Die Siemens-Aktie fasziniert Charttechniker, denn sie befindet sich nun schon seit sechs Jahren in einem Aufwärtstrend. Wie Derivate-Anleger sich jetzt positionieren sollten.
Die Aktie von Siemens schraubt ihr Allzeithoch kontinuierlich weiter nach oben und nähert sich damit der mental wichtigen Marke von 300 Euro, welche einen bedeutenden Widerstand darstellen könnte. Anfang 2025, an der 200er-Marke, wurde eine solche Hürde aber ohne größere Umstände genommen. Aktuell kommt als mögliche Kursbremse allerdings noch eine obere Trendlinie auf Schlusskursbasis dazu, welche durch die jeweils neuen Tops vom Juni, Juli und August definiert wird, zurzeit um 291 Euro verläuft und den Ausbruch auf über 300 Euro frühestens in zwei Monaten erlauben würde.
Aufwärtstrend wärt schon sechs Jahre
Wie stark die Siemens-Aktie seit dem Corona-Tief gelaufen ist, verdeutlicht die Tatsache, dass der gut sechsjährige Aufwärtstrend selbst dann noch intakt wäre, wenn die Aktie noch einmal zum 2026er-Tief aus Schlusskursbasis um 202 Euro fallen würde. Genau auf dem Niveau verläuft die entsprechende Trendgerade. Eher relevant, wenngleich auch bereits recht weit entfernt, ist jene Aufwärtstrendgerade, welche sich durch die Jahrestiefs von 2013 und 2016 ergibt und die sich momentan um 221 Euro bewegt. Sie wäre wieder gefragt, wenn die Siemens-Aktie nachhaltig unter den inzwischen leicht über der 250er-Marke verlaufenden 200-Tage-Durchschnitt fällt. Dieser ist weiter im Steigen begriffen und läuft damit auf eine waagrechte Unterstützungszone zu, welche sich im Juni und Juli zwischen etwa 255 und 262 Euro etabliert hat.
Noch einmal etwas höher wird das DAX-Schwergewicht durch die mittelfristig bedeutenden Gleitenden Durchschnitte der vergangenen 38 und 55 Börsentage abgesichert. Diese verlaufen zurzeit um 274/276 Euro. Zuletzt ein Blick auf die Indikatorenlage. Beim Trendfolger MACD sieht die Situation sowohl auf Wochen- als auch auf Monatsbasis bullish aus. Zu betonen ist aber, dass die Aktie gemessen am Double-Smoothed-Stochastics-Oszillator bereits überkauft ist. Das gilt sowohl unter mittel- als auch unter langfristigen Gesichtspunkten. Das spricht für eine Konsolidierung vor einer Erfolg versprechenden Attacke der 300 Euro.
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Dieser Text stammt aus der BÖRSE-ONLINE-Ausgabe 34/2026. Wenn Sie auch das Kurziel und den Stoppkurs für die Mühlbauer-Aktei erfahren möchten, können Sie das Heft hier als E-Paper kaufen.