WOCHENAUSBLICK

Robert Halver: Ja ist denn schon Jahresend-Rallye?

Robert Halver: Ja ist denn schon Jahresend-Rallye?

WKN: 508810 ISIN: DE0005088108 Baader Bank AG

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20.11.2017 - 16:36
07.11.2017 11:20:00

Der deutsche Aktienmarkt ist in Rekordlaune, auch weil der Fundamentalismus auf dem Vormarsch ist. Die Weltwirtschaft scheint endlich wieder an ihre Sturm und Drang-Zeit vor der Finanzkrise 2008 anknüpfen zu können. Und während eine Asien-Krise 2.0 ausbleibt, wächst die Euro-Wirtschaft so stark wie zuletzt 2011 und setzen die USA ihren Wachstumskurs fort. Auch die Notenbanken trüben das positive Aktienbild nicht.



Die Bank of Japan betreibt weiter munter Liquiditätsausweitung und die Fed lässt ihren Leitzins zunächst unangetastet. Doch wie ist der neue US-Notenbankpräsident Jerome Powell einzuschätzen? Stellt er ein Aktien-Risiko dar?



Die Weltkonjunktur zeigt wieder Stärke



Die chinesische Wachstumseuphorie ist zwar Geschichte. Und die hohen offiziellen Wachstumsraten Chinas entspringen eher der Märchenwelt als der Realität. Tatsächlich ist ein schrumpfender Anteil neuer Kredite an der chinesischen Wirtschaftsleistung unverkennbar. Doch wie in westlichen Industrieländern setzt auch China die üppige Geldpolitik massiv zur Wirtschaftsstimulierung ein. So werden Reibungsverluste aus der Transformation Chinas vom Schwellen- zum Industrieland, der Immobilienblase und der Überschuldung von Unternehmen und Banken umfänglich geglättet und der Aufbau einer stabilen Binnenkonjunktur unterstützt.




Die Wachstumsraten in der Eurozone zeigen sich nach Jahren der Enttäuschung höchst erfreulich. Hintergrund sind insbesondere starke Nachholeffekte, die von der ultralockeren EZB ausgelöst wurden. In Ermangelung einer ernsthaft betriebenen Reformpolitik - die erst zu selbsttragendem Wachstum führte - sollte die Nachhaltigkeit der Konjunkturrobustheit jedoch nicht überschätzt werden.

Die US-Wirtschaft setzt ihren von einer robusten Unternehmens- und Verbraucherstimmung getragenen, stetigen Wachstumskurs fort. Die jetzt als Entwurf vorgelegte Steuerreform würde der Konjunktur weiteren Auftrieb verleihen.

Von dieser realwirtschaftlichen Stabilisierung erhalten konjunkturzyklische Aktien weltweit Auftrieb. Nach ihrer seit 2011 zu beobachtenden Underperformance gegenüber Defensivaktien hat sich mittlerweile eine eindeutige relative Stärke etabliert.



Auf Seite 2: Die Fed ist der Freund der Aktienmärkte, nicht ihr Feind



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