Eine neue Studie der UBS enthüllt, wo in Deutschland das Risiko für Immobilienblasen und ihr Platzen am höchsten ist. Das sollten Besitzer unbedingt wissen.

Spätestens seit den Verwerfungen am Immobilienmarkt in den Jahren 2022/23 sowie dem aktuellen Zinsanstieg in der Euro-Zone ist die Angst vor Immobilienblasen bzw. dem Platzen dieser hoch. Nun hat die UBS eine neue Studie dazu veröffentlicht, die zeigt wie hoch das Risiko in Städten in Deutschland wirklich ist.

Immer auf dem Laufenden bleiben: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen

Hier ist das Risiko für fallende Immobilienpreise am höchsten

Das Fazit: Das Risiko für eine Immobilienblase in Frankfurt und München ist trotz hoher Wohnungspreise moderat. Für andere Metropolen im Ausland, allen voran Zürich, schlägt sie dagegen Alarm.

Frankfurt verzeichne einen deutlichen Rückgang bei der Gefahr einer Immobilienblase, "getrieben durch einen Rückgang der Immobilienpreise", schreibt die UBS in ihrer Analyse, die 2026 bereits das zwölfte Mal erschien. Auch in München sei das Blasenrisiko moderat, da hohe Zins- und Baukosten den Wohnungsmarkt bremsten.

Für ihren "Global Real Estate Bubble Index" analysierte die UBS die Immobilienpreise in 23 Metropolen weltweit, darunter aus Deutschland München und Frankfurt. Dafür vergleicht die Bank Kaufpreise und Mieten mit der Entwicklung der Einkommen und der Wirtschaft und schaut, ob es auffällige Abweichungen gibt. Auch die Verschuldung der Haushalte und die Entwicklung am Bau werden berücksichtigt.

Heute sei das Risiko von Immobilienblasen weltweit nur wenig verändert gemessen am Vorjahr, schreibt die UBS. Ein flächendeckender neuer Immobilienboom sei nicht in Sicht. Vor allem in drei Metropolen gibt es aber demnach große Gefahren, dass sich die Preisentwicklung von den tatsächlichen Immobilienwerten entkoppelt hat: Zürich, Tokio und Miami.

Keine Blase, aber auch kein Boom am Immobilienmarkt

Das Risiko einer Immobilienblase ist also moderat, doch das bedeutet nicht, das ein neuer Boom in Sicht ist. Einem starken Preisanstieg stehen erneut gestiegene Bauzinsen im Weg, die mit dem Iran-Krieg die Marke von vier Prozent überschritten haben und Kredite verteuern.

"Der deutsche Wohnimmobilienmarkt hat einen erheblichen Teil der Überbewertungen aus der Niedrigzinsphase abgebaut", sagt UBS-Manager Sükriya Aclan. Das knappe Wohnungsangebot in Frankfurt und München ergebe solide Aussichten für langfristig orientierte Käufer.

Weiterführende Links

Enthält Material von dpa-AFX

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist das Risiko einer Immobilienblase in Frankfurt und München?

Das Risiko ist in beiden Städten trotz hoher Wohnungspreise moderat. In Frankfurt ist die Gefahr einer Immobilienblase durch den Rückgang der Immobilienpreise deutlich gesunken, während hohe Zins- und Baukosten den Münchner Wohnungsmarkt bremsen.

Warum sind die Immobilienpreise in Frankfurt und München besonders im Blick?

Die UBS untersucht dort Kaufpreise und Mieten im Verhältnis zur Entwicklung von Einkommen und Wirtschaft. Zusätzlich berücksichtigt sie die Verschuldung der Haushalte und die Entwicklung am Bau, um auffällige Abweichungen von den tatsächlichen Immobilienwerten zu erkennen.

Drohen in Deutschland jetzt stark fallende Immobilienpreise oder ein neuer Boom?

Ein flächendeckender neuer Immobilienboom ist nicht in Sicht, weil gestiegene Bauzinsen von mehr als vier Prozent Kredite verteuern. Das knappe Wohnungsangebot in Frankfurt und München bietet langfristig orientierten Käufern dennoch solide Aussichten.