Wer vor 100 Jahren 1.000 Dollar in den S&P 500 investiert hätte, besäße heute rechnerisch ein Vermögen von rund 22,5 Millionen Dollar. Auch heute können Anleger mit den passenden ETFs langfristig vom Wachstum großer US-Unternehmen profitieren.

Wer vor rund 100 Jahren 1.000 US-Dollar in den US-Aktienmarkt investiert und die Dividenden konsequent wiederangelegt hätte, wäre heute rechnerisch sehr vermögend. Aus den 1.000 Dollar hätten in einer historischen Langfristberechnung ungefähr 22,5 Millionen US-Dollar werden können – vor Steuern, ETF-Kosten und sonstigen Gebühren. Das Millionen-Ergebnis zeigt die Macht des Zinseszinseffekts, eines extrem langen Anlagezeitraums und wiederangelegter Dividenden.

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Die 100-Jahres-Bilanz des S&P 500

Eine historische S&P-500-Gesamtrendite von ungefähr 10 bis 10,5 Prozent pro Jahr nominal führte über 100 Jahre zu einer Vervielfachung um mehr als das 20.000-Fache.

Eine historische Berechnung kommt für 100 Dollar, die zu Beginn des Jahres 1926 investiert und inklusive aller Dividenden wiederangelegt wurden, bis Ende 2026 auf rund 2,246 Millionen Dollar. Übertragen auf 1.000 Dollar ergibt das:

1.000 Dollar × 22.461 = rund 22,46 Millionen Dollar

Die Berechnung unterstellt, dass das Geld durchgehend investiert blieb und sämtliche Dividenden reinvestiert wurden. Die zugrunde liegende historische Reihe beginnt 1926 mit dem damaligen Composite Index beziehungsweise S&P 90; erst 1957 wurde der Index auf die heute bekannten 500 US-Unternehmen erweitert.

Die Rendite verlief allerdings nie gleichmäßig: Es gab Börsencrashs, lange Seitwärtsphasen und Jahre mit hohen Verlusten. Die historische Rechnung berücksichtigt außerdem nicht automatisch Steuern, ETF- und Depotkosten, Spreads oder Wechselkurse. 

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Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Die drei interessantesten S&P-500-ETFs für Anleger in Deutschland

Auch deutsche Anleger können am Erfolg des S&P 500 teilhaben - und zwar mittels eines ETFS. Dabei sind neben niedrigen Kosten auch die UCITS-Zulassung, der Fondsdomizil, die Besteuerung, die thesaurierende oder ausschüttende Variante, die Liquidität und der konkrete Broker wichtige Faktoren. Hier ist eine kleine Auswahl für langfristige Anleger, die gezielt den S&P 500 abbilden möchten.

1. SPDR S&P 500 UCITS ETF (Acc) – SPYL

ISIN: IE000XZSV718

Thesaurierend, Irland, TER: rund 0,03 Prozent

SPYL ist die kostengünstigste der drei vorgestellten Lösungen und eignet sich besonders für langfristige Sparplan-Anleger. Der Nachteil: Der Fonds wurde erst Ende 2023 aufgelegt und hat daher eine kürzere Historie.

2. iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) – CSPX

ISIN: IE00B5BMR087

Thesaurierend, Irland, TER: rund 0,07 Prozent

CSPX ist ein sehr etablierter ETF mit langer Historie und großer Fondsbasis. Er ist interessant für Anleger, die Größe und eine breite Verfügbarkeit höher gewichten als die niedrigste Kostenquote.

3. Vanguard S&P 500 UCITS ETF (USD) Accumulating – VUAA

ISIN: IE00BFMXXD54

Thesaurierend, Irland, TER: rund 0,07 Prozent

VUAA bietet eine etablierte Vanguard-Lösung für langfristiges Kaufen und Halten. Im Vergleich zu SPYL ist er teurer, im Vergleich zu CSPX aber ähnlich positioniert.

Die genannten Kosten, Ticker und Produkte können sich ändern. Vor dem Kauf sollten Anleger das aktuelle Basisinformationsblatt und die Verfügbarkeit beim eigenen Broker prüfen. 

SPDR 500 UC DLA (WKN: A3EUC1)

Weiterführende Links

Wichtige Hinweise für deutsche Anleger

In der Praxis sind die Unterschiede zwischen den drei Fonds kleiner, als es die Rangliste vermuten lässt. Bei einem Sparplan können die Gebühren des Brokers, der Spread und die Möglichkeit eines kostenlosen Sparplans wichtiger sein als vier Basispunkte Unterschied bei der jährlichen Fondsgebühr.

Und: Für Anleger in Deutschland sind irische UCITS-ETFs wie SPYL, CSPX oder VUAA häufig praktischer, weil US-ETFs bei europäischen Brokern nicht immer regulär kaufbar sind. Thesaurierend bedeutet außerdem nicht steuerfrei: Vorabpauschale und Besteuerung beim Verkauf können relevant sein. Die konkrete Belastung hängt von der persönlichen Situation und dem jeweiligen Steuerjahr ab.

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