Hackern ist es gelungen, die Datenbanken der V-Bank anzugreifen. Die bekannte Depotbank berichtet von einer professionellen Attacke. Ziel waren personenbezogene Daten von Kunden und Partnern der Bank. Die Täter griffen nicht auf Konten zu.

Am Montag kam es zu einem Hackerangriff auf die größte Depotbank Deutschlands für unabhängige Vermögensverwalter. Das Unternehmen informierte bereits Kunden und Partner über das Datenleck. Der Hackerangriff traf nicht direkt die Infrastruktur der Bank, sondern einen externen IT-Dienstleister, dessen Systeme den Angriff nicht abwehrten. Dabei kompromittierten die Hacker laut Aussage der V-Bank auch Kundendaten.

Kundendaten der V-Bank von Hackerangriff betroffen

Die Münchner V-Bank verwaltet rund 73.000 Konten und Depots. 2025 lag das verwaltete Vermögen bei etwa 66 Milliarden Euro. Der Kundenkreis besteht hauptsächlich aus Family-Offices und Stiftungen.

Infolge des Cyberangriffs hat die V-Bank bereits ihre Kunden informiert. "Seit Bekanntwerden des Vorfalls arbeiten wir gemeinsam mit internen und externen Experten für Cyber-Vorfälle mit Hochdruck daran, den Sachverhalt abschließend aufzuklären. Unser oberstes Ziel ist es, die Auswirkungen zu minimieren und möglichen Schaden für unsere Kunden und Geschäftspartner zu verhindern. Die forensischen Untersuchungen dauern derzeit an. Mit heutigem Datum informieren wir unsere Kunden und Geschäftspartner", hieß es in einem Statement, das BÖRSE ONLINE vorliegt. Den Tätern sei es jedoch nicht gelungen, Zugriff auf Konten zu erhalten. Somit seien sämtliche Legitimationsdaten wie Passwörter oder Benutzernamen weiterhin geschützt. Die Bank hat betonte zudem, dass kein Abfluss von Geldern stattgefunden habe.

Cyberkriminalität in Deutschland nimmt zu

Das BKA hat im Mai eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der die Behörde vor einem Zuwachs an Cyberkriminalität in Deutschland warnt. "KI-basierte Werkzeuge gewinnen im Bereich Cybercrime zunehmend an Bedeutung. Cyberkriminelle nutzen KI, um Angriffe schneller, gezielter und professioneller durchzuführen. Gleichzeitig eröffnen KI-Technologien neue Möglichkeiten für die IT-Sicherheit und die frühzeitige Erkennung von Schwachstellen", heißt es vom Bundeskriminalamt.

Auch Anthropic hat vor Kurzem für Aufsehen gesorgt als das KI-Modell Claude Mythos zahlreiche Sicherheitslücken, auch im Finanzwesen, aufdeckte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie gefährdet sind Kundendaten nach einem Hackerangriff wirklich?

Gestohlene Kundendaten können auch ohne direkten Kontozugriff problematisch sein, weil sie für Phishing, Identitätsdiebstahl oder Social Engineering genutzt werden können. Entscheidend ist daher, welche Daten konkret abgeflossen sind und ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.

Warum sind Finanzdienstleister ein so attraktives Ziel für Cyberangriffe?

Finanzunternehmen verwalten sensible personenbezogene Daten und sind für Angreifer besonders interessant, weil sich daraus sowohl finanzielle als auch strategische Vorteile ziehen lassen. Zudem arbeiten viele Institute mit externen Dienstleistern, was zusätzliche Angriffsflächen schafft.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz bei Cyberangriffen?

KI kann Angriffe effizienter machen, etwa durch überzeugendere Phishing-Nachrichten, automatisierte Analyse von Schwachstellen oder schnelleres Scannen von Systemen. Gleichzeitig hilft sie auch bei der Abwehr, etwa durch Anomalieerkennung und schnellere Reaktion auf verdächtige Aktivitäten.