Der militärische Konflikt zwischen den USA und Iran setzt auch den Bitcoin unter Druck. Doch im Weißen Haus zeichnet sich einem Bericht zufolge ein Strategiewechsel ab.

Der Konflikt zwischen den USA und Iran spitzt sich militärisch weiter zu. Nach Angaben des US-Militärs wurden diese Woche Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte angegriffen. Der Iran reagierte demnach mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Ziele im Irak, in Jordanien, Kuwait und Bahrain.

Für die Märkte ist die Entwicklung aus mehreren Gründen entscheidend: Eine weitere Eskalation könnte den Ölpreis in die Höhe treiben, die Inflation anheizen und die Risikobereitschaft der Anleger dämpfen. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass Washington nach einem Ausweg aus dem Konflikt sucht.

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Iran-Konflikt: Strategiewechsel im Weißen Haus?

Hinter den Kulissen zeichnet sich laut einem Bericht des Wall Street Journal ein möglicher Strategiewechsel ab. Demnach soll US-Präsident Donald Trump vertrauliche Gespräche über ein Ende des Iran-Konflikts mit hochrangigen Regierungsvertretern geführt haben.

Viele seiner Berater hätten sich dabei gegen eine weitere Ausweitung der Angriffe ausgesprochen. Neben den geopolitischen Risiken dürften auch innenpolitische Überlegungen eine Rolle spielen – insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen.

Eine diplomatische Lösung oder zumindest eine Beruhigung der Lage könnte den Druck von den Finanzmärkten nehmen. Vor allem die Entwicklung rund um die Straße von Hormus steht im Fokus der Anleger.

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Warum die Straße von Hormus für die Märkte so wichtig ist

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Verkehrswegen für den weltweiten Ölhandel. Jede militärische Eskalation in der Region weckt daher die Sorge vor Lieferengpässen und steigenden Energiepreisen.

Höhere Ölpreise würden die Inflation zusätzlich antreiben und könnten die Notenbanken bei Zinssenkungen vorsichtiger werden lassen. Für Aktien und andere Risikoanlagen wäre das ein belastendes Signal. Eine Entspannung der Lage könnte dagegen dazu beitragen, die Energiepreise zu stabilisieren und die Marktstimmung zu verbessern.

Weiterführende Links

Geopolitische Risiken belasten Bitcoin - Trump weiß das

Was Trump, der selbst im Kryptomarkt Geld verdient, zudem auf dem Schirm haben dürfte: Auch der Kryptomarkt leidet in der Regel unter geopolitischen Schocks. Bei wachsender Unsicherheit verkaufen Investoren häufig besonders volatile Risikoanlagen und schichten ihr Kapital in vermeintlich sichere Häfen wie Gold oder den US-Dollar um.

Bitcoin wird trotz seiner wachsenden Akzeptanz bei institutionellen Anlegern weiterhin als risikoreiches Investment betrachtet. Eine militärische Eskalation könnte deshalb zu deutlichen Abverkäufen führen. Umgekehrt würde eine Deeskalation den Druck auf den Kryptomarkt verringern und Bitcoin wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken.

Trumps Krypto-Kurs als möglicher Rückenwind

Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Kryptosektor zuletzt durch die krypto-freundliche Haltung der US-Regierung. Im August traf sich Trump im Weißen Haus mit Vertretern führender Krypto-Unternehmen, darunter Coinbase, Ripple und Gemini.

Dabei stellte der US-Präsident eine stärkere Unterstützung der Branche in Aussicht. Die USA sollen im geopolitischen Wettbewerb mit China eine führende Rolle im Kryptosektor einnehmen. Zudem drängte Trump auf eine rasche Verabschiedung des Krypto-Regulierungsgesetzes mit dem Namen Clarity Act.

Eine klarere Regulierung könnte institutionellen Investoren mehr Planungssicherheit geben. Ob daraus tatsächlich ein nachhaltiger Kursschub entsteht, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab – darunter die Geldpolitik, die Entwicklung des US-Dollars und die geopolitische Lage.

Bitcoin bleibt nahe der Marke von 78.000 US-Dollar

Nach einem Anstieg über die Marke von 80.000 US-Dollar bewegt sich Bitcoin zuletzt bei rund 77.856 US-Dollar. Damit bleibt die Kryptowährung in Reichweite eines psychologisch wichtigen Kursniveaus.Für die weitere Entwicklung sind nun vor allem drei Faktoren entscheidend: eine mögliche Deeskalation zwischen den USA und Iran, die Entwicklung der Ölpreise und die geldpolitischen Signale aus den USA. Entspannt sich die geopolitische Lage, könnte Bitcoin von einer steigenden Risikobereitschaft profitieren. Eine neue Eskalationsspirale würde dagegen den Druck auf die Kryptowährung erhöhen.

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Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Was bedeutet der Iran-Konflikt für den Bitcoin-Kurs?

Eine weitere Eskalation könnte den Bitcoin-Kurs belasten, weil Anleger in unsicheren Zeiten häufig aus volatilen Risikoanlagen aussteigen. Eine Beruhigung des Konflikts könnte dagegen die Risikobereitschaft erhöhen und Bitcoin unterstützen.

Warum ist die Straße von Hormus für die Finanzmärkte wichtig?

Die Straße von Hormus ist eine zentrale Route für den weltweiten Ölhandel. Eine Blockade oder eine militärische Eskalation könnte Lieferengpässe und steigende Ölpreise auslösen. Das würde die Inflation erhöhen und könnte Aktien sowie Kryptowährungen unter Druck setzen.

Welche Faktoren könnten Bitcoin jetzt stützen?

Neben einer möglichen Deeskalation im Nahen Osten könnten eine krypto-freundliche US-Regulierung, niedrigere Anleiherenditen und ein schwächerer US-Dollar den Bitcoin-Kurs stützen. Besonders wichtig bleibt jedoch, ob die Anleger wieder bereit sind, höhere Risiken einzugehen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.