DAX

27.01.2016 07:25:00

BO-Titelgeschichte

DAX 2016: Wie es nach dem Fehlstart weitergeht, unsere 3 Top-Favoriten


In unserem ersten DAX-Check 2016 überprüfen wir die Leistungsfähigkeit der heimischen Großkonzerne im neuen Jahr. In Summe zeigen die 30 Standardwerte weiterhin Kletterqualitäten. Ein Dauerbeschuss der EZB mit billigem Geld, der relativ günstige Euro sowie niedrige Rohstoffpreise bereiten einen optimalen Nährboden für steigende Kurse. Unsere drei Top-Favoriten für 2016 stellen wir Ihnen genauer vor. Von Christian Ingerl

Volle Fahrt voraus: Zum Jahreswechsel geben die Banken und Finanzhäuser jede Menge Kursziele aus. Auch in diesem Jahr wagen sich die Marktexperten aus der Deckung und sagen dem DAX mehrheitlich ein positives Jahr voraus. Aus einer exklusiven Umfrage unserer Redaktion unter 22 Banken und Analysehäusern errechnet sich ein durchschnittlicher DAX-Stand von 11 933 Punkten in exakt zwölf Monaten. Verglichen mit dem Schlussstand 2015 bedeutet das ein Potenzial von 11,1 Prozent.

Sollte die Prognose eintreffen, würden die 30 deutschen Bluechips noch etwas an Tempo zulegen. Im vergangenen Jahr legte der DAX - unter zum Teil beträchtlichem Schwanken aufgrund verschiedener Krisen - um 9,6 Prozent zu. Absoluter Spitzenreiter war Adidas mit einem Plus von 56 Prozent. Aber auch Infineon und Fresenius konnten noch um jeweils mehr als die Hälfte steigen. Die rote Laterne trugen dagegen die Energieversorger. RWE rutschte um 54 Prozent ab, Eon um 37 Prozent. Die größte "Skandalnudel" des Jahres 2015, Abgasmanipulator VW, steht mit einem Börsenwertverlust von knapp 28 Prozent an der dritten Stelle der Verliererliste. Um das Kurspotenzial der heimischen Standardwerte im Jahr 2016 einschätzen zu können, gilt es, neben den 30 DAX-Mitgliedern auch die Rahmenbedingungen genau unter die Lupe zu nehmen. Diese können sich angesichts des anhaltend tiefen Zinsniveaus sowie des niedrigen Ölpreises durchaus sehen lassen.

Denn dieser Mix heizt letztendlich die Verbraucherstimmung an. Nach Ansicht der Bundesbank war der private Konsum im Schlussviertel 2015 sogar die Haupttriebfeder, weshalb die deutsche Wirtschaft ihr Wachstumstempo zum Jahresende gehalten hat. Auch der Start ins Jahr 2016 könnte dynamisch verlaufen. Laut einer Umfrage des Marktforschers GfK dürfen sich die Einzelhändler auf ein gutes Geschäft nach den Feiertagen freuen. Nachdem sich die Stimmung der Verbraucher vier Monate in Folge eingetrübt hat, wird für Januar ein Anstieg des Konsumklima-Barometers um 0,1 auf 9,4 Punkte prognostiziert. Angetrieben von einer expansiven Geldpolitik dürfte sich die positive Wirtschaftsperiode im neuen Jahr also fortsetzen.



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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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