Das Risiko einer Schuldenkrise in Europa steigt weiter und wird durch Donald Trump stark nach oben getrieben. Darum ist das Problem so akut und das müssen Anleger wissen.

Weltweit steigen aktuell die Anleiherenditen und die Sorgen um eine Schuldenkrise wachsen. Doch speziell in Europa scheint sich die Situation enorm zuzuspitzen. Denn zu der brisanten Verschuldungssituation Frankreichs kommen noch neue Drohgebärden von Donald Trump.

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Gefahr für Europa

So will Trump angesichts der stark steigenden Dieselpreise den Rohstoff nicht mehr exportieren, nachdem immer weniger Treibstoff aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten und der Ukraine fließt.

„Ich habe gesagt: ‚Lasst uns den Diesel nicht exportieren‘“, sagte Trump auf die Frage nach den zunehmenden Forderungen republikanischer Abgeordneter nach einem Exportstopp. „Ich habe das innerhalb meiner Fraktion gefordert. Ich habe darüber gesprochen.“

Zwar hat Trump in den USA einige Gegenstimmen, doch es wäre nicht das erste Mal, dass der US-Präsident gegen den Willen zahlreicher Volksvertreter agiert. Momentan liegen die Chancen für ein Diesel-Exportverbot bis zum 31. Oktober laut Polymarket bei 28 Prozent.

Für Europa wäre dies in jedem Fall eine Katastrophe, da man spätestens seit dem Ukraine-Krieg stark von US-Importen abhängig ist. “Für Europa braut sich ein perfekter „Energiesturm“ zusammen”, kommentierte Volkswirt Folker Hellmeyer von Netfonds am Donnerstag.

Risiko neuer Schuldenkrise steigt plötzlich rasant

Denn dies könnte sich dramatisch auf die Finanzstabilität auswirken. Kommt es zu wirtschaftlichen Einbußen durch mangelnden oder teuren Treibstoff in hoch verschuldeten Nationen wie Frankreich, könnte dies endgültig zu einer neuen Finanzkrise führen. Schon jetzt befinden sich hier die Renditen der Staatsanleihen auf demselben Niveau wie 2008. Eine stark steigende Tendenz, die die Unsicherheit der Marktteilnehmer ausdrückt.

Gleichzeitig steht Frankreich vor einer zunehmenden Treibstoffknappheit, wie der Kobessi Letter schon vor einigen Tagen berichtete. Laut den neuesten Daten der französischen Regierung melden 11 Prozent der Tankstellen im Land, dass sie entweder kein Benzin oder Diesel mehr vorrätig haben.

Kommt die nächste Schuldenkrise?

Die Situation in der Eurozone wird also brenzliger. Zwar ist sie noch von den Niveaus der Finanz- oder Eurokrise entfernt, aber es ist definitiv klar, dass sich die Warnsignale mehren und die Instabilität des französischen Finanzhaushaltes ein wachsendes Problem wird. Abzuwarten bleibt, was in den nächsten Tagen im Weißen Haus entschieden wird.

Für Anleger, die sich in dieser Situation sicher aufstellen wollen, empfiehlt sich ein Blick auf den BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index.

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Häufig gestellte Fragen

Warum steigt das Risiko einer neuen Schuldenkrise in Europa?

Das Risiko steigt durch die hohe Verschuldung Frankreichs, weltweit zunehmende Anleiherenditen und mögliche wirtschaftliche Einbußen infolge eines Diesel-Exportstopps der USA. Hohe oder fehlende Treibstoffversorgung könnte die Finanzstabilität hoch verschuldeter Länder zusätzlich belasten.

Welche Auswirkungen hätte ein Diesel-Exportverbot der USA auf Europa?

Europa könnte durch einen Diesel-Exportstopp besonders stark getroffen werden, weil es spätestens seit dem Ukraine-Krieg von US-Importen abhängig ist. Ein Verbot könnte zu mangelndem oder teurem Treibstoff und damit zu einem „Energiesturm“ führen.

Woran zeigen sich die wachsenden finanziellen Risiken für Frankreich?

Die Renditen französischer Staatsanleihen liegen auf dem Niveau von 2008 und steigen weiter. Gleichzeitig melden 11 Prozent der Tankstellen in Frankreich, dass sie entweder kein Benzin oder keinen Diesel mehr vorrätig haben.

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