiter, künstliche Intelligenz, Industrie und Verteidigung. Wer hier zu stark von anderen Ländern abhängt, macht sich verwundbar. Genau deshalb rückt der Begriff der strategischen Autonomie immer stärker in den Mittelpunkt wirtschaftlicher und politischer Entscheidungen.
Ein Blick auf die Energiepreise zeigt, wie groß der Druck bereits ist. Das ist nicht nur ein Nachteil für Verbraucher, sondern vor allem für Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen.
Doch es geht nicht nur um Kosten, sondern um die Frage, wie sich Volkswirtschaften künftig absichern. Die EU plant Milliardenprogramme für Energie, Chips und Verteidigung, auch andere Regionen stocken ihre Ausgaben massiv auf. Damit entstehen neue Chancen für Unternehmen, die an diesen Schlüsselstellen der neuen Weltordnung tätig sind.
Für Anleger eröffnet das interessante Möglichkeiten. Spezialisierte Fonds setzen genau dort an, wo die großen politischen und wirtschaftlichen Trends zusammenlaufen. Einer davon ist der DWS Invest Critical Technologies, der auf Schlüsseltechnologien wie KI, Halbleiter und Robotik ausgerichtet ist. Fondsmanagerin Madeleine Ronner bringt es auf den Punkt:
„Wer unabhängig sein will, muss technologisch vorne liegen.“
Das ist die eigentliche Botschaft hinter dem Trend zur strategischen Autonomie: Es geht nicht um kurzfristige Schlagzeilen, sondern um einen langfristigen Umbau der Weltwirtschaft. Und genau daraus können sich für Anleger Chancen ergeben, die noch am Anfang stehen.
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