Nach dem überraschenden Verkauf von 32 Bitcoin hat Strategy wieder zugekauft. Michael Saylor und CEO Phong Le hatten diesen Schritt zuvor bereits mit kryptischen Aussagen angedeutet.

Ein kryptischer Kommentar von Michael Saylor sorgte am Sonntag erneut für Gesprächsstoff unter Bitcoin-Anlegern. Der Executive Chairman von Strategy veröffentlichte auf X den bekannten Bitcoin-Akquisitionstracker des Unternehmens und kommentierte den Beitrag mit den Worten: „A good time to add more dots.“

Viele Anleger werteten diese Aussage als Hinweis darauf, dass Strategy kurz vor einem weiteren Bitcoin-Kauf stehen könnte. Inzwischen haben sich diese Spekulationen bestätigt: Das Unternehmen meldete am 08. Juni den Kauf von weiteren 1.550 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 65.332 US-Dollar.

Zuvor betonte Strategy-CEO Phong Le, dass die langfristige Strategie des Unternehmens weiterhin darin bestehe, den Netto-Bitcoinbestand sowie die Bitcoin je Aktie im Laufe der Zeit zu erhöhen.

Wichtiger Zeitpunkt für Bitcoin

Die Aussagen kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt. Erst in der vergangenen Woche hatte Strategy überraschend den Verkauf von 32 Bitcoin bekannt gegeben. Der Gegenwert lag bei rund 2,5 Millionen US-Dollar. Gemessen an den Gesamtbeständen von mehr als 845.000 Bitcoin ist der Verkauf zwar kaum relevant, symbolisch war er jedoch bedeutsam. Es war nämlich der erste Bitcoin-Verkauf des Unternehmens seit 2022. Entsprechend schnell kamen Gerüchte auf, ob Strategy damit weitere Verkäufe ankündigen wollte.

Einige Anleger vermuteten, dass mögliche weitere Verkäufe zur Finanzierung von Dividenden oder zur Stärkung der Liquidität dienen könnten, falls sich das Marktumfeld weiter verschlechtert. Diese Sorgen wurden verstärkt, nachdem der Bitcoin am Freitag unter die Marke von 60.000 US-Dollar gefallen war und damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2024 erreichte.

Kurz nach seinem ersten Beitrag legte Saylor mit einer weiteren kryptischen Nachricht nach. Auf X postete er lediglich „32?“ — offenbar eine Anspielung auf den jüngsten Verkauf. Der heutige Bitcoin-Kauf spricht dafür, dass Strategy trotz des vorherigen Verkaufs weiter auf den Ausbau seiner Bestände setzt.

Weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Warum kauft Strategy Bitcoin, obwohl das Unternehmen kurz zuvor welche verkauft hat?

Der Verkauf von 32 Bitcoin war laut Strategy-CEO Phong Le kein strategischer Richtungswechsel, sondern diente offenbar dazu, den Markt auf mögliche künftige Verkäufe – etwa zur Dividendenfinanzierung – vorzubereiten. Der unmittelbar darauffolgende Kauf von 1.550 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 65.332 US-Dollar unterstreicht, dass die langfristige Strategie des Unternehmens weiterhin auf den Ausbau der Bitcoin-Bestände und die Steigerung des Bitcoin-Wertes je Aktie ausgerichtet ist.

Wie viele Bitcoin hält Strategy aktuell und was bedeutet das für den Markt?

Strategy hält nach dem jüngsten Kauf mehr als 845.000 Bitcoin – das entspricht rund 4 Prozent aller jemals entstehenden Bitcoin. Das macht das Unternehmen zum mit Abstand größten institutionellen Bitcoin-Halter weltweit. Jede Kauf- oder Verkaufsmeldung von Strategy hat daher eine überproportionale psychologische Wirkung auf den Gesamtmarkt, selbst wenn die gehandelten Mengen gemessen am Gesamtbestand gering sind.

Ist der Bitcoin-Kursrückgang unter 60.000 US-Dollar ein Kaufsignal oder ein Warnsignal?

Der Fall unter die 60.000-Dollar-Marke markierte den niedrigsten Stand seit Oktober 2024 und löste Sorgen über eine weitere Abwärtsbewegung aus. Historisch betrachtet nutzten institutionelle Anleger wie Strategy solche Schwächephasen jedoch aktiv zum Aufbau von Positionen. Ob es sich um ein Kaufsignal handelt, hängt maßgeblich davon ab, ob die geopolitischen Spannungen nachlassen und ob Kapitalabflüsse aus Krypto-ETFs in KI-Aktien zum Stillstand kommen.