Immobilienfonds gelten als sichere Anlage, doch das dürften 50.000 Anleger dieser deutschen Fondsgesellschaft anders sehen. Aktuell dominieren hier in erster Linie Nachrichten rund um Insolvenz, Chaos und Ungewissheit.
Die Deutsche Finance Group ist eine Fondsgesellschaft mit Sitz in München. Investieren können Anleger hier in Immobilien- und Infrastrukturprojekte.
Insgesamt kauften rund 50.000 Investoren mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro die 24 Publikumsfonds. Doch niemandem dürfte beim Kauf klar gewesen sein, was folgen würde.
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Insolvenz, Chaos und Ungewissheit bei deutschen Immobilienfonds
Denn bei der Deutschen Finance Group gibt es ernsthafte Schwierigkeiten. So hat beispielsweise die Geschäftsführung des DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II einen Insolvenztatbestand festgestellt. Anleger müssen mit einem Totalverlust rechnen.
Gleichzeitig dürften sich auch Investoren in anderen Fonds immer mehr Fragen stellen. Jahresabschlüsse sind überfällig, Kommunikation gibt es kaum. Inzwischen hat sogar die Bundesfinanzaufsicht eingegriffen.
„Die DF Deutsche Finance Investment GmbH muss der BaFin Auskünfte erteilen und Unterlagen vorlegen“, hieß es von der Aufsicht. Dazu wurde in einer seltenen und drastischen Maßnahme sogar ein Sonderbeauftragter entsandt.
„Mithilfe der Auskünfte und Unterlagen will sich die BaFin ein eigenes Bild von der Ordnungsmäßigkeit der Verwaltung geschlossener Publikumsfonds verschaffen, die von der Kapitalverwaltungsgesellschaft verantwortet werden“, heißt es in einer Mitteilung der BaFin.
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Probleme über Probleme
Bei der Deutschen Finance Group gibt es also eine Vielzahl von Problemen. Auch der erste Privatanleger hat bereits Klage eingereicht. Mit institutionellen Kunden wie Krankenkassen, Versorgungswerken und Versicherungen bestehen bereits Streitigkeiten.
Ob Anleger bei dieser Konstellation noch einmal ihr Geld wiedersehen, bleibt abzuwarten. In jedem Fall hat die Deutsche Finance Group eine Reihe ungeklärter Fragen zu beantworten. Investoren müssen sich vorerst auf das Schlimmste einstellen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist beim DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II passiert?
Die Geschäftsführung hat einen Insolvenztatbestand festgestellt. Für die Anleger besteht das Risiko eines Totalverlusts.
Warum hat die BaFin einen Sonderbeauftragten zur Deutschen Finance Group entsandt?
Die BaFin verlangt von der DF Deutsche Finance Investment GmbH Auskünfte und Unterlagen, um die Ordnungsmäßigkeit der Verwaltung geschlossener Publikumsfonds zu prüfen.
Welche Folgen können die Probleme für Anleger der Deutschen Finance Group haben?
Überfällige Jahresabschlüsse, geringe Kommunikation und ungeklärte Fragen sorgen für Unsicherheit. Ob Anleger ihr Geld wiedersehen, bleibt offen; Investoren müssen sich vorerst auf das Schlimmste einstellen