Der Kurs des Bitcoin steht aktuell ordentlich unter Druck, was vor allem an schlechten Nachrichten aus den USA liegt. Wird es jetzt für Kryptowährungen ganz düster?
Mit dem Wahlsieg von Donald Trump war der Bitcoin stark nach oben gesprungen, da sich Anleger Rückenwind aus Washington erhofft hatten. Jetzt - fast zwei Jahre später - ist dieser, sollte er je wirklich dagewesen sein, verflogen. Nun folgt die nächste schlechte Nachricht: Der CLARITY Act, auf den die Kryptobranche montelang hingefiebert hatte, ist am Dienstag im US-Senat vorläufig gescheitert.
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Schlechte Nachrichten für Bitcoin
Dort wurde der Gesetzentwurf zur Krypto-Regulierung in den USA vorerst gestoppt. Ein Antrag zur weiteren Beratung über die Ausarbeitung des Rahmenwerkes erhielt am Dienstag nur 50 Stimmen - für eine Mehrheit wären 60 notwendig gewesen.
Der Gesetzentwurf, der vor allem von Trump selbst vorangetrieben worden war, sollte Kryptowährungen salonfähiger machen. So sollte der Clarity Act unter anderem die genauen Befugnisse zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regeln. Dazu sollten bestimmte Kryptowährungen und Token wie Bitcoin oder Ethereum klar als Commodity, also Rohstoffe, deklariert werden. Damit hätte das Gesetz den langjährigen Streit mit der SEC um den Status von Krypto-Assets beendet. Im dezentralen Space hatte man sich von einer Umsetzung deshalb massive Kapitalzuflüsse in den Kryptomarkt versprochen.
Nun sieht es aber vorerst nicht danach aus, dass das Gesetz im Senat in diesem Jahr nochmals zur Vorlage kommt. Zudem ist fraglich, ob die Republikaner bei den anstehenden Midterm-Wahlen die Mehrheit im Senat erringen können. Neue Mehrheitsverhältnisse könnten die Umsetzung weiter verzögern.
Bitcoin rauscht ab
Der Bitcoin-Kurs reagierte empfindlich auf die Nachrichten und rauschte auf 75.000 US-Dollar ab. Ein Ausbruch über die entscheidende Marke von 82.000 US-Dollar erscheint nun wesentlich unrealistischer. Stattdessen droht ein Sturz in Richtung 200-Tage-Linie bei 70.000 US-Dollar. Auch andere Kryptowährugen wie Ethereum und insbesondere Ripple verloren deutlich.
Angesichts des negativen News-Flows sollten Trader derzeit eher Abstand halten. Rücksetzer können allerdings für langfristige Anleger attraktive Kaufchancen sein.
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Häufig gestellte Fragen
Warum gerät der Bitcoin-Kurs nach dem Scheitern des CLARITY Acts unter Druck?
Der CLARITY Act zur Krypto-Regulierung in den USA erhielt im Senat nur 50 von benötigten 60 Stimmen und wurde dadurch vorerst gestoppt. Anleger hatten sich von dem Gesetz eine größere Akzeptanz von Kryptowährungen und massive Kapitalzuflüsse versprochen.
Welche Kursmarken sind beim Bitcoin jetzt entscheidend?
Der Bitcoin-Kurs fiel auf 75.000 US-Dollar. Ein Ausbruch über 82.000 US-Dollar erscheint dadurch deutlich unrealistischer, während ein Rückgang bis zur 200-Tage-Linie bei 70.000 US-Dollar droht.
Was bedeutet die aktuelle Lage für Bitcoin-Trader und langfristige Anleger?
Kurzfristig spitzt sich die Lage für Bitcoin weiter zu, weshalb Trader angesichts des negativen News-Sentiments eher Abstand halten sollten. Rücksetzer können für langfristige Anleger attraktive Kaufchancen bieten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.