ENERGIEKONZERN

E.ON-Aktie nach den Jahreszahlen: Finger weg!

E.ON-Aktie nach den Jahreszahlen: Finger weg!

WKN: 703712 ISIN: DE0007037129 RWE AG St.

11,74 EUR
-0,25 EUR -2,09 %
07.12.2016 - 18:59
10.03.2016 14:36:00

Deutschlands größer Energieversorger E.ON hat vor der geplanten Aufspaltung den höchsten Verlust in seiner Unternehmensgeschichte eingefahren. Warum Anleger die E.ON-Aktie weiterhin meiden sollten. Von Klaus Schachinger

Dass Deutschlands größer Energieversorger E.ON vor der geplanten Aufspaltung den höchsten Verlust in seiner Unternehmensgeschichte eingefahren hat, dürfte für die meisten Investoren angesichts der dramatischen Auswirkungen der Energiewende auf die gesamte Branche in Deutschland keine Überraschung sein. Für die vom Vorstand geplante Aufspaltung des DAX-Konzerns ist der verbuchte Verlust von sieben Milliarden Euro jedoch ein wichtiges Argument. Auf der Hauptversammlung am 8. Juni werden E.ON-Aktionäre über die Aufspaltung abstimmen.

Der wesentliche Grund für die hohen Verluste sind Abschreibungen auf Kraftwerke und der Einbruch der Strom-Großhandelspreise. Seit Anfang des Jahres sind die Preise für Strom im Großhandel auf 20 Megawatt pro Stunde gesunken. Eine Besserung der Ertragslage ist für den Stromriesen aus Düsseldorf weiterhin nicht in Sicht. Der operative Gewinn werde 2016 weiter sinken. Dennoch sei die Aufspaltung in einen Ökostrom-Konzern, der weiter E.ON heißen soll, und Uniper für Kohle- und Gaskraftwerke richtig, warb Vorstandschef Johannes Teyssen bei der Präsentation der Bilanz.

Dennoch sind Anleger beunruhigt. Anders als Konkurrent RWE aus Essen warben die Düsseldorfer bisher mit einer Dividende von 50 Cent pro Aktie als Mindestausschüttung. Für 2015 soll der Betrag trotz der ausgewiesenen hohen Verluste ausgeschüttet werden. Damit scheint die Aktie durch ihre hohe Dividendenrendite auf den ersten Blick wieder attraktiv. Allerdings bereitet Teyssen die Aktionäre jetzt überraschend auf niedrigere Ausschüttungen vor. Seit Bekanntgabe der Aufspaltung Ende 2014 habe sich das wirtschaftliche Umfeld deutlich verschlechtert, klagt der Manager. Das müsse in den künftigen Investitionen und Dividenden berücksichtigt werden.

Für 2016 hat E.ON inklusive der neuen Energiegesellschaft Uniper einen Rückgang des operativen Gewinns auf sechs bis 6,5 Milliarden Euro in Aussicht gestelllt. Nach der für 2016 geplanten Abspaltung von Uniper werde die Prognose jedoch geringer ausfallen. "Unsere operativen Stärken werden sich im Laufe des nächsten Geschäftsjahres besser entfalten können, wenn die beide Unternehmen getrennte Wege gehen", sagt Teyssen.

Fazit

: Nach der bisherigen Entwicklung fällt es schwer die Zuversicht des Konzernchefs für die Zeit nach der Aufspaltung zu teilen. Teyssen soll die geschrumpfte E.ON, den Ökostrom-Konzern, führen. Die Dividendenrendite ist nicht nachhaltig. Anleger sollten die Aktie deshalb weiterhin meiden.

Weitere Links:


Bildquelle: Ina Fassbender/Reuters

Aktien in diesem Artikel

RWE AG St. 11,61 -2,64% RWE AG St.

Rohstoffe in diesem Artikel

Kohlepreis 40,00 0,00
0,00

Nachrichten zu RWE AG St.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen

Aktienempfehlungen zu RWE AG St.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
07.12.16 RWE Hold Deutsche Bank AG
07.12.16 RWE Neutral Goldman Sachs Group Inc.
07.12.16 RWE Halten Independent Research GmbH
06.12.16 RWE Neutral Credit Suisse Group
06.12.16 RWE Outperform Robert W. Baird & Co. Incorporated
mehr Aktienempfehlungen

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:
Anmelden
Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-online.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

Indizes in diesem Artikel

DAX 10.986,69
1,96%

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit