Trump hat mit seiner Kryptowährung Millionen verdient, während vor allem Kleinanleger Milliarden verloren haben. Er hat aber schon neue Werte im Visier.
Kleinanleger, die dem US-Präsidenten Donald Trump geglaubt haben, haben Milliarden verloren. Drei Tage vor seiner zweiten Amtseinführung im Januar 2025 lancierte Trump den $TRUMP-Memecoin – und löste damit einen der spektakulärsten Krypto-Crashs der Geschichte aus.
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Trump verdient bei seiner Kryptowährung prächtig - seine Anleger eher nicht
Der Token schoss innerhalb von zwei Tagen von unter einem Dollar auf knapp 73 Dollar und erreichte kurzzeitig eine Marktkapitalisierung von fast 15 Milliarden Dollar. Doch der Hype verpuffte schnell: Heute notiert der Coin bei rund 1,79 Dollar – ein Minus von 98 Prozent gegenüber dem Höchststand.
Für Trump selbst war das Geschäft dennoch äußerst lukrativ. Laut seiner Finanzoffenlegung kassierte er 636 Millionen Dollar über CIC Digital, das mit ihm verbundene Unternehmen hinter dem Token. Das entspricht fast der Hälfte seiner gesamten Krypto-Einnahmen von 1,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr.
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Ermöglicht wurde das unter anderem durch eine im Code verankerte Mechanik: Ein Teil jeder Handelsgebühr floss automatisch an mit den Gründern verbundene Wallets – unabhängig davon, ob Käufer Gewinne oder Verluste machten. Blockchain-Analysten von Chainalysis verfolgten allein in den ersten Monaten über 324 Millionen Dollar solcher Gebühren.
Trumps Kryptowährung macht Millionen Anleger zu Verlierern
Auf der anderen Seite der Rechnung stehen fast eine Million Verlierer - wie Blockchain-Analysen der Krypto-Datenfirma Nansen zeigen, über die zunächst die „New York Times“ berichtet hat: Von rund 1,48 Millionen Wallets, die den Token kauften, sitzen knapp 989.000 – also etwa zwei von drei – im Minus. Der Gesamtverlust dieser Gruppe beläuft sich auf 3,8 Milliarden Dollar.
Die rund 492.000 profitablen Wallets erzielten zusammen lediglich 236 Millionen Dollar Nettogewinn – weniger als ein Drittel von dem, was Trump allein einnahm. Profitiert hatten vor allem frühe Trader, die bereits während der ersten Kursrally verkauften. Alle späteren Käufer dienten ihnen als sogenannte Exit-Liquidität.
Rechtlichen Schutz genossen die Anleger dabei kaum. Die US-Börsenaufsicht SEC erklärte im Februar 2025, Memecoins seien keine Wertpapiere und damit außerhalb ihrer Zuständigkeit. Sammelklagen enttäuschter Anleger wären aber dennoch denkbar.
Auch andere Token unter Druck: Trump sieht sich nach neuen Einnahmequellen um
Parallel steht auch World Liberty Financial, das Krypto-Unternehmen von Trumps Söhnen, unter Druck. Der Großinvestor Justin Sun wirft dem Unternehmen vor, sein Konto seit Monaten gesperrt zu haben, sodass er Token im Wert von über 80 Millionen Dollar nicht verkaufen konnte. World Liberty bestreitet die Vorwürfe und kündigt rechtliche Schritte an. Der Token WLFI notiert inzwischen rund 82 Prozent unter seinem Höchststand.
Trump sieht sich derweil nach neuen Einnahmequellen um. Dabei setzen Politiker in den USA aber nun eher auf Aktien - vermutlich getrieben durch ihr Insider-Wissen. Welche genau interessant sind, analysiert der exklusive Report “Die neuesten Wetten von Trump und Co. Darauf setzen die Insider der "Politiker-Elite".
Häufige Fragen
Wie viel hat Donald Trump mit seinem Memecoin $TRUMP verdient?
Laut seiner Finanzoffenlegung kassierte Donald Trump über sein verbundenes Unternehmen CIC Digital rund 636 Millionen Dollar – fast die Hälfte seiner gesamten Krypto-Einnahmen von 1,4 Milliarden Dollar im Jahr 2024/2025.
Wie viel Geld haben Anleger mit dem $TRUMP-Memecoin verloren?
Blockchain-Analysen der Datenfirma Nansen zeigen: Von rund 1,48 Millionen Wallets, die den Token kauften, sitzen knapp 989.000 im Minus – das entspricht etwa zwei von drei Käufern. Der Gesamtverlust dieser Gruppe beläuft sich auf 3,8 Milliarden Dollar.
Nach diesen Verlusten: Können Anleger klagen?
Die US-Börsenaufsicht SEC stufte Memecoins im Februar 2025 als keine Wertpapiere ein – sie fallen damit nicht in ihre Zuständigkeit. Sammelklagen enttäuschter Investoren sind aber grundsätzlich denkbar.