Der Goldpreis gibt nach, doch Anleger greifen weiter zu: Gold-ETCs verbuchen Milliarden-Zuflüsse.

Während der Goldpreis in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck geraten ist, verzeichnen Gold-ETCs weiterhin kräftige Zuflüsse. Das geht aus den Zahlen der Datenplattform ETFBOOK hervor, über die “ETFstream” berichtet.

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Gold-ETCs verzeichnen historische Zuflüsse

Demnach flossen allein in den ersten drei August-Wochen beträchtliche Summen in Gold-ETCs. In der Woche bis zum 3. August beliefen sich die Zuflüsse auf 1,1 Milliarden US-Dollar. In der darauffolgenden Woche bis zum 10. August stieg die Summe auf gigantische 2,3 Milliarden US-Dollar. Bis zum 17. August kamen weitere 1,7 Milliarden US-Dollar hinzu.

Auch europäische Goldminen-ETFs verzeichneten laut “ETFstream”, das sich dabei auf Daten von Trackinsight beruft, deutliche Zuflüsse. Die beiden größten UCITS-Strategien des Segments, der iShares Gold Producers UCITS ETF und der VanEck Gold Miners UCITS ETF, verbuchten demnach in den vergangenen vier Wochen Nettozuflüsse von 320 Millionen beziehungsweise 450 Millionen Euro.

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Weiterführende Links

Goldpreis korrigiert - Goldminen-ETFs im Aufwind

Unterdessen fiel der Goldpreis auf ein Dreiwochentief. Das Edelmetall wird derzeit durch Spekulationen auf steigende Leitzinsen und höhere Renditen von Staatsanleihen belastet. Da Gold keine laufenden Zinserträge abwirft, meiden einige Investoren das Edelmetall in einem Umfeld steigender Marktzinsen.

Gold-ETCs entwickeln sich in der Regel eng am Goldpreis und verzeichnen deshalb ebenso in den vergangenen Wochen Verluste. Steigt das Edelmetall, legt meist auch der Wert des ETCs zu; fällt der Goldpreis, gibt der ETC entsprechend nach. Vollständig deckungsgleich ist die Entwicklung jedoch nicht immer. Gebühren, die Produktstruktur und Währungseffekte können zu geringfügigen Abweichungen führen.Wahrscheinlich gehen gerade viele Anleger wieder von steigenden Kursen aus und investieren dementsprechend in Gold-ETCs.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Anders entwickeln sich die genannten Goldminen-ETFs: Sie konnten im August trotz der Korrektur beim Goldpreis kräftig zulegen. Aktien von Goldproduzenten reagieren nicht nur auf den Goldpreis, sondern auch auf Faktoren wie Förderkosten, Unternehmensgewinne, Aktienmarktstimmung und operative Risiken. Dadurch können sie sich deutlich stärker bewegen als das Edelmetall selbst.

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VanEck Vectors Gold Miners UCITS ETF USD A (WKN: A12CCL)

Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Warum verzeichnen Gold-ETCs trotz des fallenden Goldpreises Zuflüsse?

Gold-ETCs können auch in einer Korrekturphase Zuflüsse verzeichnen, wenn Anleger langfristig von steigenden Goldpreisen ausgehen oder die Kursrückgänge zum Einstieg nutzen. Zudem dienen Goldprodukte vielen Investoren als Absicherung gegen Inflation, geopolitische Risiken und Marktturbulenzen.

Wie eng entwickeln sich Gold-ETCs und der Goldpreis?

Gold-ETCs bilden die Entwicklung des Goldpreises in der Regel eng nach. Abweichungen können unter anderem durch Verwaltungsgebühren, die konkrete Produktstruktur, die Abbildungsmethode und Währungseffekte entstehen.

Warum können Goldminen-ETFs stärker steigen oder fallen als Gold-ETCs?

Goldminen-ETFs investieren in Aktien von Goldproduzenten und nicht direkt in das Edelmetall. Ihre Kurse hängen deshalb zusätzlich von Förderkosten, Unternehmensgewinnen, Verschuldung, operativen Risiken und der allgemeinen Stimmung an den Aktienmärkten ab. Steigende Goldpreise können die Gewinne der Unternehmen überproportional erhöhen – fallende Preise können den gegenteiligen Effekt haben.