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Japan: Nikkei im Aufwind - wo Anleger investieren können

Japan: Nikkei im Aufwind - wo Anleger investieren können

WKN: 916541 ISIN: JP3165650007 NTT DOCOMO INC

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17.01.2018 - 15:08
13.01.2018 07:00:00

Die Börse steigt und steigt. Allerdings ist das Allzeithoch beim Nikkei-Aktienindex doch noch weit entfernt. Über die Chancen und Risiken von Japan-Investments im neuen Börsenjahr. Von Martin Blümel



Kurz vor Weihnachten war es so weit: Der Nikkei 225 kletterte über 23 000 Punkte. So hoch notierte Japans Leitindex zuletzt im Jahr 1996, vor fast 22 Jahren. Lange hat es gedauert also, bis auf 8000 Punkte war man zwischenzeitlich abgesackt. Japans Börse - das war bestenfalls etwas für Trader, die es verstanden, das Hin und Her auszunutzen. Denn zu einem Comeback setzte Tokio zwar immer mal wieder an, jedoch lange ohne nachhaltigen Erfolg. Bisher.



Japan war ja mal eine richtig große Story: Von 1970 bis 1989 legte die Börse um mehr als 5000 Prozent zu. Im selben Zeitraum schafften europäische Aktien "nur" 600 Prozent. Dass die Börse Tokio damals so fulminant anstieg, hatte gute Gründe, schließlich schaffte man über viele Jahre grandiose Wachstumsraten, und das Bruttoinlandsprodukt wuchs auf das weltweit zweithöchste an - nur die USA leisteten mehr. Und auch wenn man sich das heute nur schwerlich vorstellen kann: Ende der 80er-Jahre war Japan im Weltaktienindex MSCI World die gewichtigste Nation.


Doch Japan ist auch ein mahnendes Beispiel. Denn es waren vor allem die niedrigen Zinsen, die den Aktien- und Immobilienmarkt damals nach oben trieben. Der Zusammenbruch kam dann, als die Zinsen wieder stiegen. Der Aktienmarkt fiel und fiel, und das Land rutschte in das legendäre sogenannte "verlorene Jahrzehnt", Schuldenkrise inklusive. Und eigentlich waren es - Plural! - verlorene Jahrzehnte. Erst jetzt, seit zwei, drei Jahren, scheint sich das Land zu berappeln.

Man sieht das an der Börse: Während alle Welt auf den Leitindex Nikkei schielt, der zwar auch stark gestiegen ist, aber immer noch weit vom Allzeithoch von fast 40 000 Punkten entfernt ist, hat der marktbreitere MSCI Japan fast unbeachtet im Mai 2017 auf Dollarbasis die Rekorde der goldenen Zeiten, die 1989 ihren Höhepunkt erreichten, schon geschafft.

Gleichzeitig ist alles anders. Die Bewertungen heute sind weit vernünftiger als damals und halten auch einem Vergleich mit den USA und Europa stand. Das geschätzte KGV für den Nikkei-Index liegt aktuell dank steigender Gewinne bei 17, die Dividendenrendite bei im Schnitt 1,8 Prozent. Das ist besser als bei den Amerikanern. Und das Kurs-Buchwert-Verhältnis japanischer Werte hat sich seit 1990 beinahe gedrittelt. Ein Beispiel für die damaligen Exzesse ist hier NTT. Der Börsenwert des Telekommunikationsunternehmens überstieg Ende der 80er-Jahre den Wert aller an deutschen Börsen notierten Inlandsaktien. Verrückt.

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