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Commerzbank-Aktie im Visier von Unicredit und BNP? Was Anleger jetzt wissen müssen

Commerzbank-Aktie im Visier von Unicredit und BNP? Was Anleger jetzt wissen müssen

WKN: CBK100 ISIN: DE000CBK1001 Commerzbank

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15.12.2017 - 18:52
23.09.2017 04:50:00

Die Commerzbank ist angeblich im Visier der italienischen Großbank Unicredit, der hierzulande die bayerische HVB, die ehemalige Hypovereinsbank, gehört. Wie Anleger die jüngsten Gerüchte bewerten sollten. Von Klaus Schachinger



Erfolge beim Umbau einer mittelgroßen Bank, wecken häufig das Interesse von größeren Finanzinstituten. Die wollen ihre Präsenz in wichtigen Märkten, in diesem Fall Deutschland, durch den Kauf eines aussichtsreichen Konkurrenten dann gerne ausbauen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Unicredit gegenüber der Bundesregierung Interesse signalisiert, den Anteil des Bundes an Deutschlands zweitgrößten Institut zu übernehmen. Durch den Einstieg des staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin für 5,1 Milliarden Euro hält der Bund 15,6 Prozent an dem Frankfurter Geldinstitut.



Bund favorisiert angeblich französische BNP Paribas



Inzwischen heißt es in Frankfurt, der Bund favorisiere die französische Großbank BNP Paribas bei einem möglichen Verkauf des Aktienpakets. Ein deutsch-französisches Geldinstitut wäre auch ein politisches Signal für die Vertiefung der europäischen Bankenunion, heißt es. Beobachter erwarten, das Gespräche darüber mit dem Vorstand der Commerzbank frühestens im November geführt werden. Klar ist allerdings, dass sich der Aktienkurs auf dem gegenwärtigen Niveau verdoppeln müsste, damit der Bund seinen Anteil, der mit dem Geld von Steuerzahlern erworben wurde, mit Gewinn verkaufen kann.

Die Aussichten auf weitere Wertsteigerungen sind gut. Die Commerzbank beim Umbau auf dem richtigen Weg. Ob die Politik allerdings auch die Geduld aufbringen wird, so lange zu warten, bis ein finanziell lukrativer Ausstieg möglich ist, wird sich zeigen. Mit Blick auf die sprudelnden Steuereinnahmen könnte es sich die künftige Regierung leisten, einen attraktiven Preis für die Commerzbank-Papiere abzuwarten.

Commerzbank setzt auf Unabhängigkeit



Coba-Chef Martin Zielke dürfte Einwände gegen eine Übernahme der Bank durch ein größeres Institut haben. Parallel zur Neuordnung der Commerzbank und der forcierten Digitalisierung des Geschäftsmodells will Zielke im Privatkundengeschäft vor allem den Sparkassen Marktanteile abjagen, wie er kürzlich in einm Interview mit dem Handelsblatt deutlich machte. Bei Sparkssen, Volks- und Raiffeisenbanken sind viele Kunden derzeit verärgert über die hohen Gebühren der Geldinstitute.

Die Commerzbank hast seit Oktober 2016 hat gut eine halbe Million mehr Privatkunden und kommt damit auf insgesamt 12,6 Millionen. Bei der kommunalen und genossenschaftliches organisierten Konkurrenz ist es ein Vielfaches dieser Zahl. Dennoch ist eine Fusion mit dem Privatkundengeschäft der Deutschen Bank, darunter auch die Postbank, für die Coba bisher keine Option."Konsolidierung ist kein Allheilmittel, auch organisch kann man wachsen", sagt Zielke

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters

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