Das Altersvorsorge-Depot verspricht mehr Aktien und höhere Renditechancen. Doch wer seinen Riester-Vertrag auflöst, könnte wertvolle Garantien, eine höhere spätere Rente oder Vorteile für die Familie verlieren.

Mehr Aktien, mehr Renditechancen, ein neues Fördersystem: Zum 1. Januar 2027 soll das Altersvorsorge-Depot die Riester-Förderung ablösen. Da liegt der Gedanke nahe, den alten Vertrag aufzulösen und neu anzufangen. Doch ein Wechsel ist kein Selbstläufer – gerade ältere Riester-Verträge können Vorteile bieten, die im neuen System nicht mehr zu haben sind.

Mehrere Gründe sprechen dafür, erst genau hinzusehen:

Früher in Rente: Je nach Abschlussdatum und Vertragsbedingungen können Riester-Leistungen bereits ab 60 oder 62 Jahren beginnen. Für das Altersvorsorge-Depot ist ein Rentenstart frühestens mit 65 vorgesehen.

Garantien mit bleibendem Wert: Ältere Verträge können einen höheren garantierten Rentenfaktor und eine Beitragsgarantie enthalten. Wer in ein Depot ohne Garantie wechselt, gibt diese Sicherheit auf – und kann bei einem Börsenrückgang kurz vor dem Ruhestand empfindlich getroffen werden.

Mehr Förderung für manche Familien: Besonders mittelbar zulageberechtigte Ehepartner mit Kindern können im Riester-System deutlich höhere Zulagen erhalten. Ein Wechsel kann außerdem Folgen für den Vertrag des Partners haben.

Auch Zusatzleistungen wie eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit können verloren gehen. Und: Der Wechsel ins neue Altersvorsorge-Depot ist endgültig – zurück in den alten Riester-Vertrag geht es nicht.

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