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ENERGIEKONZERN

E.ON-Aktie nach Rekordverlust auf Berg- und Talfahrt - Anleger bangen um Dividende

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09.03.2016 12:48:00

Die vorsichtige Prognose für das laufende Jahr hat unter E.ON -Anlegern am Mittwoch für Verdruss gesorgt. Die Aktien des Versorgers drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und gaben 0,5 Prozent auf 8,29 Euro nach. Sie gehörten damit zu den größten Verlierern im Dax. "Der Ausblick macht die Musik", sagte ein Händler. "Und da dieser nicht besonders optimistisch ausgefallen ist, fürchten Anleger, dass es auch bei der Dividende künftig Abstriche geben könnte."

E.ON-Chef Johannes Teyssen macht den Aktionären nach einem Rekordverlust von sieben Milliarden Euro keine Hoffnung auf eine Rückkehr zu alten Glanzzeiten. "Nach zwei Monaten im neuen Geschäftsjahr ist erkennbar, dass sich unser Marktumfeld weiter eingetrübt hat", sagte der Manager am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Essen. Die Strom- und Gaspreise seien im Sinkflug. Dies werde sich wohl so schnell auch nicht ändern. Trotz des größten Verlustes in der Firmengeschichte - und eines der höchsten eines börsennotierten Unternehmens in Deutschland überhaupt - warb Teyssen für die Aufspaltung des größten deutschen Versorgers in einen Ökostromkonzern und einen für Kohle- und Gaskraftwerke.

"Unsere operativen Stärken werden sich im Laufe des nächsten Geschäftsjahres besser entfalten können, wenn beide Unternehmen getrennte Wege gehen", sagte der 56-Jährige. E.ON will sich noch in diesem Jahr aufspalten. Die Gas- und Kohlekraftwerke werden bei der Tochter Uniper geführt, während E.ON sich auf das zukunftsträchtige Ökostromgeschäft konzentriert. Teyssen verspricht sich davon ein klareres Profil, das neue Investoren anlocken soll.

DIVIDENDE KÖNNTE SINKEN - OPERATIVER GEWINN SCHRUMPFT



In der alten E.ON zeigte sich im vergangenen Jahr nochmal die ganze Schwäche der Energieriesen, die spät in das Ökostromgeschäft eingestiegen waren und wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise immer weniger verdienen. Der operative Gewinn (Ebitda) fiel 2015 um zehn Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Beim Nettoverlust schlugen vor allem Abschreibungen auf Kraftwerke und das Öl- und Gasgeschäft von knapp neun Milliarden Euro zu Buche. Teyssen bereitete die Aktionäre auf einen Rückgang der Dividende vor, nachdem sie für 2015 noch eine stabile Ausschüttung von 50 Cent je Aktie erhalten sollen. Seit der Bekanntgabe der Aufspaltung Ende 2014 hätten sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtert, berichtete er. "Wir müssen daher die Ausrichtung und die erreichbaren Ambitionen von Uniper und E.ON überprüfen." Die veränderte Lage werde in den künftigen Investitionen und Dividenden berücksichtigt.

FÜR UNIPER WIRD ES SCHWER - STROMPREIS UND RUBEL BELASTEN



Der Konkurrent RWE hatte bereits für 2015 einen weitgehenden Dividendenausfall bekannt gegeben. Den Versorgern machen die unter dem Druck des Ökostromausbaus stark gefallenen Strom-Großhandelspreise zu schaffen. Dies dürfte künftig vor allem bei Uniper für weitere Schwierigkeiten sorgen. Das operative Ergebnis der Kohle- und Gaskraftwerke, die Uniper zugeschlagen werden, brach 2015 auf knapp 500 Millionen von gut 800 Millionen Euro ein. Das Ergebnis der Kraftwerke in Russland - ebenfalls künftig bei der Tochter - fiel wegen der Rubelschwäche um knapp ein Drittel. "Uniper sitzt auf einer hervorragenden Wasserkraftposition", nannte Teyssen derweil als Beispiel für ein potenzielles Wachstumsgeschäft. Im übrigen sei es künftig Aufgabe des Uniper-Managements, mehr aus den Geschäften herauszuholen.

Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung im Juni über die Pläne abstimmen. Auf dem letzten Aktionärstreffen waren Zweifel laut geworden. "Kohle- und Gaskraftwerke werden in einer neuen Gesellschaft nicht profitabler. Welche Probleme werden durch die geplante Aufspaltung gelöst?", hatten Aktionärsvertreter moniert. Auf die Unterstützung des bisherigen Aufsichtsratchef Werner Wenning muss Teyssen künftig verzichten. Wenning tritt im Juni ab und soll durch den scheidenden Merck -Chef Karl-Ludwig Kley ersetzt werden.

Reuters

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Bildquelle: Wolfgang Rattay/Reuters

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