Fast 200 Prozent Rendite in einem Jahrzehnt: Der iShares Russell 2000 ETF liefert seit Jahren starke Ergebnisse, ohne dabei groß im Rampenlicht zu stehen. Was hinter dem Fonds steckt, für wen er sich lohnt – und wo die Risiken liegen.
Kein Hype, keine Einzelwette – und trotzdem eine schwindelerregend hohe Rendite: Wer vor zehn Jahren in den iShares Russell 2000 ETF (IWM) investiert hätte, könnte sich heute über eine Verdreifachung seines Einsatzes freuen. Dabei macht der Fonds außerhalb von Fachkreisen kaum Schlagzeilen.
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Fast 200 Prozent in zehn Jahren - fast niemand kennt diesen ETF
Die Zahlen sprechen für sich: Über den Zeitraum von zehn Jahren erzielte der IWM eine Gesamtrendite von 194 Prozent – Dividenden inklusive. Wer vor einem Jahrzehnt 1.000 US-Dollar investiert hätte, hätte zum Handelsschluss am 2. Juli über 2.940 US-Dollar, schreibt das amerikanische Finanzberatungsunternehmen "Motley Fool". Und auch aktuell zeigt der Fonds keine Schwäche: Mit einem Plus von über 19 Prozent allein in diesem Jahr übertrifft er deutlich die großen Indizes wie S&P 500 oder Nasdaq 100.
Small-Cap-ETF: Wie funktioniert der IWM?
Der IWM ist ein passiv verwalteter Indexfonds, der den Russell 2000 abbildet – den wichtigsten Gradmesser für amerikanische Small-Cap-Aktien. Der ETF kauft dabei die Aktien aller im Russell 2000 enthaltenen Unternehmen in ihrer jeweiligen Gewichtung und bildet so die Wertentwicklung des Index nach. Es gibt kein aktives Fondsmanagement, keine Einzeltitelauswahl – der Fonds läuft weitgehend automatisch.
Aufgelegt wurde der IWM bereits im Jahr 2000 von BlackRock unter der Marke iShares. Er gehört heute zu den liquidesten und meistgehandelten ETFs der Welt, was ihn auch für kurzfristig orientierte Anleger interessant macht. Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) liegt bei 0,19 Prozent – für einen US-amerikanischen ETF ein wettbewerbsfähiger Wert.
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iShares Russell 2000 ETF: Was steckt drin?
Der Russell 2000 umfasst die 2.000 kleinsten Unternehmen des breiteren Russell 3000 Index und gilt damit als der zentrale Benchmark für US-Small-Caps – vergleichbar mit dem S&P 500 für Großkonzerne. Als Small Caps gelten Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 250 Millionen und 2 Milliarden US-Dollar.
Aktuell hält der IWM rund 1.943 Positionen. Die Top-10-Positionen machen dabei nur rund 5,7 Prozent des Gesamtvermögens aus, was das Klumpenrisiko auf ein Minimum reduziert. Darunter finden sich neben vielen Nischenanbietern aus dem Gesundheitswesen und Regionalbanken auch bekannte Konsummarken wie Texas Roadhouse, Crocs, Planet Fitness, Dave & Buster's und Abercrombie & Fitch. Die Sektoren Gesundheit und Finanzen dominieren das Portfolio mit einem kombinierten Anteil von über 39 Prozent.
Geld anlegen und vermehren: Für wen lohnt sich der IWM?
Der IWM hat allerdings auch Nachteile - beispielsweise eine höhere Volatilität. Small Caps schwanken besonders in Abschwungphasen stärker als Large Caps. Zudem sind kleine Unternehmen oft auf Fremdkapital angewiesen und deshalb bei steigenden Zinsen überproportional belastet.
Deshalb eignet sich der ETF eher weniger als Kernbaustein eines Depots, sondern mehr als Ergänzung. Beispielsweise ist der IWM für langfristig orientierte Anleger, die ihr Depot jenseits der üblichen Tech-Giganten diversifizieren wollen, eine attraktive Option. Auch aktivere Anleger können den IWM nutzen, etwa um bei steigender Risikobereitschaft kurzfristig Exposure im Small-Cap-Bereich aufzubauen. Die hohe Liquidität des Fonds macht ihn dafür besonders geeignet.
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Häufige Fragen
Was ist der iShares Russell 2000 ETF (IWM) und wie funktioniert er? Der IWM ist ein passiv verwalteter börsengehandelter Indexfonds von BlackRock, der den Russell 2000 Index abbildet – den wichtigsten Benchmark für amerikanische Small-Cap-Aktien. Er investiert in knapp 2.000 kleinere US-Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 250 Millionen und 2 Milliarden US-Dollar. Die jährliche Kostenquote (TER) beträgt 0,19 Prozent. Der Fonds wurde im Jahr 2000 aufgelegt und gehört heute zu den liquidesten ETFs der Welt.
Wie viel Rendite hat der Russell 2000 ETF in den letzten zehn Jahren erzielt? Der IWM erzielte über zehn Jahre eine Gesamtrendite von rund 194 Prozent inklusive Dividenden. Aus einer Anfangsinvestition von 1.000 US-Dollar wurden bis Juli 2025 knapp 2.940 US-Dollar – das entspricht einer nahezu Verdreifachung des eingesetzten Kapitals. Allein in 2025 legte der ETF bisher über 19 Prozent zu und schlug damit den S&P 500, Nasdaq-100 und Dow Jones deutlich.
Für wen eignet sich ein Investment in Small-Cap-ETFs wie den IWM? Small-Cap-ETFs wie der IWM eignen sich vor allem für langfristig orientierte Anleger, die ihr Depot über klassische Großunternehmen hinaus diversifizieren möchten und eine höhere Schwankungstoleranz mitbringen – als Ergänzung, nicht als Kernposition. Europäische Anleger sollten dabei auf UCITS-konforme Alternativen achten, da der IWM selbst in den USA notiert ist.
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