Eine angebliche Kontobestätigung setzt Bankkunden in Deutschland mit einer Frist von wenigen Stunden unter Druck. Die Verbraucherzentrale warnt: Hinter der Mail steckt ein Betrugsversuch.

Wer diese Woche eine E-Mail mit dem Betreff „Handeln Sie jetzt: Zugang läuft heute ab – Sperrung droht“ erhalten hat, sollte sie nicht öffnen und nicht auf den enthaltenen Link klicken. Die Verbraucherzentrale hat vor dieser Betrugsmasche gewarnt. Die Nachricht gibt sich als Schreiben der Consorsbank aus und verlangt eine „Bestätigung“ der hinterlegten Kontodaten.

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Die Masche: Angebliche Routineprüfung und knappe Frist

Die Mail begründet die Aufforderung damit, dass bei einer routinemäßigen Überprüfung Unstimmigkeiten in den Kontodaten aufgefallen seien. Über den Button „Zugang sofort entsperren“ sollen Empfänger ihre Daten bestätigen. Wer das nicht tue, werde noch am selben Tag um 23:59 Uhr automatisch gesperrt.

Genau diese Kombination ist typisch für Phishing: Der Empfänger soll schnell und ohne nachzudenken handeln. Die drohende Sperre erzeugt Zeitdruck, und genau dieser Druck soll verhindern, dass Betroffene die Nachricht kritisch prüfen.

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Woran Sie die Fälschung erkennen

Die Verbraucherzentrale nennt mehrere typische Warnsignale:

- Unseriöse Absenderadresse: Die Mail kommt nicht von einer offiziellen Adresse der Bank.

- Unpersönliche Anrede: Eine allgemeine Anrede statt Ihres Namens spricht für eine Massenmail.

- Kurze Frist: Eine Sperre innerhalb weniger Stunden ist für eine seriöse Bank unüblich.

- Handlungsdruck durch Drohung: Die angedrohte Kontosperrung soll Sie zu einer schnellen Reaktion bewegen.

- Link in der Mail: Über den Link sollen Sie Ihre Daten eingeben. Genau dorthin führt die Falle.

Was betroffene Bankkunden tun sollten

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, solche E-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keiner Aufforderung darin nachzukommen. Wenn Sie ein Konto bei der Consorsbank haben, sollten Sie Hinweise zu Ihrem Konto ausschließlich über die offizielle Internetseite der Bank oder über die bekannte Banking-App prüfen. Geben Sie die Adresse der Website selbst ein, statt einem Link aus einer Mail zu folgen.

Haben Sie bereits auf den Link geklickt oder Daten eingegeben, sollten Sie umgehend handeln:

- Kontaktieren Sie Ihre Bank über die offiziell bekannte Telefonnummer oder das Postfach in der App, nicht über Angaben aus der Mail.

- Ändern Sie Ihre Zugangsdaten und Ihr Passwort, sofern Sie diese eingegeben haben.

- Prüfen Sie Ihre Kontoumsätze auf unbekannte Buchungen.

- Erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei.

Weiterführende Links

Die Consorsbank im Überblick

Die Consorsbank ist eine Marke der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland mit Sitz in Nürnberg. Bekannt ist sie vor allem für ihre Angebote mit Aktionszinsen beim Tagesgeld. Laut eigenen Angaben betreute die Bank zuletzt rund 1,85 Millionen Kunden in Deutschland. 

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Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass die Consorsbank-Mail eine Fälschung ist? 

Typische Warnsignale sind eine unseriöse Absenderadresse, eine unpersönliche Anrede, eine sehr kurze Frist, die Drohung mit einer Kontosperrung und ein Link in der Mail. Prüfen Sie unbedingt immer solche Nachrichten, bevor Sie reagieren.

Was sollte ich tun, wenn ich bereits auf den Link geklickt oder Daten eingegeben habe? 

Kontaktieren Sie Ihre Bank umgehend über die bekannte Telefonnummer oder das Postfach in der App, nicht über Angaben aus der Mail. Ändern Sie Ihre Zugangsdaten, prüfen Sie Ihre Kontoumsätze auf unbekannte Buchungen und erstatten Sie bei Bedarf Anzeige bei der Polizei.

Sperrt die Consorsbank mein Konto, wenn ich der Aufforderung nicht nachkomme? 

Die Mail stammt nicht von der Consorsbank. Die Verbraucherzentrale stuft sie als Phishing-Versuch ein, der sich nur als Nachricht der Bank ausgibt. Die Frist und die Drohung mit einer Sperre sollen Sie unter Druck setzen. Die Bank sperrt Ihr Konto deshalb nicht, wenn Sie den Link ignorieren. Die Verbraucherzentrale rät ausdrücklich, keiner Aufforderung aus solchen Mails nachzugehen. Hinweise zu Ihrem Konto sollten Sie nur über die offizielle Internetseite der Bank oder die bekannte Banking-App prüfen.