Die Märkte rotieren und viele Anleger übersehen der Bank of America zufolge eine Renditechance. Vor allem eine Strategie zeigt eine spannende Entwicklung.

Nach Ansicht der Experten ist derzeit vor allem ein breit diversifizierter Multi-Asset-Ansatz sinnvoll. Daher sei die sogenannte "25/25/25/25"-Strategie besonders interessant.

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Die 25/25/25/25-Strategie

Bei dieser Strategie verteilen Anleger ihr Kapital gleichmäßig auf Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Bargeld. In der Studie untersuchte das Global Research Team der Bank of America ein Modell, das seit Jahresbeginn eine Rendite von rund 16 Prozent erzielt hat und somit die beste Entwicklung seit 2021 erreichte. Gerade in einem Markt, der stark von wenigen Mega-Cap-Werten wie Apple oder Nvidia geprägt ist, rückt der Ansatz wieder stärker in den Fokus.

Jährliche Rendite der 25/25/25/25-Strategie der letzten 100 Jahre
Bank of America Global Research
Die Renditeentwicklung der letzten 100 Jahre in der 25/25/25/25-Strategie

Das Schaubild zeigt: Die Bank of America stützt ihre Analyse auf ein Modell mit S&P-500-Aktien und 10-jährigen US-Staatsanleihen. Das Modell erzielte seit Jahresbeginn eine Rendite von rund 16 Prozent.

Neben Aktien haben bei dem untersuchten Modell vor allem Rohstoffe, Anlagen aus Schwellenländern und kleinere Werte zur Entwicklung beigetragen. Die Bank of America verweist damit auf mehrere langfristige Trends, die sich seit Längerem als stetige Entwicklung an den globalen Börsen abzeichnen.

Passend dazu: Wer lieber auf eine "Buy and hold forever"-Strategie setzt, sollte einen Blick auf den "Aktien für die Ewigkeit"-Index werfen.

Aktien für die Ewigkeit Index (WKN: SL0F99)

Was bedeutet das für Anleger?

Im größeren Kontext passt die Entwicklung zu einer schrittweisen Rotation am Markt. Während zuletzt vor allem einige große Tech- und US-Titel dominierten, gewinnen breitere Anlageklassen immer mehr an Bedeutung. Einige Strategen sehen zudem Konsumwerte wie Procter & Gamble oder Coca-Cola als möglichen nächsten Profiteur dieser Rotation.

Doch auch außerhalb von US-Börsen oder Modellen sollten Anleger diversifizieren. Denn auch in Deutschland gilt: Wer zu sehr auf die Marktführer wie Bayer, Infineon oder Hochtief setzt, verpasst womöglich Renditechancen in anderen Bereichen. Vor allem die Rotation zwischen den Sektoren macht deutlich, dass ein ausgewogener Ansatz derzeit sinnvoller sein kann als einseitige Wetten.

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Häufig gestellte Fragen

Warum profitieren Multi-Asset-Strategien oft in Rotationsphasen?

Wenn sich der Markt weg von wenigen dominanten Aktien hin zu breiteren Anlageklassen bewegt, verteilen Multi-Asset-Strategien das Risiko besser. Sie können dann von mehreren Renditequellen gleichzeitig profitieren, statt nur von einem einzelnen Marktsegment abhängig zu sein.

Was bedeutet Marktrotation für Privatanleger?

Für Privatanleger heißt Marktrotation vor allem, dass frühere Gewinner nicht automatisch weiter vorne liegen müssen. Wer sein Portfolio breit aufstellt, kann Phasen besser abfedern, in denen einzelne Branchen oder große Wachstumswerte schwächer laufen.

Ist eine 25/25/25/25-Strategie für jede Marktlage geeignet?

Nicht unbedingt. Sie kann in Phasen mit wechselnden Marktführern sehr sinnvoll sein, bietet aber keinen Schutz vor allgemeinen Rücksetzern an den Märkten. Entscheidend ist, ob die Gewichtung zum eigenen Risiko, Anlagehorizont und Ziel passt.

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