Die Norisbank und Consorsbank locken seit einigen Tagen mit einer Verzinsung von vier Prozent auf das Tagesgeld. Auch die neue JP Morgan Chase bietet einen ähnlichen Deal - doch wer schneidet tatsächlich am besten ab?

Wenn Anleger sicher ihr Geld verwahren möchten, ohne einen Realverlust zu erleiden, greifen viele zum Tagesgeldkonto. Diese Konten bieten, dank Einlagensicherung, in der Regel ein hohes Maß an Sicherheit. In den letzten Monaten haben Banken ihre Zinsen immer weiter hochgeschraubt und einige bieten jetzt sogar vier Prozent an. Neben der Norisbank und Consorsbank ist auch die neue Chase (JP Morgan) mit dabei. Es stellt sich jedoch die Frage, welches Geldhaus die besten Konditionen für Ihre Bedürfnisse bietet.

Jetzt das Angebot der Consorsbank entdecken*

Top-Zins aufs Tagesgeld

Seit dem 20. Mai ist die digitale Marke der US-Großbank JP Morgan in Deutschland zugänglich. Unter dem Namen Chase vermarktet das amerikanische Finanzinstitut ein Tagesgeldkonto hierzulande. Zum Start lockt die Bank Neukunden mit einem Zinssatz von vier Prozent. Wenig später konterten direkt zwei Altbekannte aus dem Tagesgeldgeschäft und bieten vermeintlich interessantere Deals. Allerdings unterliegen alle Angebote einigen Bedingungen. Welche das sind, erfahren Sie nachfolgend.

Norisbank - Die neue Nummer eins?

Die Norisbank hat sich lange Zeit zurückgehalten. Die Zinsen waren zwar attraktiv, doch Wettbewerber waren größtenteils attraktiver. Jetzt startet jedoch eine Großoffensive, mit der die Direktbank Neukunden überzeugen will. Auf dem Papier steht der höchste Zinssatz (vier Prozent p.a.) für Einlagen bis 250.000 Euro und ein Willkommensbonus über 120 Euro. Allerdings sollten Interessierte einige Dinge vorab wissen. Zum einen müssen Sie zwingend ein Girokonto eröffnen, erst dann gibt es den erhöhten Zins auf das Tagesgeld. Wer die Wechselprämie möchte, muss zudem den Online-Kontowechselservice verwenden und drei Zahlungspartner auf das neue Konto umziehen. Zusätzlich gilt der erhöhte Zins erst ab dem 1. Juli 2026 - dann jedoch für sechs Monate. Wer vorher das Konto eröffnet muss bis zum Aktionsstart mit einer Verzinsung von 0,75 Prozent p.a. rechnen.

• Jetzt zum Angebot der Norisbank wechseln*

Wer später eröffnet, spart kein halbes Jahr, denn der Stichtag ist der 31. Dezember 2026. Wechseln Sie Ihr Konto also zum 1. August, gibt es nur noch fünf Monate lang den erhöhten Zins. Zudem sind Sparer ausgenommen, die derzeit bei der Postbank oder Deutschen Bank als Kunde aktiv sind. Immerhin sind Einlagen bis zu 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Wichtig für den direkten Vergleich ist außerdem die Valuta der Zinsen. Diese schreibt die Norisbank vierteljährlich gut, wodurch der Zinseszinseffekt geringer ausfällt, als etwa bei der folgenden Bank.

Jetzt das Angebot der Norisbank entdecken*

JP Morgan Chase - Die Konkurrenz aus den USA

Mit JP Morgan Chase drängt sich nun die große Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten auch nach Deutschland. Das Startangebot kann sich hier durchaus sehen lassen: Auch hier gibt es direkt 4 Prozent p.a. aufs Tagesgeld. Allerdings gilt dieses Angebot nur für vier Monate. Während die Norisbank beim Folgezins mit 0,75 Prozent p.a. geizt, gibt's bei der Chase satte 2,0 Prozent p.a. nach Ablauf der Aktionsfrist. Der erhöhte Zinssatz gilt zudem für Einlagen bis zu einer Million Euro. Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind jedoch nur 100.000 Euro geschützt. Glücklicherweise ist die JP Morgan Chase bereits Mitglied im Bundesverband deutscher Banken und setzt auf den freiwilligen Einlagensicherungsfonds, der für Einlagen bis zu drei Millionen Euro gilt.

Das Besondere ist hier jedoch die Zinsberechnung. Diese findet täglich statt und mündet in einer monatlichen Gutschrift. Dadurch ist ein deutlich höherer Zinseszinseffekt als bei anderen Direktbanken möglich. Auch der Zwang nach einem Girokonto entfällt, da JP Morgan in Deutschland bisher nur das Tagesgeldkonto vermarktet. Haben Sie bereits eine Anlage bei JP Morgan außerhalb von Chase, werden beide für die gesetzliche Einlagensicherung zusammengerechnet. Einen Willkommensbonus gibt es allerdings nicht.

Consorsbank - Jetzt mit Höchstzins, aber...

Auch die Consorsbank bietet derzeit vier Prozent p.a. auf das Tagesgeldkonto - zumindest dann, wenn Sie Ihr Depot mitnehmen. Denn dadurch eröffnet das Geldhaus automatisch ein Tagesgeldkonto mit dem besagten Zinssatz für Sie mit. Immerhin gilt der Aktionszins für sechs Monate und ist für Einlagen bis zu 50.000 Euro vorgesehen. Allerdings gibt es hier eine weitere Hürde: Nur wer einen Depotübertrag von mindestens 20.000 Euro vornimmt, kann die Aktion mitmachen. Die Ordergebühr in Höhe von 0,95 Euro und der etwas höhere Folgezins von über 0,80 Prozent p.a. als bei der Norisbank sind hier leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

• Jetzt zum Angebot der Consorsbank wechseln*

Bei der Consorsbank gilt ebenfalls die gesetzliche Einlagensicherung über 100.000 Euro. Dennoch kann sich das Angebot der Consorsbank durchaus lohnen.

Jetzt das Angebot der Consorsbank entdecken*

Alle drei Angebote sind gut - unter folgenden Voraussetzungen

Egal, welches der Angebote Sie anspricht, sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Die Norisbank und Consorsbank sind im deutschen Bankenwesen bereits fest verwurzelt und etabliert. Die JP Morgan Chase hingegen ist ein neuer Spieler, der noch nicht lange am Markt verfügbar ist. Dies führt auch dazu, dass das Lock-Angebot zu schön wirkt, um wahr zu sein.

Wer ohnehin sein Girokonto wechseln möchte, erhält bei der Norisbank einen satten Zins und das noch einmal zwei Monate länger als bei Chase. Dementsprechend lohnt sich für diese Personen das Angebot der Deutschen Bank Tochter* am meisten - vor allem durch den Willkommensbonus. Ähnliches gilt für die Consorsbank-Offerte*: Wer sein Depot wechseln möchte, kann bei der Consorsbank recht günstige Gebühren erwarten und erhält zudem einen satten Zins auf nicht genutztes Geld. Wer jedoch nicht risikoscheu ist, kein Allround-Produkt sucht und lediglich die vier Prozent p.a. auf das Tagesgeldkonto abkassiere möchte, ist mit dem Deal von JP Morgan Chase am besten beraten.

Übrigens: Wer in diesem Artikel nicht fündig geworden ist, sollte sich den Tagesgeld-Vergleich von BÖRSE ONLINE näher anschauen.

Weiterführende Links

FAQ

Welche Bank bietet aktuell den höchsten Aktionszins?

Je nach Bedingungen kann die Norisbank, die Consorsbank oder JP Morgan Chase vorne liegen.

Worin unterscheidet sich das Chase-Angebot von den anderen?

Chase punktet vor allem mit täglicher Zinsberechnung und monatlicher Gutschrift.

Für wen lohnt sich das Tagesgeld-Angebot am meisten?

Am meisten profitieren Anleger, die die jeweiligen Zusatzbedingungen wie Girokonto- oder Depotwechsel ohnehin erfüllen.

*Hinweis: In diesem Vergleich kommen teilweise sogenannte Affiliate-Links zum Einsatz. Um Ihnen unsere Informationen kostenlos anbieten zu können, erhalten wir in einigen Fällen Vergütungen, wenn Sie auf Links klicken, die mit einem Sternchen (*) markiert sind. Diese Affiliate-Links und die damit verbundenen Vergütungen haben keinen Einfluss auf unsere Inhalte. Unser oberstes Ziel ist es, Ihnen objektive Inhalte zu bieten und Sie unabhängig zu informieren. Rechtliche Hinweise: Dieser Vergleich stellt keine vollständige Marktübersicht dar (§ 18 Abs. 6 ZKG). Alle Angaben sind ohne Gewähr, Änderungen und Irrtümer vorbehalten.