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ROBERT HALVER

Wie heil ist die Finanzwelt von 2016?

WKN: 508810 ISIN: DE0005088108 Baader Bank AG
2,13 EUR
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29.06.2016 - 18:00

Auf die aktuelle Anlegerstimmung passt das Bild der gerade angebrochenen Fastenzeit. So mancher Anleger fühlt sich sogar an das Schicksalsjahr der Finanzwelt 2008 erinnert. Kommt es 2016 wieder genauso heftig?

von Robert Halver

Wer 2016 den Gestank neuer Finanzkrisen zulässt, hat aus den Stinkbomben von 2008 nichts gelernt



Auf die aktuelle Anlegerstimmung passt das Bild der gerade angebrochenen Fastenzeit. So mancher Anleger fühlt sich sogar an das Schicksalsjahr der Finanzwelt 2008 erinnert. Kommt es 2016 wieder genauso heftig? Damals kam es zur bis dato größten Krise des Finanzsystems, als zunächst die Immobilienblase platzte, dann die Finanzmärkte und schließlich die Weltkonjunktur einbrachen.

Mit dramatischer Neuverschuldung konnten sich die Banken und die Weltwirtschaft wieder fangen. Doch die Refinanzierung der staatlichen Stützungspakete war den Staaten nicht mehr möglich. Mit Leitzinsen von quasi Null, Renditedrückungen zur günstigeren Schuldenfinanzierung und schließlich dem Aufkauf von Schulden, konnten Fed, EZB & Co. den finalen Finanzsystem-Crash verhindern.

Wie heil ist die Finanzwelt von 2016?



Doch weiß jeder, dass eine systemgefährdende Staatsschuldenkrise in Europa ähnlich wie unreine Haut nur durch viel Make-Up bislang gut verdeckt wurde. Und die finanzielle Gesundung Griechenlands ist so unwahrscheinlich wie die menschliche Besiedlung des Mars. Die Eurozone kommt - wie man im Ruhrgebiet sagt - nicht in die Pötte.

Tatsächlich riecht es 2016 wieder streng nach Finanzkrise: Viele der Energieanleihen aus der US-Fracking-Industrie sind notleidend und genau diese Not spüren jetzt auch viele europäische Banken, die in sie liebend gerne investiert haben. Einen Vorwurf kann man ihnen nicht machen: Fracking galt als zukunftsweisende alternative Ölfördermethode, um aus der Abhängigkeit von OPEC-Öl zu entkommen. Energieanleihen waren ein willkommener Exit aus renditeseitig nicht mehr satisfaktionsfähigen Staats- und Unternehmenspapieren.

Ohnehin kommt bei Banken aktuell keine Freude auf. Die Daumenschrauben der Regulierung, gewaltige Abschreibungen und inflationsartige Strafprozesse sind so etwas wie Aschermittwoch, Karfreitag und Volkstrauertag gleichzeitig an einem Tag.

Für Verunsicherung sorgen nicht zuletzt die Staatsfonds der Rohstoff- und Schwellenländer. Im Finanzwald bewegen sie sich wie Wilddiebe, die in allen Anleihesegmenten und bei Devisenreserven Kasse machen, um Liquidität für ihre schwächelnden Konjunkturen zu beschaffen. Selbst Hedgefonds sagen beim Abschied aus ihren Investments leise Servus und machen Kasse. Den Verlusten aus Ölgeschäften und aufgrund schlechter Konjunkturstimmung wollen sie nicht länger zuschauen. Liquidität ist in.

Auf Seite 2: Wenn der Wunsch nach Liquidität aufkommt, müssen alle Alarmglocken erklingen



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