Bitcoin steigt wieder über 80.000 Dollar. Nach der langen Durststrecke nimmt die Kryptowährung Fahrt auf – und bewegt sich zunehmend im Gleichlauf mit Gold.
Bitcoin feiert sein Comeback. Der Kurs der populärsten Kryptowährung ist am Donnerstag im Handelsverlauf weiter gestiegen. Am Freitag notiert der Bitcoin-Kurs unverändert bei rund 81.000 US-Dollar. Ein Experte zieht nun sogar einen Vergleich mit Gold.
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Nachlassende Zinssorgen geben Bitcoin Rückenwind
Nun hat Bitcoin endlich die Marke von 80.000 US-Dollar überwunden. Ein Mix aus nachlassenden Zinssorgen, institutionellem Interesse und der Hoffnung auf politischen Rückenwind aus Washington habe dabei als Zünglein an der Waage fungiert, schrieb Timo Emden, Chefmarktanalyst bei Captrader. Der jüngste Charaktertest scheine damit fürs Erste bestanden.
Der Bitcoin-Kurs hat nach einer monatelangen Durststrecke im August endlich wieder Fahrt aufgenommen. Er liegt jedoch weiterhin unter seinem Jahreshoch, das er im Januar bei knapp 98.000 US-Dollar erreicht hatte. Im Herbst 2025 war Bitcoin auf ein Rekordhoch von gut 126.000 US-Dollar gestiegen.
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Bitcoin und Gold bewegen sich stärker im Gleichlauf
Auch Gold verzeichnete in den vergangenen Tagen erneut einen Preisanstieg – nach einer Rally im August, die in einer kleinen Delle endete. Damit stieg die rollierende 90-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren, während die Korrelation zwischen Bitcoin und dem US-Aktienindex auf ein Einjahrestief fiel. Das spricht gegen die These, Bitcoin verhalte sich wie eine gehebelte Tech-Aktie, und rückt die Kryptowährung näher an das Edelmetall.
Die Korrelation beschreibt, wie stark sich zwei Anlageklassen über einen bestimmten Zeitraum gemeinsam bewegen. Eine hohe positive Korrelation bedeutet, dass ihre Kurse häufig in dieselbe Richtung laufen; eine niedrige Korrelation deutet dagegen auf einen geringeren Gleichlauf hin. Sie sagt allerdings nichts darüber aus, ob die Entwicklung des einen Vermögenswerts die des anderen verursacht.
Experte: Anleger setzen auf Bitcoin und Gold als Schutz vor Währungsentwertung
André Dragosch, Forschungsleiter bei Bitwise in Europa, sagte dazu laut dem Fachmagazin "BTC-Echo": „Wenn es ernst wird und die makroökonomischen Kräfte stark wirken, unterscheiden Anleger immer weniger zwischen Bitcoin und Gold, sondern orientieren sich an den steigenden Risiken der Währungsentwertung.“
Laut Dragosch würden sich Anleger nicht mehr fragen, ob sie sich mit Gold oder Bitcoin gegen eine Währungsentwertung absichern sollten. „Sie sichern sich einfach mit beidem ab“, so der Experte.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufige Fragen
Warum steigt der Bitcoin-Kurs wieder?
Der jüngste Anstieg wird unter anderem mit nachlassenden Zinssorgen, wachsendem institutionellem Interesse und der Hoffnung auf politischen Rückenwind aus Washington erklärt. Nach einer monatelangen Durststrecke hat Bitcoin im August wieder an Dynamik gewonnen.
Wie hoch steht der Bitcoin aktuell?
Am Freitag notiert der Bitcoin-Kurs unverändert bei rund 81.000 US-Dollar. Damit liegt Bitcoin weiterhin unter dem Jahreshoch von knapp 98.000 US-Dollar und deutlich unter dem Rekordhoch von gut 126.000 US-Dollar aus dem Herbst 2025.
Warum wird Bitcoin mit Gold verglichen?
Die rollierende 90-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren gestiegen. Gleichzeitig fiel die Korrelation zwischen Bitcoin und dem US-Aktienindex auf ein Einjahrestief. Das deutet darauf hin, dass Anleger Bitcoin in bestimmten Marktphasen zunehmend als Schutz vor Währungsentwertung betrachten – ähnlich wie Gold.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.