Milliardär Dylan Taylor hat es früh zu sehr viel Reichtum gebracht. Sein Tipp: eine ungewöhnliche Strategie bei Gehaltsverhandlungen.
Dylan Taylor wurde schon mit 27 Jahren zum Millionär - und war damit jünger als Investorenlegende Warren Buffett diesen Schritt schaffte. Heute ist er Gründer des Raumfahrttechnologieunternehmens Voyager Technologies. Sein Vermögen verdankt er unter anderem seiner Karriere als Manager, Investor und Unternehmer sowie frühen Investitionen, die ihn zusammen mit dem Börsengang von Voyager zum Milliardär gemacht haben.
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Ungewöhnlicher Tipp: Unternehmensanteile statt mehr Gehalt
Im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin “Fortune” spricht Taylor darüber, wie er erfolgreich wurde und welche Ratschläge er für junge Menschen hat. „Ich glaube, es ist sehr schwierig, viel Geld zu verdienen, wenn man für jemand anderen arbeitet“, sagte der Investor dazu dem Magazin.
„Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, Geld zu verdienen: Einkommen und Unternehmensanteile. Egal, ob man Angestellter oder Gründer ist – ich denke, man sollte auf mehr Unternehmensanteile und ein geringeres Einkommen drängen. Genau das sorgt langfristig für den Zinseszinseffekt.“
Diesen Rat hat Taylor selbst befolgt – lange bevor er sein Vermögen in der Raumfahrtbranche machte. „Ich wollte schon immer lieber Unternehmensanteile als ein höheres Grundgehalt“, sagt er über die Arbeitsverträge, die er zu Beginn seiner Karriere aushandelte. „Ich glaube, das hat sich letztlich als sehr klug erwiesen.“
Taylor verdiente seine ersten Millionen als Manager börsennotierter Unternehmen aus den Bereichen Elektronik, Finanzen und Banken. Gleichzeitig investierte er in Immobilien und verschiedene Unternehmen, darunter Robinhood, Relativity Space und Calm.
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Unternehmensanteile statt Gehalt: “Ich glaube, die meisten Chefs würden das begrüßen”
Taylor räumt allerdings ein, dass sich sein Modell nicht auf jede Branche übertragen lässt. „Wenn man bei einem Hersteller von Industrieventilen in Newcastle arbeitet, bin ich mir nicht sicher, ob man das durchsetzen könnte. Aber wenn es sich um ein Technologieunternehmen handelt, werden dort häufig Aktienoptionen ausgegeben – es gibt also keinen Grund, warum man nicht danach fragen sollte."
Sein Rat richtet sich dabei nicht nur an Gründer oder Führungskräfte mit besonders viel Verhandlungsspielraum. Taylor ist überzeugt, dass selbst ein 24-Jähriger, der erst seit einigen Jahren im Berufsleben steht, nach Unternehmensanteilen statt nach einem höheren Gehalt fragen kann.
Seiner Meinung nach könnten die meisten Arbeitgeber davon sogar beeindruckt sein, weil eine solche Forderung zeige, dass jemand ernsthaft am langfristigen Erfolg des Unternehmens interessiert sei. „Wenn jemand zu dir käme und sagen würde: ‚Ich möchte tatsächlich weniger Geld verdienen, aber dafür einen größeren Anteil an dem Wert erhalten, den wir gemeinsam schaffen‘ – ich glaube, die meisten Chefs würden das begrüßen, sofern sie nicht völlig unsicher sind und diese Person als Bedrohung sehen.“
Unternehmensanteile sind nicht ohne Risiko
Für Beschäftigte ist der Tausch von Gehalt gegen Unternehmensanteile allerdings nicht ohne Risiko. Aktienoptionen können zwar im Erfolgsfall hohe Gewinne ermöglichen, sind aber häufig an Bedingungen wie eine bestimmte Beschäftigungsdauer oder einen späteren Börsengang geknüpft. Außerdem kann der Wert der Anteile stark schwanken oder im schlimmsten Fall vollständig verloren gehen. Deshalb sollten Arbeitnehmer genau prüfen, welche Rechte mit den Anteilen verbunden sind und wie realistisch eine Wertsteigerung tatsächlich ist.
Sein anderer Ratschlag für junge Menschen, die Vermögen aufbauen wollen, ist fast genauso gewagt wie die Bitte an den Chef um Unternehmensanteile: eine sogenannte Barbell-Anlagestrategie. Dabei wird der Großteil des Geldes in etwas vergleichsweise Sicherem angelegt, während ein kleinerer Teil in risikoreichere Anlagen mit potenziell höheren Renditen fließt.
„Man könnte 70 Prozent seines Geldes im FTSE 100 und 30 Prozent in Bitcoin anlegen“, sagt Taylor. „Es klingt verrückt, aber ich glaube, solche Strategien funktionieren.“
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Häufige Fragen
Was ist Dylan Taylors ungewöhnlicher Gehalts-Tipp?
Dylan Taylor empfiehlt, bei Gehaltsverhandlungen nicht ausschließlich auf ein möglichst hohes Grundgehalt zu setzen. Stattdessen sollten Beschäftigte – sofern möglich – auch über Unternehmensanteile oder Aktienoptionen verhandeln. Diese können langfristig stärker im Wert steigen als ein höheres laufendes Einkommen, bringen aber auch ein höheres Risiko mit sich.
Warum können Unternehmensanteile besser sein als ein höheres Gehalt?
Unternehmensanteile ermöglichen Beschäftigten, direkt am langfristigen Erfolg eines Unternehmens beteiligt zu sein. Steigt der Wert der Firma, können auch die Anteile deutlich an Wert gewinnen. Allerdings hängt ihr tatsächlicher Nutzen von Bedingungen wie der Haltedauer, einem möglichen Börsengang und der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens ab.
Was ist die Barbell-Anlagestrategie, die Taylor empfiehlt?
Bei der Barbell-Strategie wird das Vermögen auf zwei sehr unterschiedliche Anlagebereiche verteilt: Der größere Teil fließt in vergleichsweise sichere Anlagen, während ein kleinerer Anteil in risikoreiche Investments mit höheren möglichen Renditen investiert wird. Taylor nennt als Beispiel eine Aufteilung von 70 Prozent in den FTSE 100 und 30 Prozent in Bitcoin. Eine solche Strategie sollte nur nach sorgfältiger Prüfung der eigenen Risikobereitschaft verfolgt werden.
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