Die Bank of America schlägt Alarm: Historische Daten zeigen, dass Anleger in den kommenden Monaten besser die Finger von Aktien lassen – und stattdessen auf ein bewährtes Krisen-Asset setzen sollten.

Der August naht – und mit ihm offenbar eine Flaute an den Märkten: Davor warnt Paul Ciana, Technischer Analyst bei Bank of America Securities. Er hat die Marktdaten der vergangenen Jahrzehnte ausgewertet – das Ergebnis laut US-Medienberichten: Die Monate August bis Oktober sind historisch die gefährlichste Zeit für Aktienanleger. Stattdessen rät die Bank zu einem Krisen-Asset: Gold.

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Aktien unter Druck – Gold als Favorit der Investmentbank

Seit 1928 war das Dreimonatsfenster von August bis Oktober für den S&P 500 das schwächste aller vergleichbaren Zeiträume, so die Analyse. Der Index legte in dieser Phase nur in 55 Prozent aller Fälle zu, erzielte im Schnitt eine Rendite von nahezu null – minus 0,02 Prozent – und verzeichnete mit durchschnittlich 7,35 Prozent die tiefsten Zwischenkorrekturen des gesamten Jahres. Kein anderes Dreimonatsfenster war historisch so verlustreich. Die Bank of America hat daraus Konsequenzen gezogen und fährt bereits seit Ende Mai eine defensive Strategie.

Das Asset, auf das Bank of America in dieser Phase stattdessen besonders setzt, ist Gold. Denn dieses bietet sich in dem Zeitfenster laut der Analyse besonders an: Seit 1992 stieg das Edelmetall von August bis Oktober in 61 Prozent aller Fälle – mit einem durchschnittlichen Gewinn von 2,52 Prozent. Und: Gold legte genau dann zu, wenn Aktien unter Druck gerieten und die Renditen von Staatsanleihen sanken. Für Anleger, die ihr Depot gegen Kursturbulenzen absichern wollen, gilt Gold laut dem Bericht als der bevorzugte saisonale Hedge.

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Gold (ISIN: XC0009655157)

August-Flaute? Auch Dollar und Anleihen profitieren

Neben Gold identifiziert die Bank of America weitere Gewinner der Spätsommerphase. Der US-Dollar tendierte im August historisch zur Stärke – besonders gegenüber dem britischen Pfund und dem australischen Dollar, die in 65 beziehungsweise 69 Prozent aller August-Monate nachgaben.

Auch Staatsanleihen gehören in dieser Phase zu den Profiteuren. Die Rendite des 30-jährigen US-Treasurys fiel im August in rund drei Viertel aller beobachteten Jahre – im Schnitt um 18 Basispunkte. Sinkende Renditen bedeuten steigende Anleihekurse und spiegeln das defensive Anlegerverhalten wider, das für diese Jahreszeit typisch ist.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Raus aus Aktien? Ab November dreht der Markt

Die saisonale Schwäche ist allerdings kein Dauerzustand. Historisch bereitete die Herbstschwäche häufig den Boden für eine starke Jahresendrally. Von November bis Januar erzielte der S&P 500 im Schnitt ein Plus von 3,54 Prozent – eine der stärksten Phasen des gesamten Börsenjahres. Wer jetzt defensiv positioniert ist, könnte also doppelt profitieren: durch Absicherung in der schwachen Phase und durch rechtzeitigen Wiedereinstieg vor der Jahresendrally.

Analyst Ciana betont, dass Saisonalität immer nur ein Faktor unter vielen ist – allerdings einer, den Anleger auf dem Schirm haben sollten. Denn auch laut Scott Rubner von Goldman Sachs wird im August das Geld aus den Aktien fließen. „Der ‚pain trade' hat sich von der Aufwärts- zur Abwärtsseite verlagert", so der Managing Director und taktische Spezialist der Global Markets Division des Unternehmens laut "Bloomberg". „Die Käufer sind satt und haben keine Munition mehr, nachdem die besten Handelstage des Jahres hinter uns liegen."

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Häufige Fragen

Warum empfiehlt die Bank of America aktuell Gold statt Aktien? 

Historische Marktdaten seit 1992 zeigen, dass Gold im Zeitraum August bis Oktober in 61 Prozent der Fälle zulegte – mit einem durchschnittlichen Gewinn von 2,52 Prozent. Gleichzeitig war diese Phase historisch die schwächste für den Aktienmarkt. Gold gilt daher als bewährter saisonaler Schutz gegen Kursverluste.

Wie lange dauert die schwache Börsenphase laut Bank of America?

Laut dem Saisonalitätsbericht erstreckt sich die historisch schwächste Phase für den S&P 500 von August bis Oktober. Ab November dreht das Bild statistisch gesehen: Der Markt erzielte von November bis Januar im Schnitt ein Plus von 3,54 Prozent.

Welche anderen Assets profitieren neben Gold von der saisonalen Schwäche? 

Neben Gold zählen der US-Dollar und Staatsanleihen zu den historischen Gewinnern dieser Phase. Der Dollar tendierte besonders gegenüber dem Pfund und dem australischen Dollar zur Stärke. 

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