Diese einst gefeierte KI-Aktie ist bereits um 55 Prozent vom Hoch abgestürzt und nun gibt es die nächste schlechte Nachricht, die auch ein neues Warnsignal für die KI-Branche ist. Das müssen Anleger wissen.

Oracle war einst ein gefeierter Highflyer in der KI-Branche, doch inzwischen sind die Papiere um rund 55 Prozent vom Hoch abgestürzt. Grund sind vor allem Sorgen, dass das Unternehmen wegen seiner aggressiven Finanzierungsstrategie beim KI-Ausbau in bilanzielle Probleme geraten könnte. Dazu gibt es nun die nächsten schlechten Nachrichten.

Immer auf dem Laufenden bleiben: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen

Nach 55 % Crash gibt es für diese Aktie die nächste schlechte Nachricht

So musste Oracle beim riesigen Rechenzentrumsprojekt Jupiter in New Mexico in Berufung auf “höhere Gewalt” einen Anspruch auf Zahlungsaufschub anmelden, falls das sich verzögernde Projekt nicht wie geplant 2028 an den Start geht.

In einer ersten Reaktion verloren die Papiere vier Prozent. Unter Druck gerieten ebenfalls die Anteilsscheine von Bloom Energy, dem Energielieferanten des Komplexes, und von Blue Owl Capital, dem Finanzierer des Projektes.

Bären deuten die Handlungen von Oracle als klares Zeichen, dass sich der Konzern in zunehmenden Liquiditätsproblemen befindet. Die Credit-Default-Swaps für die Aktien von Oracle, also Versicherungen gegen den Zahlungsaufall des Unternehmens, erreichten daraufhin ein neues Rekordhoch. Inzwischen liegen die Zinsen, die Oracle auf seine bis 2056 ausgegebenen Anleihen zahlen muss, nördlich von acht Prozent und damit deutlich über dem Schnitt des Marktes im Rating-Niveau des Konzerns (B2/B).

Übrigens: Wenn Sie jetzt lieber in sichere Aktien investieren möchten, lohnt sich ein Blick auf den BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index

Warnsignal für KI-Branche

Dass im Zuge des KI-Booms Fehlinvestitionen getätigt werden, war von vornherein klar, und auch dass diese Fehlallokationen einige Unternehmen in die Bredouille bringen. Bei Oracle gab es aber fast von Anfang an Fragen angesichts der enorm hohen Ausgaben und die neuesten Entwicklungen zeigen, dass dies entsprechende Folgen hat.

Sollten sich Nachrichten wie aus New Mexico mehren, dann könnte nicht nur bei Oracle, sondern in der gesamten KI-Branche Panik entstehen. Immerhin ist das Unternehmen keineswegs ein kleiner Player, sondern hat trotz 55 Prozent Kurssturz eine Marktkapitalisierung von 434 Milliarden US-Dollar.

Anleger sollten die Entwicklung also genau im Auge behalten und auch das Risiko im eigenen Portfolio überprüfen. BÖRSE ONLINE rät übrigens nicht zum Kauf von Oracle-Aktien. Wesentlich attraktivere Investmentchancen, auch außerhalb des KI-Sektors, finden Sie hier.

Weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Oracle-Aktie um 55 Prozent gefallen?

Die Aktie verlor rund 55 Prozent gegenüber ihrem Hoch, weil Sorgen über mögliche bilanzielle Probleme infolge der aggressiven Finanzierung des KI-Ausbaus aufkamen.

Welche neue schlechte Nachricht gibt es zum Oracle-Rechenzentrum Jupiter?

Oracle beantragte wegen „höherer Gewalt“ einen Zahlungsaufschub, falls das sich verzögernde Rechenzentrumsprojekt Jupiter in New Mexico nicht wie geplant 2028 startet. Daraufhin fielen die Oracle-Papiere zunächst um vier Prozent.

Warum könnte die Entwicklung bei Oracle zum Warnsignal für die gesamte KI-Branche werden?

Die hohen Ausgaben für den KI-Ausbau können zu Fehlinvestitionen und finanziellen Problemen führen. Sollten sich ähnliche Nachrichten häufen, könnte dies nicht nur bei Oracle, sondern in der gesamten KI-Branche Panik auslösen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.