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BO-TITELGESCHICHTE

Xing-Aktie, Morphosys und Co: Die sechs heißesten Übernahmekandidaten aus Deutschland

WKN: ISIN: US48583U1079 Kasten Inc
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11.03.2016 07:30:00

Der scharfe Einbruch an den Börsen hat die Kaufpreise für deutsche Unternehmen wieder günstig gemacht. Der Übernahmehunger steigt. Potenzielle Aufkäufer zahlen für die Objekte der Begierde häufig hohe Aufschläge. Wir stellen sechs heiße Kandidaten vor. Von Wolfgang Hagl und Christian Ingerl

Der Übernahmeappetit der Unternehmen scheint derzeit grenzenlos. Die Zinsen sind günstig wie nie und die Kassen prall gefüllt - eine Konstellation, welche die Lust auf Mergers & Acquisitions (M&A) spürbar erhöht. So erreichte das weltweite Volumen im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert. Nach Daten von Zephyr wurden 2015 knapp 90 000 Transaktionen im Wert von 6,14 Billionen Dollar abgeschlossen. Und der Trend hält an. Jüngstes Beispiel: Die Deutsche Börse möchte zusammen mit der LSE eine europäische Großbörse formen. Beide Unternehmen wären bei einer Verschmelzung 25 Milliarden Euro wert.

Auch im vergangenen Jahr waren es Mega-Abschlüsse, die zu einem Anstieg auf eine neue Rekordmarke sorgten. Insbesondere in den Sektoren Pharma und Chemie ging es heiß her. So stammt der teuerste M&A-Deal des Jahres mit einem Wert von 160 Milliarden Dollar aus der Übernahme des Arzneimittelherstellers Allergan durch Pfizer. In der Chemiebranche dominierte das Eheversprechen der beiden Riesen Dow Chemical und Dupont den Markt. "Diese angekündigte Megafusion könnte zu einem echten Game Changer werden", sagt PwC-Experte Volker Fitzner. Er sieht vor allem hohes Kauf-interesse im Bereich Spezialchemie, in welchem 2015 die meisten Transaktionen gezählt wurden. In Deutschland könnte somit Symrise ins Visier von internationalen Branchengrößen kommen (siehe Seite 6).

Die Deutschen im Fokus



Besonders begehrt ist "Made in Germany" im Reich der Mitte. Im vergangenen Jahr kauften Chinesen laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) 36 deutsche Unternehmen. Damit waren die Asiaten in keinem anderen EU-Land bei ihren Investitionen so aktiv wie in Deutschland. An der Spitze steht aber nach wie vor die USA, die 2015 insgesamt 159 Akquisitionen in Deutschland tätigten.

Aber auch unter den heimischen Unternehmen wächst der Übernahmehunger. Nach einer jüngsten Umfrage von EY möchten 56 Prozent der Unternehmen in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten zukaufen. Weltweit sind es sogar 59 Prozent. Das sind jeweils die höchsten Werte seit Beginn der Befragung im Jahr 2010. "Die Unternehmen sind positiv gestimmt und sehen optimistisch in die Zukunft. Ihren Optimismus lassen sie sich trotz politischer und wirtschaftlicher Krisen und volatiler Märkte nicht nehmen", kommentiert EY-Experte Alexander Kron das Ergebnis. Ein wichtiger Faktor sind die bereits eingangs erwähnten günstigen Rahmenbedingungen. Die Notenbanken halten die Leitzinsen niedrig, und so kommen Unternehmen leicht an frisches Kapital. Neun von zehn Unternehmen gehen hierzulande davon aus, dass sich das Volumen der M&A-Deals weltweit in den kommenden zwölf Monaten erhöhen wird. "Wir werden weiter viel Bewegung auf dem M&A-Markt sehen", sagt Kron und führt weiter aus: "Große Trendthemen wie Big Data oder Industrie 4.0 werden Treiber des Marktes sein." Als Objekt der Begierde könnte in diesem Bereich unter anderen der heimische Roboterhersteller Kuka auftauchen (siehe Seite 4).

Die Welt im Übernahmefieber



Auf internationaler Basis geht es im noch jungen Jahr 2016 bereits heiß her, wie das Beispiel Foxconn und Sharp oder auch die Übernahme des Reisekonzerns Kuoni durch die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT zeigt. Auch beim Ringen um Syngenta ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden. Wurde dem feindlichen Übernahmeversuch durch den Konkurrenten Monsanto im vergangenen Jahr eine Absage erteilt, dürfte die aktuell angestrebte Offerte seitens ChemChina nur noch reine Formsache sein. Allerdings notiert der Kurs der Syngenta-Aktie derzeit deutlich unter der Offerte von 470 Franken. Noch scheint nämlich der Markt Zweifel an dem Deal zu haben. Gerüchten zufolge möchte das US-Komitee für Auslandsinvestitionen verhindern, dass "Schlüsseltechnologien" der westlichen Welt an China gehen. Daher könnte es von dieser Seite aus noch zu einem Veto kommen. Wir sehen die Syngenta-Aktie dennoch als Kaufchance, denn sollte es wirklich zu einer Absage kommen, dürften die Spekulationen um die Eidgenossen wieder von vorn beginnen.

Die Gerüchteküche brodelt



Übernahmegerüchte mit deutscher Beteiligung gibt es derzeit ebenfalls jede Menge. Zum Beispiel wird Siemens Interesse an der spanischen Gamesa nachgesagt. Damit würde der weltgrößte Windturbinenhersteller entstehen, der den bisherigen Marktführer Vestas auf Platz 2 verweisen würde. Mit Infineon ist zudem ein weiterer DAX-Titel Ziel von Spekulationen. Auf der einen Seite halten die Münchner immer ihre Augen für interessante Akquisitionsziele offen. 2014 bewies Infineon bereits mit dem Kauf von International Rectifier (IR) - der bislang größten Akquisition in der Unternehmensgeschichte - einen guten Riecher. Auf der anderen Seite gilt der Halbleiterspezialist selbst als Übernahmekandidat. In den vergangenen Monaten ist es zu einer Vielzahl von Transaktion im Chipbereich gekommen. Infineon-Chef Reinhard Ploss gibt derartigen Spekulationen aber keine Nahrung: "Wir sehen uns eher in der Position eines Übernehmers als eines Übernommenen", sagte er auf der jüngsten Hauptversammlung.

Dass nicht jeder Aufkaufversuch von Erfolg gekrönt ist, zeigt das Beispiel Vonovia. Deutschlands größter Wohnungskonzern ist mit seinem Vorstoß, sich die kleinere Rivalin Deutsche Wohnen einzuverleiben, gescheitert. Die Bochumer hatten schlichtweg einen zu niedrigen Preis aufgerufen und damit die Mindestannahmequote verfehlt.

Kaufkandidaten gibt es hierzulande aber noch genügend. Gerüchte ranken sich zum Beispiel seit Langem um den Generikaspezialisten Stada, die Software AG oder auch um das Online-Businessnetzwerk Xing. Wir stellen Ihnen auf ab Seite 3 die derzeit sechs heißesten Übernahmekandidaten aus Deutschland vor. Wer lieber eine breit diversifizierte M&A-Strategie verfolgen möchte, findet bei diversen "Paketprodukten" adäquate Anlagelösungen (siehe Kasten Seite 2).

Auf Seite 2: M&A-Zertifikate



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Bildquelle: Oliver Boehmer/bluedesign/Fotolia

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