ROBERT HALVER

Sind die Republikaner besser für US-Aktien? Was ein Wahlsieg von Donald Trump bedeuten würde

Sind die Republikaner besser für US-Aktien? Was ein Wahlsieg von Donald Trump bedeuten würde

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08.02.2016 07:17:00

Die Republikaner sind besser für die US-Wirtschaft und amerikanische Aktien, lautet ein gängiges Cliché. Doch stimmt das? Und wie ist der umstrittene Polit-Neuling Doland Trump einzuschätzen?

Welche Bedeutung hat die US-Präsidentschaftswahl 2016 überhaupt noch für die Aktienmärkte?



US-Wahlkämpfe sind etwas Besonderes. Illustre Kandidaten besetzen die gesamte politische Farbpalette von links bis rechts, von ultraliberal bis erzkonservativ und tief religiös. In Vorwahlen zerfleischen sich dann die Kandidaten des demokratischen bzw. republikanischen Lagers, damit sich offensichtlich die Spreu vom Weizen trennt: Die oder der vermeintliche Beste soll in das Rennen um den Präsidentenposten geschickt werden.

Besonders "herzerfrischend" ist der Polit-Neuling - besser gesagt Outlaw - Donald Trump. Seine klar und einfach formulierten "Botschaften" würden in Europa vermutlich Massenproteste auslösen. Dennoch gehen amerikanische Freunde von mir das erste Mal seit langer Zeit wieder zu Wahlkampfveranstaltungen, nicht weil sie Trump unbedingt für den besten Präsidentschaftskandidaten halten, sondern weil seine Show-Auftritte jede Show in Las Vegas schlagen.

Die USA als Land der unbegrenzten Polarisierung - Donald Trump als Ronald Reagan 2.0?



Er feiert sich als Gegenpol zu einem glatt gelutschten Washingtoner Polit-Apparat, der vielen Amerikanern verhasst ist. Donald ist die ehrliche Haut, der aber so richtig gegen den politisch korrekten Strich bürstet. Nicht zuletzt ist er das Sinnbild dafür, niemals aufzugeben: Er war Milliardär, dann fast pleite und heute wieder Milliardär. Ein gelebter amerikanischer Traum, oder?

Donald Trump erinnert mich an Ronald Reagan. Auch er war ein politischer Neuling, wenn man einmal von seinem Amt als Gouverneur im showtime state California absieht. Ich denke zurück an Reagans polarisierenden Wahlkampf 1980. Mit seiner Marktradikalität zeigte er dem damals vorherrschenden Zeitgeist des nachfrageorientierten Keynesianismus die dunkelrote Karte. Und niemals zuvor hat ein Präsidentschaftskandidat der damaligen Sowjetunion so eiskalt lächelnd klar gemacht, dass sie den Kalten Krieg mit Pauken und Trompeten verlieren wird.

Auf Seite 2: Heißt es bald wieder "Freiheit statt Sozialismus"?



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