Am 6. Oktober 2025 markierte der Bitcoin (BTC) noch ein Allzeithoch bei 126.219 US-Dollar. Ein Kursniveau, das heute, knapp fünf Monate später, schon fast utopisch anmutet. Seither kennt der BTC im Grunde nur noch eine Richtung: abwärts. Daher fragen sich viele Anleger nun, wie es wohl mittel und langfristig weitergehen wird. Der Versuch einer tieferen Analyse.
Für die Klärung des zu erwartenden mittel- und langfristigen Verlaufs ist die Betrachtung des Wochen- und der Monats-Charts, verschiedener gleitender Durchschnitte sowie technischer Indikatoren wichtig.
Der Bitcoin und seine gleitenden Durchschnittskurse
Der BTC-Kurs befindet sich seit dem 21. Januar durchgehend unter der 50- und der 200-Tage-Linie. Am 17. November 2025 kam es außerdem zur Ausbildung des sogenannten «Todeskreuzes» , also eines Absackens der 50-Tage-Linie unter die 200-Tage-Linie.
Zudem ist der Kurs auch unter die von vielen Trader berücksichtigte 100-Tage-Linie und sogar noch unter die 50-Wochen-Linie gerutscht. Das alles sind überaus negative (bärische) Anzeichen für den weiteren Verlauf. Nun kämpft die Kryptowährung seit dem 5. Februar mit der 200-Wochen-Linie - und es sieht auch dabei aktuell nicht gut aus.
Der aktuelle Kurs steht derzeit mit rund 66.200 US-Dollar nur noch knapp über der Schwelle von 66.100 US-Dollar. Fällt der Kurs darunter, läge er mehr als drei Prozent unter der 200-Wochen-Linie. Dann wäre diese Unterstützung auch bei vorsichtiger Interpretation als signifikant durchbrochen zu betrachten.
Anlass zur Hoffnung für den Bitcoin bei Betrachtung des Wochen- und Monatscharts?
Sowohl im mittelfristig wichtigen Wochenchart wie auch im langfristig bedeutungsvollen Monatschart zeichnet sich momentan keine Trendwende in Richtung steigender Bitcoin-Kurse ab:
Der MACD wie auch der RSI zeigen ein sich weiter eintrübendes, bärisches Bild. Auch die Stochastik zeigt keine Anzeichen für eine Bewegung aus dem überverkauften Bereich zurück in die neutrale Zone.
Wann wird der Bitcoin-Crash beendet sein?
Grundsätzlich finden sich beim langfristig betrachteten Bitcoin-Chart zwei starke charttechnische und eine relevante psychologische Unterstützung:
Die charttechnischen Unterstützungen befinden sich bei rund 70.000 US-Dollar, respektive bei rund 15.000 US-Dollar. Hinzukommt die stets wichtige psychologische Unterstützung bei 50.000 US-Dollar. Die 70.000 US-Dollar-Marke ist bekanntlich bereits gerissen und verwandelte sich nun in einen Widerstand.
Im Monatschart ist zudem seit Oktober 2024 eine Parallelität zur Entwicklung im Zeitraum 2021/2022 erkennbar: Damals brach der Bitcoin um 75 Prozent (!) ein, bevor er in einen neuen Aufwärtstrend startete. Sollte sich dieses Szenario nun wiederholen, müssten sich Anleger in Gedanken mit einem weiteren Kursrückgang auf rund 30.000 US-Dollar befassen. Wann genau der Crash sein Ende finden wird, kann niemand sicher vorhersagen. Aber es gibt gute Argumente für eine Fortsetzung bis in die genannten drei Bereiche von rund 50.000, 30.000 oder15.000 US-Dollar.
Klug agierende Anleger greifen also jetzt nicht ins fallende Messer, sondern warten lieber zuerst eine klare Bodenbildung ab, bevor sie wieder BTCs kaufen - falls überhaupt.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.