Rheinmetall legt am 5. November Q3-Zahlen vor. Morningstar sieht einen fairen Wert von 2.380 Euro und damit mehr als 100 Prozent Aufwärtspotenzial. Welche Termine Anleger jetzt im Blick behalten sollten. 

Die Zahlen von Rheinmetall für das dritte Quartal werden mit Spannung erwartet. Das Analysehaus Morningstar erwartet am 5. November ein starkes Umsatzwachstum und eine bessere Profitabilität. Die Analystin Loredana Muharremi, CFA, von Morningstar vergibt fünf Sterne und sieht einen fairen Wert von 2.380 Euro je Aktie. Den Wettbewerbsvorteil des Rüstungskonzerns stufen sie als breit ein, die Unsicherheit der Bewertung als mittel.

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Rheinmetall: Umsatz wächst kräftig, Margen unter Druck

Laut Morningstar dürfte der Umsatz im dritten Quartal deutlich zulegen. Treiber sind höhere Lieferungen bei Munition und Luftverteidigung sowie der Ausbau der Digitalisierung im Militär. Das Fahrzeuggeschäft wächst dagegen langsamer, nachdem im Vorquartal die Auslieferung von Lkw nachgeholt wurde. Zusätzlich trägt die Konsolidierung des Marinegeschäfts zum Konzernumsatz bei.

Der operative Gewinn soll dabei schneller steigen als der Umsatz. Höhere Produktionsmengen und eine bessere Auslastung der Fixkosten wirken positiv. Gegen die Margen sprechen die Kosten für den XM30-Prototyp und das margenschwächere Marinegeschäft.

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Rheinmetall (WKN: 703000)

Morningstar: Cashflow kehrt ins Plus zurück

Morningstar rechnet damit, dass der operative Free Cash Flow wieder positiv wird. Der Grund: Der Aufbau von Working Capital verlangsamt sich, weil mehr ausgeliefert und kassiert wird. Die anhaltenden Investitionen in neue Produktionskapazitäten dämpfen die Erholung jedoch.

Auftragseingang bleibt ungleichmäßig

Die Auftragszahlen dürften unregelmäßig ausfallen. Der große Arminius-Fahrzeugauftrag ist für das Jahresende eingeplant. Sein Zeitpunkt und eine mögliche Vorauszahlung sind deshalb für das vierte Quartal wichtig, sowohl für den Auftragsbestand als auch für den Cashflow.

Weiterführende Links

Worauf Anleger achten sollten

Morningstar nennt drei Punkte:

- Fortschritte bei festen Zuschlägen

- Umwandlung von Rahmenverträgen in konkrete Aufträge

- Erreichung von Produktionsmeilensteinen

Was andere Analysten sagen

Laut Analystenkonsens von Anfang Oktober stehen neun Analysehäuser hinter der Aktie: sieben raten zum Kauf, zwei zum Halten, keines zum Verkauf. Das mittlere Kursziel für die kommenden zwölf Monate liegt bei 1.500 Euro, die Spanne reicht von 1.020 bis 2.300 Euro. Andere Auswertungen mit mehr Analysten kommen auf einen Durchschnitt von rund 1.760 Euro. Zuletzt hat die Deutsche Bank ihr Kursziel von 1.800 auf 1.650 Euro gesenkt, die Einstufung „Buy“ aber beibehalten.

Die Kursentwicklung ist dagegen schwach. Die Aktie notierte Ende Oktober bei rund 1.000 bis 1.040 Euro. Gegenüber dem Jahreshoch liegt sie knapp die Hälfte darunter, im Vergleich zum Vorjahr hat sie rund 42 Prozent verloren. Das 52-Wochen-Tief lag bei 902,50 Euro (25. Juni 2026). Im September kaufte Konzernchef Armin Papperger eigene Aktien für knapp eine halbe Million Euro.

Laut Analysten hängt die Erholung an zwei Terminen: den Q3-Zahlen am 5. November und der Arminius-Entscheidung am 9. Dezember. Der Markt zweifelt offenbar daran, dass die erwarteten Aufträge rasch genug in höhere Gewinne umgesetzt werden. 

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Häufige Fragen

Was bedeutet der faire Wert von 2.380 Euro bei Morningstar?

Morningstar schätzt den inneren Wert der Rheinmetall-Aktie auf 2.380 Euro je Aktie. Das ist eine langfristige Bewertung und keine Kursprognose für die nächsten Wochen.

Wann werden die Q3-Zahlen von Rheinmetall veröffentlicht?

Am Donnerstag, 5. November 2026, um 14 Uhr MEZ.

Warum ist das vierte Quartal für Rheinmetall so wichtig?

Der erwartete Großauftrag Arminius soll zum Jahresende kommen. Sein Zeitpunkt und eine mögliche Vorauszahlung bestimmen maßgeblich den Auftragsbestand und den Cashflow im Schlussquartal.

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