"Wir stehen am Rande einer technischen Revolution, die unsere Art zu leben, zu arbeiten und miteinander umzugehen grundlegend verändern wird. In ihrem Ausmaß, ihrer Reichweite und ihrer Komplexität wird es sich bei dieser Transformation um eine noch nie erlebte Erfahrung handeln", konstatiert Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Die vierte industrielle Revolution meistern" lautete denn auch das Thema des diesjährigen Gipfeltreffens von Wirtschafts- und Politgrößen. "Die Schnelligkeit, mit der derzeit Durchbrüche er zielt werden, wurde noch nie erreicht. Im Vergleich zu früheren industriellen Revolutionen entwickelt sich die vierte Revolution exponentiell und nicht in linearem Tempo. Sie wirbelt fast jeden Industriezweig in allen Ländern durcheinander", erklärt Schwab.

Ein Teil dieser vierten industriellen Revolution sind neuartige Roboter und ähnliche Technologien. Roboter können heute immer intelligentere Arbeiten auszuführen. Inzwischen arbeiten die Roboter und ihre Verwandten in fast allen Industriebereichen, in der Dienstleistungsbranche, im Gesundheitswesen und sogar in der Forschung. Die britische ETF Securities offeriert deshalb den ersten Roboter-ETF. Der ROBO-STOX-Global-Robotics- and-Automation-GO-ETF (ISIN: IE00BMW3QX54) bildet ein globales Portfolio von 82 Unternehmen aus der Robotik- und Automatisierungsindustrie ab.

Warum sollten Anleger in diese Branche investieren? Auf den Punkt gebracht: Das Potenzial der Branche scheint riesig. "Wir glauben, dass sich die Welt in der Frühphase einer neuen, umwälzenden wirtschaftlichen Ära befindet. Diese ist durch den wachsenden Einsatz ausgeklügelter Robotik- und Automatisierungstechnologien geprägt", sagt auch Richard Lightbound, der Chef des Londoner Analysten-Hauses ROBO-STOX. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Investmentanalysen von Unternehmen aus der Roboter-Branche und wählt die Aktien für den Index aus, auf dem der ETF basiert.

Innovativer Robo-Stox-ETF



Für diese These spricht auch das Ergebnis einer Studie der Schweizer Großbank UBS. Die Autoren der Studie analysierten die drei bisherigen technologischen Revolutionen: Die erste industrielle Revolution im späten 18. Jahrhundert, die zweite ab dem Ende des 19. Jahrhunderts und den Durchmarsch der Elektronik und der Informationstechnologie im späten 20. Jahrhundert. Das Resümee der Forscher: Alle drei wurden von zwei entscheidenden Faktoren angetrieben: Automatisierung und Konnektivität.

Diese werden nach ihrer Meinung auch maßgeblich die nun begonnene vierte Revolution bestimmen. Deren Folgen könnten sogar noch drastischer ausfallen als bei den vorausgegangenen Umwälzungen. Davos-Gründer Schwab hat daran keinen Zweifel. Er sieht "technische Durchbrüche in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Robotik, Internet der Dinge, autonome Fahrzeuge, 3-D-Druck, Nano- und Biotechnologie, Materialwissenschaften, Energiespeicherung und Quantencomputing".

Was der Menschheit bevorsteht, scheint aus einem Zukunftsroman zu stammen: Extreme Automatisierung durch den Einsatz von Robotern. In vielen Fabriken ist das bereits Alltag. Wo früher Arbeiter Teile zusammenschraubten, übernehmen das heute längst Roboter. In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend stark beschleunigen. Bis zum Jahr 2025 werden etwa 45 Prozent der Arbeiten in der Industrieproduktion durch Roboter ausgeführt, schätzen Analysten der Investmentbank Merrill Lynch.

Es gibt viele Gewinner. Die Automatisierung bringt den Roboter-Herstellern enorme Einnahmen. Die Unternehmensberatung Boston Consulting prognostiziert, dass die weltweiten Ausgaben für Robotik von 15 Milliarden Dollar im Jahr 2010 auf 67 Milliarden Dollar im Jahr 2025 explodieren werden. Da die Lohnkosten steigen und Preise für Automatisierungslösungen sinken, nähern sich Unternehmen vermehrt der Schwelle, ab der sie auf Robotik-Lösungen zurückgreifen. Schon in den vergangenen Jahren ist der Absatz von Robotik-Anwendungen stark gestiegen: Zwischen 2003 und 2013 hat sich das weltweite jährliche Angebot von Industrierobotern von 80.000 Einheiten auf über 170.000 Einheiten mehr als verdoppelt, berichtet Branchenkenner Lightbound.

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Jetzt geht es erst richtig los



Die alternde Gesellschaft und eine abnehmende Erwerbsbevölkerung werden diesen Trend beschleunigen, prophezeit der Robostox-Chef. Roboter-Hersteller sollten in den nächsten Jahrzehnten gute Geschäfte machen können. Dabei werden Roboter längst nicht nur die Industrieproduktion verändern, sondern auch das tägliche Leben. Schon heute gibt es selbstständig einparkende Autos oder Haushaltshelfer wie Staubsaugerroboter oder Rasenmäher.

Da die Roboter immer intelligenter werden, können sie auch in anderen Bereichen immer mehr Routinearbeiten übernehmen. Der deutsche Roboterhersteller Kuka etwa tüftelt an Robotern, die in Krankenhäusern oder Altersheimen zum Einsatz kommen, etwa indem sie die Pflegekräfte durch die Ausgabe und das Abräumen von Essenstabletts entlasten.

Möglich wird die immer stärkere Automatisierung vor allem durch zwei weitere Faktoren: Vernetzung und künstliche Intelligenz. Künftig werden viele Geräte und Produktionsmaschinen nicht nur Sensoren und Chips tragen, sondern auch über das Internet miteinander kommunizieren, prognostizieren Zukunftsforscher. Immer intelligentere Software sowie leistungsfähigere und kleinere Chips sorgen gleichzeitig dafür, dass die künstliche Intelligenz eine tragende Rolle erhält. "Wir sind jetzt schon von künstlicher Intelligenz umgeben - vom selbst fahrenden Auto und Drohnen, die sich selbst lenken, über virtuelle Assistenten und Software, die übersetzen oder investieren kann", berichtet Schwab.

Roboter und mehr im ETF



Die künstliche Intelligenz habe beeindruckende Fortschritte gemacht, unterstützt vom rasanten Wachstum der Computerkapazitäten und der Verfügbarkeit riesiger Datenmengen. Die Maschinen werden so immer intelligenter, denn die Maschinen lernen ständig dazu. Dank immer besserer Software können sie Muster erkennen und daraus Wissen generieren. Das Ziel: selbstständig Entscheidungen treffen.

Von dieser atemberaubenden Entwicklung können Anleger mit dem ROBO-STOX-Global-Robotics- and-Automation-ETF profitieren. Der ETF enthält Aktien von jungen, schnell wachsenden Unternehmen als auch von etablierten Gesellschaften aus verschiedenen Ländern. Offensichtlich läuft bei der Mehrzahl dieser Unternehmen das Geschäft bestens. Dementsprechend lukrativ wären in der Vergangenheit Investments in Roboter-Aktien gewesen, versichert der ETF-Anbieter, die britische ETF Securities. Nach ihren Angaben brachte der dem ETF zu Grunde liegende ROBO-STOX-Index in den vergangenen zehn Jahren doppelt so viel Rendite wie der Dax.

Auch für ETF Securities selbst soll sich deshalb offensichtlich das Geschäft lohnen. Der ROBO- STOX-ETF hat eine für ETFs ausgesprochen happige Gesamtkostenquote von 0,95 Prozent. ETFs auf Standard-Indizes wie S&P 500 oder Euro-Stoxx-50 kosten nicht einmal ein Zehntel davon. Andererseits: Bleibt es bei den bisherigen Gewinnen der Branche, lassen sich die hohen Kosten des ETFs verschmerzen.

ROBO-STOX-Global-Robotics- and-Automation-GO-UCITS-ETF

ISIN: IE00BMW3QX54

Gesamtkostenquote (TER): 0,95 Prozent