Jim Cramer will alle seine Bitcoins verkaufen – aus Angst vor Quantencomputern. IBM-Chef Krishna warnte ihn: In drei bis vier Jahren könnte Bitcoins Verschlüsselung geknackt sein.
CNBC-Moderator Jim Cramer hat angekündigt, sämtliche seiner Bitcoin-Bestände zu veräußern. Der Grund: die wachsende Bedrohung durch Quantencomputer. Über dieses Thema sprach Cramer mit IBM-Chef Arvind Krishna in seiner bekannten CNBC-Sendung "Mad Money".
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Bedrohung durch Quantencomputer? Cramer will alle Bitcoins verkaufen
Krishna erklärte dabei, dass die Technologie innerhalb von drei bis vier Jahren so weit fortgeschritten sein könnte, dass die kryptographischen Grundlagen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ernsthaft gefährdet wären. Dann sei der Zeitpunkt für Anleger gekommen, um "paranoid" zu werden, so Krishna.
Für Cramer reichte diese Einschätzung aus, um seinen Rückzug anzukündigen. "Man muss diesen Mann ernst nehmen, weil er kommerzielle Quantenprojekte vorantreibt", erklärte der Moderator im Nachgang des Interviews. Krishna kenne sich wie kaum ein anderer mit der Schnittstelle zwischen Quantentechnologie und Bitcoin aus – und genau deshalb wolle Cramer seine Bestände jetzt abstoßen, anstatt auf 2029 oder 2030 zu warten. Bei Ethereum sieht er die Lage sogar noch prekärer.
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Das Quantenrisiko ist nicht aus der Luft gegriffen
Dass Cramers Sorge nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein Paper von Google Quantum AI aus dem März 2026: Demnach könnte es deutlich weniger Rechenkapazität erfordern, um Bitcoins Verschlüsselung zu knacken, als bislang angenommen – rund 20-mal weniger als frühere Schätzungen suggerierten.
Besonders gefährdet wären dabei ältere, inaktive Wallets, deren öffentliche Schlüssel bereits offengelegt wurden. Schätzungen zufolge betrifft das etwa 30 Prozent des gesamten Bitcoin-Umlaufvolumens – rund sechs bis sieben Millionen BTC.
Bitcoin 2026: Warum die Krypto-Community trotzdem jubelt
Cramers Ankündigung fällt in eine ohnehin turbulente Phase für die Kryptowährung. Zu Jahresbeginn notierte Bitcoin noch bei knapp 98.000 US-Dollar – von diesem Niveau ist der Kurs mittlerweile allerdings weit entfernt.
Im Frühjahr fiel er zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 Dollar, erholte sich zwischenzeitlich, liegt aktuell aber bei rund 64.000 US-Dollar – ein Minus von mehr als 25 Prozent seit Jahresbeginn und rund 50 Prozent unter dem Allzeithoch vom Oktober 2025, als Bitcoin kurzzeitig bei über 126.000 Dollar notierte.
Trotzdem sorgt Cramers Ankündigung bei vielen Krypto-Enthusiasten für gute Stimmung. Denn der Moderator gilt in der Szene seit Jahren als verlässlicher Kontraindikator („Inverse Cramer“-Effekt). Seinen wohl spektakulärsten Fehlgriff lieferte er kurz nach dem FTX-Kollaps im Herbst 2022, als er Anlegern riet, ihre digitalen Assets zu verkaufen – und damit beinahe punktgenau den Tiefpunkt des Krypto-Winters markierte. Der Bitcoin-Kurs schoss danach bekanntlich in die Höhe. Ob Cramer seine Bitcoin tatsächlich bereits verkauft hat, ist allerdings bislang nicht offiziell bestätigt.
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Häufige Fragen
Warum will Jim Cramer seine Bitcoins verkaufen?
CNBC-Moderator Jim Cramer hat angekündigt, alle seine Bitcoin-Bestände zu verkaufen, nachdem IBM-Chef Arvind Krishna ihn in der Sendung „Mad Money" vor der wachsenden Bedrohung durch Quantencomputer gewarnt hatte. Krishna zufolge könnte die Technologie innerhalb von drei bis vier Jahren in der Lage sein, die kryptografische Sicherheit von Bitcoin zu knacken.
Wie groß ist die Gefahr durch Quantencomputer für Bitcoin?
Ein Paper von Google Quantum AI aus dem März 2026 zeigt, dass Bitcoins Verschlüsselung mit deutlich weniger Rechenkapazität geknackt werden könnte als bislang angenommen – rund 20-mal weniger als frühere Schätzungen. Besonders gefährdet sind ältere, inaktive Wallets mit offengelegten öffentlichen Schlüsseln, was etwa 30 Prozent des gesamten Bitcoin-Umlaufvolumens betreffen könnte.
Warum freut sich die Krypto-Community über Cramers Ankündigung?
Cramer gilt in der Krypto-Szene als klassischer Kontraindikator: Wer in der Vergangenheit das Gegenteil seiner Empfehlungen tat, lag oft richtig. Berühmt ist sein Rat nach dem FTX-Kollaps 2022, Bitcoin zu verkaufen – kurz darauf markierte der Kurs seinen Tiefpunkt und schoss anschließend in die Höhe. Viele Anleger sehen Cramers Ausstieg daher als mögliches Kaufsignal.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.