Die Linke will in Berlin große private Wohnungsbestände vergesellschaften. Das setzt Vonovia unter Druck – eröffnet Anlegern aber zugleich eine interessante Chance mit hohem Kupon und Risikopuffer.

Der Wahlsieg der Linken in Berlin ist für Vonovia ein politischer Warnschuss. Die Partei will die Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbestände zum zentralen Projekt machen. Besonders im Fokus steht Vonovia: Gemeinsam mit der Tochter Deutsche Wohnen besitzt der Konzern in Berlin und Umgebung rund 138.000 Wohnungen.

Ob es tatsächlich zur Enteignung kommt, ist allerdings völlig offen. Zunächst müssten sich SPD, Grüne und Linke auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Danach wären zahlreiche rechtliche und finanzielle Hürden zu nehmen. Allein die möglichen Entschädigungszahlungen könnten Berlin teuer zu stehen kommen. Je nach Berechnung reichen die Schätzungen von wenigen Milliarden bis zu rund 42 Milliarden Euro.

Vonovia bemüht sich derweil um Deeskalation. Vorstandschef Luka Mucic signalisiert Gesprächsbereitschaft und wirbt für mehr Neubau, bezahlbare Mieten und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Auch an der Börse hielt sich der Kursrückgang nach der Berlin-Wahl zunächst in Grenzen. Offenbar sind viele negative Szenarien bereits eingepreist.

Für Anleger, die auf eine Stabilisierung oder Erholung der Vonovia-Aktie setzen, kommt eine Aktienanleihe mit Risikopuffer infrage. Sie bietet einen attraktiven festen Kupon und wird bei einer ausreichend stabilen Aktie zum Nennwert zurückgezahlt. Sollte Vonovia am Bewertungstag jedoch deutlich unter der festgelegten Schwelle notieren, erfolgt die Tilgung in Aktien. Der Kupon wird dabei grundsätzlich gezahlt – dennoch bleibt ein Verlustrisiko bestehen, falls der Aktienkurs stark nachgibt.

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