Die gesetzliche Rente deckt selten den Lebensstandard, den sich viele Anleger vorstellen. 1000 Euro Rente zusätzlich sind da sehr willkommen - und je nach Startalter auch erreichbar.
1.000 Euro mehr Rente durch Geldanlage sind machbar. Wer sich diese Summe im Ruhestand sichern will, sollte allerdings früh mit dem Sparen beginnen, denn der Zinseszins arbeitet nur, wenn man ihm genug Zeit gibt.
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Wie viel Geld muss ich ansparen für 1000 Euro zusätzliche Rente?
Als Faustregel gilt die 4-Prozent-Regel: Wer jährlich vier Prozent seines Vermögens entnimmt, kann theoretisch über Jahrzehnte entnehmen, ohne das Kapital aufzubrauchen. Für 12.000 Euro Jahresrente braucht man demnach rund 300.000 Euro, gerechnet in heutiger Kaufkraft. Ob diese Regel auch künftig trägt, ist unter Fachleuten umstritten. Wer vorsichtiger planen will, kommt mit einer Entnahmerate von drei Prozent auf 400.000 Euro.
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Wo investiere ich das Geld am besten?
Die Frage nach dem richtigen Anlageprodukt ist für viele wichtiger als die nach der Sparrate, dabei entscheidet sie weniger über das Ergebnis, als es scheint. Für eine Altersvorsorge über 20 bis 30 Jahre gelten breit gestreute Aktienfonds und ETFs seit Jahrzehnten als naheliegende Basis, weil sie Rendite- und Risikochancen vieler Unternehmen bündeln und die Kosten niedrig halten. Wer Schwankungen nicht aushält, kann den Anteil an Anleihen erhöhen, muss dann aber mit geringeren Erträgen rechnen. Zudem gibt es mit dem neuen Altersvorsorgedepot auch die Option, mithilfe staatlicher Zulagen zu sparen.
1000 Euro Rente: Der Startzeitpunkt entscheidet
Die vereinfachte Rechnung setzt eine reale Rendite von drei Prozent pro Jahr nach Inflation voraus, was bei einer breit gestreuten Anlage in Aktien und Anleihen ein realistischer, aber kein garantierter Wert ist.
Wer mit 30 Jahren beginnt und bis 67 spart, muss dafür monatlich rund 380 Euro zurücklegen. Wer erst mit 40 startet, hat nur noch 27 Jahre Zeit und braucht etwa 615 Euro im Monat, also gut 60 Prozent mehr. Wer stattdessen einen Einmalbetrag anlegen möchte, benötigt mit 30 etwa 100.500 Euro, mit 40 rund 135.000 Euro.
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Stellschrauben: Was die Rechnung verändert
Natürlich gibt es bei dieser Rechnung auch einige Stellschrauben. Eine höhere Rendite senkt beispielsweise die nötige Sparrate deutlich: Mit fünf Prozent nominaler Rendite, also ohne Abzug der Inflation, reichen mit 30 etwa 245 Euro im Monat, mit 40 rund 455 Euro. Diese Werte sind jedoch nur eingeschränkt vergleichbar, weil 1.000 Euro im Jahr 2063 weniger Kaufkraft haben als heute.
Hinzu kommen Steuern. Abgeltungsteuer und Vorabpauschale schmälern die Rendite, und wer das nicht berücksichtigt, unterschätzt den Sparbedarf. Wenn es also um 1000 Euro reine Kaufkraft geht, muss man mit viel mehr Geld (ca. + 20 Prozent) rechnen.
Fazit: Zeit ist am wichtigsten
Die Rechnung zeigt vor allem eines: Zeit ist der wichtigste Hebel. Wer mit 30 ein Sparprogramm startet, muss deutlich weniger aufbringen als jemand, der zehn Jahre später beginnt. Ein regelmäßiger Sparplan gibt dem Kapital die Chance, über Jahrzehnte zu wachsen.
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Häufige Fragen
Kann ich mit 40 noch sinnvoll für die Rente sparen?
Ja, auch wer erst mit 40 beginnt, kann noch einiges erreichen. Der Zeitraum bis zum Rentenbeginn ist kürzer, daher fällt die monatliche Sparrate höher aus. Hilfreich sind dann ein frühzeitiger Sparplan, die Prüfung möglicher Vorsorgeoptionen und ein realistischer Blick auf die gesetzliche Rente.
Reicht die gesetzliche Rente für einen guten Lebensstandard aus?
In vielen Fällen nicht vollständig. Die gesetzliche Rente soll einen Teil des Einkommens ersetzen, nicht den gesamten Lebensstandard. Den Rentenbescheid kann man bei der Deutschen Rentenversicherung einsehen und mit dem Wunschbedarf vergleichen.
Ist ein ETF-Sparplan für die Altersvorsorge geeignet?
Für einen langfristigen Anlagehorizont gilt ein breit gestreuter ETF-Sparplan als verbreitete Option, weil er Kosten niedrig hält und Chancen vieler Unternehmen bündelt. Er ist aber mit Kursschwankungen verbunden, weshalb die eigene Risikobereitschaft entscheidend ist.