HAUPTVERSAMMLUNG

Thyssenkrupp-Aktie: Welche Fragen Hiesinger auf der Hauptversammlung beantworten muss

Thyssenkrupp-Aktie: Welche Fragen Hiesinger auf der Hauptversammlung beantworten muss

WKN: 750000 ISIN: DE0007500001 thyssenkrupp AG

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30.08.2016 - 17:01
29.01.2016 07:33:00

Auf der Hauptversammlung werden die Aktionäre drängende Fragen an Vorstandschef Heinrich Hiesinger haben. Der Stahlbereich ächzt unter Billigimporten, Hoffnung macht der Automarkt. Von Stephan Bauer

(Vorabmeldung aus BÖRSE ONLINE 04/2016)

Heinrich Hiesinger hat in seinen fünf Jahren als Chef von Thyssenkrupp schon einiges erlebt. Die ersten drei Jahre liefen wegen Managementfehlern in der Vergangenheit katastrophal, auf den Aktionärstreffen hagelte es regelmäßig Kritik. Der DAX-Konzern schlitterte von einem Skandal zum nächsten, von Bestechungsvorwürfen bis zu Preisabsprachen war alles dabei. Fehlinvestitionen in Übersee, vor allem im Stahlwerk in Brasilien, führten zu Rekordverlusten. In den Jahren 2011 bis 2013 belief sich das Minus auf insgesamt 8,4 Milliarden Euro.

Auf das diesjährige Aktionärstreffen am Freitag in Bochum dürfte sich der 55-Jährige deshalb geradezu freuen: Zwei Geschäftsjahre mit Gewinnen hat der Manager inzwischen abgeliefert. Im Vorjahr verbuchte der Stahl- und Industriegüterkonzern knapp 1,7 Milliarden Euro operatives Plus. Für die bis Ende September laufende Geschäftsperiode hat der Vorstandschef abermals ein positives Ebit versprochen. Die Essener schafften in der vergangenen Periode auch zum ersten Mal seit neun Jahren wieder einen positiven freien Mittelzufluss aus dem Geschäft. Sprich: Thyssenkrupp nahm operativ mehr ein, als es ausgab. Nur so bleibt nachhaltig Geld übrig, etwa für Dividendenausschüttungen. Man könnte das für selbstverständlich halten - bei Thyssenkrupp lief es aber lange Jahre ganz anders, das Unternehmen zehrte von der Substanz.

Gleichwohl ist Anlegern vor der Hauptversammlung nicht zum Feiern zumute. Im Branchenumfeld kriselt es, die Werkstoffsparten stehen unter Druck - wieder einmal. Die deutsche Rohstahlproduktion werde im kommenden Jahr wohl um drei Prozent auf 41,5 Millionen Tonnen sinken, warnte unlängst der Branchenverband, die Wirtschaftsvereinigung Stahl. "Die Branche befindet sich weltweit in der Krise, der sich auch die Stahlindustrie in Deutschland nicht entziehen kann", sagte deren Präsident, Hans Jürgen Kerkhoff. Das Übel liegt in Fernost: Die Hütten in China, dem größten Stahlproduzenten weltweit, werden wegen des Wirtschaftsabschwungs ihre Produkte auf dem Heimatmarkt nicht mehr los. Viele Hersteller produzieren aber trotz Verlusten unvermindert weiter und überschwemmen den Weltmarkt mit Material zu Dumpingpreisen. Beliebtes Exportziel: die Europäische Union, einer der wenigen Märkte weltweit, der noch nicht durch Importzölle oder Mengenbegrenzungen geschützt ist.

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Bildquelle: Ina Fassbender/Reuters

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