So führten im Stoxx50 die Titel der italienischen Eni, der britischen BP und der französischen Total die Gewinnerliste mit einem Plus von 0,4 bis gut ein Prozent an. Die Aktien der deutschen Energieversorger RWE und E.ON gaben zwar leicht nach. Ihre Kursverluste von weniger als einem Prozent waren aber deutlich geringer als das Minus im Dax.

Der wieder steigende Ölpreis komme den Ölkonzernen gerade recht, für die die Förderung zuletzt wegen des niedrigen Ölpreises immer unattraktiver geworden war, sagte ein Börsianer. Nordseeöl der Sorte Brent zog in der Spitze zwar um bis zu 5,8 Prozent auf 59,78 Dollar je Barrel (159 Liter) an. Doch sei abzuwarten, ob die Preisentwicklung nachhaltig sei.

Angesichts der hohen Ölbestände in den USA rechnen viele Anleger vorläufig nicht mit einem starken Preisanstieg. Ob der Konflikt im Jemen den Ölmarkt aber wirklich nachhaltig beschäftigen werde, sei eher fraglich, urteilten die Analysten der Commerzbank. "Risikoprämien können ebenso schnell verschwinden wie sie steigen." Langsamer bauten sich physische Ungleichgewichte wie der Rekordbestand an Rohöl in den USA ab.

Reuters