Dieser Gigant zeigt bereits seit einigen Monaten Stärke und erhält durch den Ausgang der Midterms zusätzlich einen gewaltigen Schub. Jetzt zugreifen?

Im Gegensatz zu manch anderem Einzelwert im Pool der Magnificent Seven legt Microsoft seit Juni eine gewaltige Aufwärtsbewegung an den Tag und erzielte mit dem gestrigen Schlusskurs bei 555,80 Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch. Die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen belegen eindrucksvoll, dass der Konzern längst nicht mehr von immer wiederkehrenden Softwareerlösen abhängig ist, sondern mit einem stark wachsenden Cloud- und KI-Geschäft zusätzlich punkten kann. 

Der Umsatz der Cloud-Plattform Azure wuchs allein im letzten Quartal um 48 Prozent. Auf Jahressicht wurde dadurch erstmals die 100-Milliarden-Umsatzmarke geknackt. Insgesamt stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 auf 331,8 Milliarden Dollar, was einem Plus von 18 Prozent entspricht. Davon konnte die Sparte Cloud 214,4 Milliarden und ein Plus von 27 Prozent für sich verbuchen. Das Geschäft wächst und ist hoch profitabel.

Wahlausgang hilft Hyperscalern

Selbstverständlich drücken auch bei Microsoft die Sorgen aufgrund hoher Investitionen in KI auf das Gemüt der Anleger. Doch ausgerechnet der Sieg der Demokraten könnte Microsoft und anderen Hyperscalern dabei helfen, ihren Burggraben zu festigen und kleinere Wettberber auf Abstand zu halten. Denn die von den Demokraten im Wahlkampf in Aussicht gestellten regulatorischen Hürden für den Bau von neuen Rechenzentren begünstigt Anbieter, die bereits über massive Kapazitäten verfügen und erschwert das Vorankommen neuer Marktteilnehmer. Ein klarer Pluspunkt für Microsoft.

Eine mit den neuen Restriktionen einhergehende Verlangsamung der Investitionsausgaben könnte sich zudem positiv auf die Return-on-Invest-Quote auswirken. Denn Einnahmen werden weiterhin in Hülle und Fülle generiert.


Pullback abwarten

Charttechnisch zeigt der 5-Jahres-Chart auf Wochenbasis, dass die Benchmark bei 556 Dollar bereits im August 2025 und im Oktober 2025 getestet wurde. Wir haben es in diesem Bereich somit mit einem Widerstand zu tun. Der RSI zeigt sich in der Nähe der Überkauft-Marke, sodass ein Rücksetzer Richtung 535 Dollar keine Überraschung wäre. Käme es im Anschluss an diesen Pullback zu Käufen, die den Kurs signifikant über den Widerstand bei 556 Dollar hievt, kann die Stärke nach der Stärke gekauft werden.

Microsoft auf 52-Wochen-Hoch
Microsoft auf 52-Wochen-Hoch

Weiterführende Links

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.