Das Tagesgeld ist eine beliebte Möglichkeit, um kurzfristig Geld zu parken. Vor allem Neukundenangebote mit hohen Zinsen ziehen immer mehr Kunden an. Wer jedoch nicht nur drei oder vier Monate vom Aktionszins profitieren möchte, sollte jetzt diese Angebote kennen.

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung, der kostenlosen Kontoführung und der täglichen Verfügbarkeit sind Tagesgeldkonten vor allem wegen ihrer Zinsen gefragt. Die höchsten Zinssätze gibt es jedoch meist nur im Rahmen zeitlich begrenzter Aktionen. Nach deren Ablauf sinkt die Verzinsung häufig deutlich.

Das Problem: Einige Anbieter gewähren ihren Aktionszins nur für drei Monate oder weniger. Nachfolgend finden Sie drei Tagesgeldkonten, bei denen der Sonderzins besonders lange garantiert ist oder die sich durch eine attraktive Kombination aus Zins, Laufzeit und Sicherheit auszeichnen.

Postbank - 3,2 Prozent p.a. für ein halbes Jahr

Den Anfang macht die Postbank*. Das Unternehmen bietet mit 3,2 Prozent p. a. zwar nicht den höchsten Zinssatz auf dem Markt, überzeugt dafür mit einer vergleichsweise langen Zinsgarantie. Kunden erhalten den erhöhten Tagesgeldzins sechs Monate lang.

Die Aktion gilt nicht nur für Neukunden, sondern für sogenanntes Neugeld. Damit sind Einlagen gemeint, die bisher weder bei der Postbank noch bei der Deutschen Bank beziehungsweise der Deutsche-Bank-Gruppe angelegt waren und das Guthaben bei der Postbank erhöhen. Somit können auch Bestandskunden profitieren. Dies gilt jedoch nur für Gelder, die zwischen dem 29. Juni und dem 10. August 2026 auf das Tagesgeldkonto eingezahlt werden.

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Den Aktionszins gewährt das Unternehmen vom 15. August 2026 bis zum 14. Februar 2027. Ab dem 15. Februar gilt dann wieder der Nominalzins, der aktuell bei 0,75 Prozent p.a. liegt. Die Zinsgutschrift bei der Postbank erfolgt quartalsweise. Einlagen bei der Postbank sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro geschützt. Darüber hinaus kann der freiwillige Einlagensicherungsfonds greifen, der Einlagen bis zu drei Millionen Euro schützt.

Allerdings sollten Sparer auf das Kleingedruckte achten: Das Angebot gilt nur ab einer Mindesteinzahlung von 2.500 Euro. Zusätzlich dürfen Sparer maximal 250.000 Euro anlegen. Einlagen, die darüber hinausgehen, profitieren nicht mehr vom Aktionszins. Wer allerdings mit diesen Bedingungen einverstanden ist, erhält bei der Postbank eines der interessantesten Tagesgeldangebote einer deutschen Großbank.

Crédit Agricole Savings - 4,0 Prozent p.a. bis zum 31. Januar

Ein weiteres spannendes Angebot hat die französische Crédit Agricole Savings* auf Lager. Garantierte 4,0 Prozent p.a. bis zum 31. Januar 2027 gewährt das Unternehmen. Anders als bei der Postbank gilt dieses Angebot bereits jetzt. Wer hier also früher einsteigt, hat mehr vom Aktionszins. Die Zinsen werden monatlich berechnet und jährlich gutgeschrieben. Einlagen sind bei der Crédit Agricole Savings über den französischen Einlagensicherungsfonds bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde geschützt.

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Das Geldhaus fordert ebenfalls eine Mindesteinzahlung von 10 Euro. Der Aktionszins gilt allerdings nur bis zu einem Anlagebetrag von 10.000 Euro. Für darüber hinausgehende Beträge gilt der Aktionszins nicht. Das Angebot eignet sich deshalb vor allem für Sparer, die einen kleineren Betrag flexibel parken möchten.

Nach dem Ende der Aktion gilt ein variabler Standardzins. Wer 10.000 Euro oder mehr anlegen möchte, sollte außerdem beachten, dass das Tagesgeld Turbo für größere Summen nicht geeignet ist. Für Anleger mit höheren Beträgen empfiehlt sich ein Blick in den Tagesgeld-Vergleich von BÖRSE ONLINE.

VW Bank - 3,1 Prozent p.a. für sechs Monate

Ein Klassiker unter Anlegern: die VW Bank*. Die Autobank bietet in dieser Auswahl den niedrigsten Aktionszins. Dafür erhalten Sparer den Zinssatz sechs Monate lang. Das Angebot gilt nur für Neukunden, die in den vergangenen zwölf Monaten kein Tagesgeldkonto bei der Volkswagen Bank oder der Audi Bank geführt haben.

Die Zinsberechnung und -gutschrift erfolgen monatlich. Dadurch können gutgeschriebene Zinsen im weiteren Verlauf mitverzinst werden. Die VW Bank legt keinen maximalen Anlagebetrag fest. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung ist die Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Für Privatkunden sind Einlagen somit bis zu drei Millionen Euro pro Kunde abgesichert.

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Wer attraktive Zinsen, eine lange Laufzeit und eine hohe Einlagensicherung miteinander verbinden möchte, findet bei der VW Bank ein ausgewogenes Angebot. Der Anschlusszins liegt allerdings deutlich unter dem Aktionszins. Nach Ablauf der sechs Monate sollten Sparer deshalb erneut vergleichen.

Nicht nur auf die Zinsen achten

Wer beim Tagesgeld nur auf die Höhe des Zinssatzes achtet, könnte bei anderen wichtigen Kriterien das Nachsehen haben. Entscheidend sind unter anderem die Dauer der Zinsgarantie, der Zinssatz nach Ablauf der Aktion, die Höhe des maximal verzinsten Betrags, die Einlagensicherung, die Zinsgutschrift und mögliche Voraussetzungen wie ein Girokonto oder eine Mindesteinzahlung.

Es gibt weitere Anbieter mit attraktiven Aktionszinsen, deren Garantie jedoch kürzer ausfällt:

Chase - 4,0 Prozent p.a. für vier Monate*

Bigbank - 4,05 Prozent p.a. für vier Monate*

Consorsbank - 3,4 Prozent p.a. für fünf Monate*

Die genannten Konditionen sollten vor Veröffentlichung noch einmal mit dem jeweiligen Anbieter abgeglichen werden, da sich Tagesgeldangebote kurzfristig ändern können. Für Sparer, die ihr Geld nur wenige Monate parken möchten, können diese Banken dennoch interessant sein. Wer dagegen eine längere Zinsgarantie sucht und nicht ständig das Tagesgeldkonto wechseln möchte, sollte die Postbank oder die VW Bank in Betracht ziehen. Das Angebot der Crédit Agricole Savings ist wegen der 10.000-Euro-Grenze und der möglichen abgelaufenen Abschlussfrist nur für kleinere Beträge interessant.

Wer dennoch auf der Suche nach einem anderen Angebot ist, findet dieses im großen Tagesgeld-Vergleich von BÖRSE ONLINE.

Weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Wie sicher ist Tagesgeld bei einer ausländischen Bank?

Tagesgeld bei einer Bank aus der Europäischen Union unterliegt grundsätzlich der gesetzlichen Einlagensicherung des jeweiligen EU-Landes. Pro Kunde und Bank sind in der Regel bis zu 100.000 Euro geschützt. Sparer sollten dennoch prüfen, in welchem Land die Bank ihren Sitz hat und wie die Abwicklung im Sicherungsfall erfolgt.

Muss ich Tagesgeldzinsen versteuern?

Zinserträge aus Tagesgeld unterliegen grundsätzlich der Kapitalertragsteuer. Wer den Sparer-Pauschbetrag nutzen möchte, sollte der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Bei ausländischen Banken kann es außerdem vorkommen, dass keine deutsche Kapitalertragsteuer automatisch abgeführt wird und die Erträge in der Steuererklärung angegeben werden müssen.

Was passiert nach Ablauf des Tagesgeld-Aktionszinses?

Nach dem Ende der Zinsgarantie gilt in der Regel der variable Standard- oder Anschlusszins der Bank. Dieser kann deutlich niedriger ausfallen als der Aktionszins. Sparer sollten deshalb einige Wochen vor Ablauf prüfen, ob sich ein Wechsel zu einem anderen Tagesgeldkonto lohnt.

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